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Finanzspritze fürs Öko-Eigenheim: Wer fördert was?

Eine Stellschraube der Energiewende ist die Kreditwirtschaft.

Fast 40 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs in Deutschland entfallen auf öffentliche und private Gebäude. Die Bundesregierung sieht hier großen Handlungsbedarf. Doch wer bei Warmwasser, Heizung und Beleuchtung sparen möchte, muss aufwendig sanieren oder nach Öko-Standard neu bauen.
Mit rund 75 Prozent wurde ein Großteil des Gebäudebestands in Deutschland noch vor der ersten Wärmeschutzverordnung von 1978 erreichtet. Die oft unsanierten Häuser sind energetisch mangelhaft und somit eine Belastung für die Umwelt und das Portemonnaie ihrer Bewohner. Doch nicht jeder Eigenheimbesitzer verfügt über die nötigen Rücklagen, um Umbaumaßnahmen in Angriff zu nehmen. Und auch wer neu baut, ist in der Regel auf eine Fremdfinanzierung angewiesen. Eine Stellschraube der Energiewende ist somit die Kreditwirtschaft. Wer ein Bauvorhaben plant, kann sich den eigenen Finanzierungsspielraum unverbindlich bei der Hausbank berechnen lassen. Und auch Online-Banken wie die ING-DiBa bieten kostenlose Budgetrechner an. Zuschüsse gibt es vom Staat: Neben privatwirtschaftlichen Geldinstituten bieten öffentlich-rechtliche Fördereinrichtungen wie die KfW und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) attraktive Kredit- und Zuschussmodelle an. Die Vielfalt der Programme ist für den Laien jedoch nur schwer zu durchschauen. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale weist zukünftigen Bauherren daher den Weg durch den Förderdschungel.
 
Sonnenkollektoren von ChNPP - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.
  • KfW-Kredite und Einmalzuschüsse: Als Anstalt des öffentlichen Rechts bietet die KfW im Bereich Bauen, Wohnen, Energiesparen ein breites Spektrum an Förderprogrammen. So wird der Kauf oder Bau eines KfW-Energie-Effizienzhauses durch günstige Darlehen mit attraktivem Zinssatz gefördert. Darüber hinaus werden Sanierungsarbeiten wie eine verbesserte Wärmedämmung, die Installation von Solaranlagen oder die Erweiterung von Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien bezuschusst. Als Grundprinzip gilt: je höher die Energieeffizienzklasse, desto größer die Förderung.

  • BAFA-Förderung: Über das BAFA lassen sich insbesondere Einzelmaßnahmen wie die Sanierung der Heizungsanlage auf Basis erneuerbarer Energien fördern. Investitionszuschüsse bietet das Bundesamt zum Beispiel bei der Errichtung von Solarkollektoranlagen, umweltschonender Heizungssysteme auf Basis nachwachsender Rohstoffe oder effizienter Wärmepumpen. Darüber hinaus koordiniert das BAFA die Energieberatung der Verbraucherzentrale und die BAFA-Vor-Ort-Beratung.

  • Regionale Förderangebote: Weniger einheitlich zeigen sich die regionalen Fördertöpfe. Hier unterscheidet sich das Angebot je nach Bundesland und Kommune. Zu beachten ist zudem, ob verschiede Fördermittel miteinander kombiniert werden können. Bei Unsicherheiten ist es ratsam eine Beratungsstelle aufzusuchen.
Grundvoraussetzung für jedwede Art der Bauförderung ist, dass der Förderantrag vor Baubeginn eingereicht wurde. Bauherren und Eigenheimbesitzer sind daher gut beraten, sich bereits im Vorfeld intensiv mit Kredit-Optionen, Förderprogrammen und Einmalzuschüssen auseinanderzusetzen.
 


     
        
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