6 aus 1939
1939 Projekte wurden bisher durch die UN-Dekade Bildung Nachhaltige Entwicklung prämiert. Viele sollen auch nach der Dekade fortgesetzt werden.
Grüne Uni: Erneuerbare Energien, Nachwachsende Rohstoffe und Nachhaltigkeit an die Hochschulen – jetzt!
Grün(er) sollen die Unis sein! Das fordern die Projektinitiatoren von Berliner Hochschulen. Moderne und nachhaltige Institutionen sind dabei erst der Anfang. Informations- und Bildungsabende, Podiumsdiskussionen und Seminare sollen Studierende und Mitarbeiter zu nachhaltigem Handeln motivieren. Das Projekt sucht die Vernetzung mit Initiativen auch außerhalb der Uni und versucht, Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen.
Die Q-PRINTS&SERVICE gGmbH ist ein soziales und wirtschaftsnahes Inklusionsunternehmen. Seit 2006 betreibt es das Restaurant Goldener Anker in Pforzheim und seit 2010 ein Café als Lernbetrieb. Der Grundgedanke ist die regionale Wirtschaftsförderung, wobei der Bezug zu Nachhaltigkeit und umweltbewusstem Handeln im Vordergrund steht. Zielgruppe sind Jugendliche, junge Erwachsene und langzeitarbeitslose Männer und Frauen mit besonderem Förderbedarf. Auch Menschen mit Schwerbehinderungen oder Personen, die seelisch- oder lernbehindert sind, werden angesprochen. Der Goldene Anker hat sich mittlerweile als Ausbildungsbetrieb etabliert und ist IHK-zertifiziert.
Das Multimediaprojekt Fideldidu – Kinder, Natur, Abenteuer
Das Projekt setzt auf die spielerische Erziehung von Fünf- bis Zehnjährigen. Es bietet drei interaktive Webseiten, Workshops, Kinderbücher, Lehrmaterial sowie kindgerechte Dokumentarfilme an. Das neu gewonnene Wissen hilft Kindern, Verantwortung für sich und ihre Umwelt zu übernehmen. Die Themen decken von Ernährung über Sonnenkraft bis hin zu neuer Mobilität ein breites Spektrum ab. Darüber hinaus gibt es Weiter- und Fortbildungen für Lehrkräfte und Pädagogen als Umwelt- und Medienbotschafter.
Schokoprofis machen sich auf den Weg und Eine-Welt-Schule
Kinder lieben Schokolade. Doch selten ist bekannt, wo der Kakao seinen Ursprung hat. Ein Projekt aus Neumarkt in der Oberpfalz erarbeitet mit Grundschülern spielerisch, wo der Kakao herkommt und unter welchen Arbeitsbedingungen er geerntet wird. Die Schüler setzen sich mit fairem Handel, Menschenrechten und Kinderarbeit auseinander und agieren anschließend als Multiplikatoren in ihren Familien und an anderen Schulen. Die Ausstellung „Eine-Welt-Schule" fasst neben dem Schokoladenwissen auch verschiedene Themen zur Nachhaltigkeit zusammen und kann von Schule zu Schule wandern.
Generationen lernen gemeinsam: Nachhaltigkeit
Großeltern handeln sehr häufig „von Haus aus" nachhaltig. Sie konservieren Kirschen in Gläsern, kochen Obst ein und haben nützliche Tipps für den Garten. Doch oft fehlen die Zeit und der Ort für die Weitergabe des Wissens der älteren Generationen und dieses geht somit verloren. Die Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (KBE) hat die passende Lösung gefunden und bietet ein intergenerationelles Lernprogramm an. Eine von Generationensolidarität geprägte Lernatmosphäre konserviert das Wissen à la Oma, damit dieses nicht verloren geht.
Süßes Leben – überquellende Kinderzimmer. Konsumbewusste Erziehung der Kinder
Kuscheltiere, Malbücher, Legosteine, Nintendos – deutsche Kinderzimmer sind überfüllt mit Spielsachen. Die Münchner Caritas möchte das ändern und erarbeitet mit Eltern Konsumbiografien, um das Kaufverhalten zu reflektieren. Denn gerade Feiertage verleiten zum Kaufrausch. Eine Diskussion über Werte führt zu konkreten Alternativen zum materiellen Konsum und ökologische Folgen des übermäßigen Verbrauchs werden aufgezeigt. Weniger ist oftmals mehr.
Dieser Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften 04/2014 - Green Tech als Retter der Erde erschienen.
Frau Reiche – es reicht!
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