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YLS-Teilnehmer berichten - Yannic Franken

Wie junge Menschen Führungskräfte werden und dabei den Begriff neu definieren

Wann haben Sie beim Young Leaders for Sustainability (YLS) Programm teilgenommen? Wo stehen Sie jetzt?
Ich habe in den Jahren 2013/14 an YLS teilgenommen. Seinerzeit war ich in meinem zweiten Jahr bei der IT Company Oracle angestellt, im Innendienst des Vertriebes. Das ist diejenige der "big 4" (Microsoft, IBM, SAP und Oracle) die man entweder von der Arbeit, durch Open Office oder als Segelfan kennt. Ich bin immer noch dort, betreue aber inzwischen, im Außendienst, komplexere und längerfristige Projekte. Und bin vor einem halben Jahr Vater geworden, weswegen ich nun erst einmal in Elternzeit gehe. 

Yannic Franken, Account Manager für den öffentlichen Dienst bei Oracle, hat sich bei YLS auf die Einsatzmöglichkeiten ressourcenschonender IT spezialisiert © Yannic FrankenWelche Kompetenzen brauchen heutzutage junge Führungskräfte, um Nachhaltigkeit voranzubringen? 
Mit Sicherheit werden wir das wohl erst wissen, wenn man die Ergebnisse unserer Arbeit wirklich hinsichtlich der Nachhaltigkeit beurteilen kann. 
Mein persönlicher, jetziger Eindruck ist, dass man in den verschiedensten Branchen die Möglichkeit, Nachhaltigkeit zu etablieren, erkennen können muss - und es methodisch schaffen, alle involvierten Personen einzubeziehen. Dann wird Ihre Unterstützung für ein nachhaltiges Projekt immer stärker sein. Und schließlich sollte man innovativ und hartnäckig genug sein, immer neue Lösungswege zu suchen.  

Welche Herausforderungen sehen Sie in den nächsten Jahren auf junge Führungskräfte zukommen?
Sich von klassischen Hierarchien zu lösen, gerade im Kontext großer Firmen. Klassische Pyramidenstrukturen funktionieren einfach zu langsam, gerade wenn man Innovatives nicht nur erdenken, sondern auch umsetzen will. Verantwortungen wirklich komplett anderen zu überlassen, ist meiner Wahrnehmung nach etwas, womit wir oft noch Probleme haben. Und am akutesten ist sicher die Vereinbarkeit von Familie für Männer und Frauen. Ich bin überzeugt, dass ein wirklich weitreichendes Teilzeitangebot hier der aktuell wichtigste Schritt Richtung Gleichberechtigung ist.  

Wie hat Sie YLS weitergebracht in Hinblick auf diese Herausforderungen?
Neben dem inhaltlichen Faktor - ich habe mir inzwischen ein Netzwerk und auch durchaus Expertise zu meinem Schwerpunktthema Green IT zugelegt - war für mich vor allem der methodische zukunftsweisend. In einer so komplexen Firma wie meiner gehst Du unter, wenn Du alles selber machen willst. Wenn dich also ein Thema begeistert und Du es treiben willst, musst Du Menschen dafür gewinnen können, indem Du sie einbeziehst. In der Hinsicht hat mir YLS viel gegeben. 

Was hat YLS gebracht?
Zunächst einmal hat es, so abgedroschen das auch klingt, eine Gruppe von wirklich tollen Menschen zusammengebracht. Mit ganz unterschiedlichen Hintergünden und durchaus auch unterschiedlichen Ansätzen zur Etablierung von Nachhaltigkeit - aber alle hoch motiviert, Ihr berufliches Umfeld nachhaltig zu prägen, im doppelten Sinne. Darüber hinaus haben die Trainer das spezifische Methodenset des CLI sehr anschaulich vermittelt. Das hat neue Wege aufgezeigt, wie man eben diesem Anspruch, nachhaltig zu arbeiten und zu wirtschaften, praktisch in seiner Rolle gerecht werden kann. Gerade im Vergleich zu corporate in-house trainings haben mir die praktischen Tipps zur Moderation oder zur gemeinsamen Entwicklung von Lösungsansätzen viel gebracht.

Welche Karrierewege konnten Sie schon hinlegen?
Ich habe jetzt einige Karrierestationen bei Oracle recht zügig durchlaufen, bin aber neugierig geblieben - mal sehen, was ich in der Firma noch erreichen kann... Direkte Personalverantwortung würde mich als nächstes reizen. Zurzeit betreue ich große Big Data Projekte im Hochschul- und Kommunalbereich. 
 
Hier finden Sie mehr zur Generation Y, dem Young Leaders for Sustainability-Programm sowie das Interview mit Petra Künkel vom Collective Leadership Institute.
 
Weitere Berichte von YLS-TeilnehmerInnen aus der Praxis
 
"YLS ist eine tolle Plattform zum Austausch und um Ideen weiter zu spinnen. Es bringt Schwung und Mut, sich mit den Gedanken weiter zu beschäftigen und zeigt neue Optionen auf."

Karthrin Ritzerfeld - die sozialagentin
"Um Dinge zu verändern ist es von zentraler Bedeutung einen Gruppenprozess anzustoßen. Durch YLS habe ich gelernt, dass es hierfür zentral ist nicht nur meine eigene Motivation und Zielsetzung sondern auch die meines Gegenübers wahrzunehmen und zu verstehen."

Sophia Metz - LfU Bayern
"Mein Motto für YLS ist 'Alles neu'. Man gewinnt Abstand aus seinem Alltag, um Dinge von oben, unten und allen Seiten zu betrachten. Neue Perspektiven öffnen mir die Augen und ich kann mich fragen, wo und wie es besser laufen könnte."

Melanie Wilneder - CDP
"YLS war die perfekte Unterstützung beim Einstieg in die NGO-Welt, in einen Job bei dem ich hauptsächlich mit Großunternehmen zusammenarbeite. Die gelernten Methoden versuche ich aktiv intern und extern einzubringen."




     
        
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