SEKEM zum Welttag der Wissenschaften 2015: „Wissenschaft bedeutet Interesse an der Welt“

Forschung gezielter für Entwicklung einsetzen

Zum Welttag der Wissenschaften 2015 am 10. November erinnert die SEKEM Initiative daran, wissenschaftliche Forschung in sich entwickelnden Ländern als wesentlichen Baustein für die individuelle und gesellschaftliche Entwicklung des Menschen zu betrachten und einzusetzen. Wissenschaft ist nicht nur etwas für hoch entwickelte Industrienationen, sondern kann gerade in sich entwickelnden Ländern besonders für die Entwicklung der Persönlichkeit des Einzelnen und der ganzen Gesellschaft fruchtbar gemacht werden.
 
Bildung und Forschung gemeinsam fördern
Bildung und Forschung ziehen dabei an einem Strang: Forschung kann die Grundlage für intelligente, umweltfreundliche neue Produkte und ressourcenschonende Geschäfts- und Produktionsmethoden legen. Sie kann auch dabei helfen, gesellschaftliche Umbrüche zu verstehen und zu begleiten. Bildung dient nicht nur dem Wissenserwerb, sondern fördert zugleich den bewussten Umgang mit Ressourcen und stärkt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, Probleme selbständig zu erkennen und zum gemeinschaftlichen Nutzen zu bewältigen.
 
„In sich entwickelnden Ländern sollten Forschung und Bildung gemeinsam viel stärker zum Nutzen des Einzelnen und der Gesellschaft eingesetzt werden. Dies war stets das Ziel zuerst der SEKEM Akademie und heute der Heliopolis Universität für nachhaltige Entwicklung", erklärt Dr. Ibrahim Abouleish, Gründer der SEKEM Initiative. „Wenn Bildung und Wissenschaft Hand in Hand gehen, fördern wir einerseits Interesse an der Welt und am anderen, Selbsterkenntnis und die Entfaltung der individuellen Persönlichkeit. Zugleich stärken wir das Vertrauen einer Gesellschaft, ihre Herausforderungen gemeinsam zu verstehen und zu bewältigen."
 
Lange Geschichte partnerschaftlicher Bildung und Forschung
Von 1999 bis 2012 betrieb die SEKEM Akademie für angewandte Künste und Wissenschaften vor allem Forschung zur Entwicklung neuer, pflanzlicher medizinischer Präparate und bildete zugleich neue Wissenschaftler aus. Ihre Produkte werden heute landesweit und über die Grenzen Ägyptens hinaus vertrieben und bekämpfen zahlreiche Leiden auf natürliche Weise.
 
Seit 2012 widmet sich die Heliopolis Universität für nachhaltige Entwicklung gezielt der Forschung für mehr Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Technik, Landwirtschaft, Pharmazie, Medizin und anderen sozialen Fachbereichen. Rund 800 Studenten lernen und forschen derzeit hier an Themen einer „Wissenschaft der Praxis". Besonders intensiv beschäftigen sie sich mit der nachhaltigen Landwirtschaft. Forschung zu Kultivierung, Bodenkrankheiten, Schädlingsbekämpfung, Bewässerungsmethoden oder Energieversorgung werden regelmäßig in Kooperation mit lokalen und internationalen Forschungsinstitutionen durchgeführt. Von besonderem Interesse sind Strategien, die in den eigenen Betrieben, aber anderen Firmen eingesetzt werden können.
 
Quelle: SEKEM |www.sekem.com


     
        
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