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"Nachhaltigkeit muss verstanden und gelebt werden. Worten müssen Taten folgen" so Herr Niggemann

Die Detmolder Weidmüller GmbH & Co. KG treibt Umweltschutz, Energieeffizienz und unternehmerische Verantwortung mithilfe einer Scorecard voran. Judith Herzog-Kuballa sprach mit Dr. Eberhard Niggemann, Nachhaltigkeitsbeauftragter des Unternehmens.
 
 
Herr Niggemann, wer verantwortet in Ihrem Unternehmen die Nachhaltigkeit?
Niggemann: Da das Thema das ganze Unternehmen betrifft, wird es durch ein Kernteam von Führungskräften aus verschiedenen Funktionen vorangetrieben und operativ bereichsübergreifend bearbeitet. Dabei dient uns eine Scorecard als Steuerungsinstrument, das mit konkreten Kennzahlen zum Thema Nachhaltigkeit hinterlegt ist.
 
Welche konkreten Maßnahmen zum Umweltschutz ergreifen Sie?
Niggemann: Bereits Jahre vor der Energiewende haben wir uns um mehr Energieeffizienz bemüht. Für produzierende Unternehmen waren Energiekosten auch schon vor dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ein wichtiges Thema – und sie sind es noch. Daher haben wir uns bei der Neuplanung unserer Produktionshalle in Detmold konkrete Ziele in Sachen Energieeffizienz gesetzt, die die gesetzlichen Vorgaben sogar übertreffen. Als Unternehmen der industriellen Elektrotechnik haben wir neue Produkte und Lösungen im Energiemanagement entwickelt und bieten diese mit der entsprechenden Beratung auch anderen produzierenden Unternehmen an. Des Weiteren arbeiten wir auch ständig darweltschutz an, unsere Materialressourcen zu reduzieren.
 
Wie setzen Sie unternehmerische Verantwortung im geschäftlichen Alltag um?
Niggemann: Umweltschutz und Energiepolitik sind nur zwei Aspekte von Nachhaltigkeit. Besonders wichtig sind in unserer Nachhaltigkeitsstrategie auch Mitarbeiter und unsere Gesellschaft, besonders beim Thema Bildung. Wir haben mit unserer Akademie in Detmold und ihrem Ableger in Asien zwei Einrichtungen geschaffen, die nicht nur unseren Nachwuchs sichern, sondern auch die Qualifizierung unserer Mitarbeiter und Kunden sowie den Wissensaustausch und die Vernetzung stärken. Dazu gehören auch Maßnahmen zur Berufsorientierung für Schüler und die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Institutionen.
 
Wie kann eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie sinnvoll im Unternehmen verankert werden?
Niggemann: Wichtig ist uns, dass wir unsere Führungskräfte und Mitarbeiter mitnehmen: Nachhaltigkeit muss verstanden und gelebt werden. Worten müssen Taten folgen, die die Mitarbeiter positiv spüren, beispielsweise im Umdarweltschutz. Die Menschen müssen verstehen, dass ein Unternehmen es ernst meint. Nur dann bringen sie sich auch selbst ein. Zu unseren CSR-Aktivitäten gehören unter anderem die „Aktion Weidmüller hilft", der Betriebskindergarten, unsere Aktivitäten für Flüchtlinge sowie unsere Kooperation mit der Peter Gläsel Stiftung.
  
Herr Niggemann, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
 
Kontakt: VDMA, Judith Herzog-Kuballa | judith.herzog@vdma.org 

Quelle: VDMA Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence

Wirtschaft | CSR & Strategie, 17.02.2016
     
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