Umwelt | Ressourcen, 22.10.2013
"Guter" Fisch, Green Shipping und Wellenkraft
Nachhaltiger Fisch, ökologische Schifffahrt?
Das können Firmen und Verbraucher tun, um die Ressource Ozean nachhaltig zu nutzen und Gewinne einzufahren.
Fisch und Seafood: Welche Label und Siegel sind verlässlich?
In europäischen Gewässern gilt nahezu die Hälfte der Bestände als überfischt. Weltweit entstehen im Jahr 38 Millionen Tonnen Beifang. Gastronomen und Verbraucher sollten daher auf zertifizierten Fisch achten. Laut dem WWF sind bei Zuchtfischen "Bioland", "Naturland" sowie Siegel vom "Aquaculture Stewardship Council" (ASC) verlässliche Siegel. Bei Wildfisch gilt das "MSC-Siegel". Zwar stand das MSC-Label in der Kritik, auch Bestände zu zertifizieren, die überfischt sind. Mittlerweile hat eine Studie die Kritik aber relativiert.
Der Fisch-Einkaufsratgeber von Greenpeace und WWF:
www.greenpeace.de/themen/meere
fischratgeber.wwf.de (mobil)
Logistik: Wie gestaltet man den Schiffsverkehr ökologisch?
Über 90 Prozent aller Waren gelangen gegenwärtig in Containerschiffen, Schüttgutfrachtern, Tankern und Spezialschiffen über die Meere. Wesentlich ökologischer als Schweröl ist der Treibstoff LNG (Liquefied Natural Gas), den die Norweger schon seit der Jahrtausendwende für die Schifffahrt einsetzen. Zudem bieten Logistik-Dienstleister wie DHL "Green Shipping Services" an: Sie nutzen zunehmend alternative Antriebe wie Zugdrachen, Biogas und Elektromotoren. Die Zukunft der "grünen Schifffahrt" gehört wohl der Windkraft und der Sonnenenergie. Erste Piloten wie das Solarboot "Planet Solar" reüssierten bereits. Planet Solar kehrte im Mai 2012 von seiner Weltumrundung zurück: Der Photovoltaickatamaran legte mehr als 50.000 Kilometer zurück, ohne einen einzigen Tropfen Öl zu verbrauchen.
Investieren: Welche Energiequellen bietet das Meer ?
Meeresenergie lässt sich vor allem durch Gezeitenkraftwerke, Wellenkraftwerke, Strömungskraftwerke, Meereswärmekraftwerke und Osmose-Kraftwerke nutzen.
Das größte Verbreitungspotenzial hat die Wellenkraft. Das European Marine Energy Centre in Schottland testet seit 2011 ein neues Strömungskraftwerk. Bislang befinden sich die meisten Projekte aber erst in einer Pilotphase, weshalb Investitionen Risikokapital wären. (siehe auch Beitrag S. 56)
Das European Marine Energy Centre: www.emec.org.uk
Kooperieren: Welche Organisationen sind relevant?
"Greenpeace" und "WWF" sind in Deutschland die bekanntesten Nichtregierungsorganisationen, die sich für den Schutz der Meere einsetzen. Weitere Organisationen sind der Naturschutzbund Deutschland "Nabu" und "Oceancare".
Wissenschaftliche Einrichtungen, die sich mit der Erforschung der Meere befassen, sind das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel (www.geomar.de), das Alfred-Wegener-Institut (www.awi.de) und das IMARE Institut für Marine Ressourcen GmbH (www.imare.de).
Ozean-Forscher Mojib Latif: "Da tickt eine Zeitbombe
Ein Ende der Überfischung in Sicht?
"Unsere Ozeane"-Regisseur Yann-Arthus Bertrand: "Ich zeige eine Welt, die verschwinden wird"
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Foto: © Jeanette Dietl - Fotolia.com |
In europäischen Gewässern gilt nahezu die Hälfte der Bestände als überfischt. Weltweit entstehen im Jahr 38 Millionen Tonnen Beifang. Gastronomen und Verbraucher sollten daher auf zertifizierten Fisch achten. Laut dem WWF sind bei Zuchtfischen "Bioland", "Naturland" sowie Siegel vom "Aquaculture Stewardship Council" (ASC) verlässliche Siegel. Bei Wildfisch gilt das "MSC-Siegel". Zwar stand das MSC-Label in der Kritik, auch Bestände zu zertifizieren, die überfischt sind. Mittlerweile hat eine Studie die Kritik aber relativiert.
Der Fisch-Einkaufsratgeber von Greenpeace und WWF:
www.greenpeace.de/themen/meere
fischratgeber.wwf.de (mobil)
Logistik: Wie gestaltet man den Schiffsverkehr ökologisch?
Über 90 Prozent aller Waren gelangen gegenwärtig in Containerschiffen, Schüttgutfrachtern, Tankern und Spezialschiffen über die Meere. Wesentlich ökologischer als Schweröl ist der Treibstoff LNG (Liquefied Natural Gas), den die Norweger schon seit der Jahrtausendwende für die Schifffahrt einsetzen. Zudem bieten Logistik-Dienstleister wie DHL "Green Shipping Services" an: Sie nutzen zunehmend alternative Antriebe wie Zugdrachen, Biogas und Elektromotoren. Die Zukunft der "grünen Schifffahrt" gehört wohl der Windkraft und der Sonnenenergie. Erste Piloten wie das Solarboot "Planet Solar" reüssierten bereits. Planet Solar kehrte im Mai 2012 von seiner Weltumrundung zurück: Der Photovoltaickatamaran legte mehr als 50.000 Kilometer zurück, ohne einen einzigen Tropfen Öl zu verbrauchen.
Investieren: Welche Energiequellen bietet das Meer ?
Meeresenergie lässt sich vor allem durch Gezeitenkraftwerke, Wellenkraftwerke, Strömungskraftwerke, Meereswärmekraftwerke und Osmose-Kraftwerke nutzen.
Das größte Verbreitungspotenzial hat die Wellenkraft. Das European Marine Energy Centre in Schottland testet seit 2011 ein neues Strömungskraftwerk. Bislang befinden sich die meisten Projekte aber erst in einer Pilotphase, weshalb Investitionen Risikokapital wären. (siehe auch Beitrag S. 56)
Das European Marine Energy Centre: www.emec.org.uk
Kooperieren: Welche Organisationen sind relevant?
"Greenpeace" und "WWF" sind in Deutschland die bekanntesten Nichtregierungsorganisationen, die sich für den Schutz der Meere einsetzen. Weitere Organisationen sind der Naturschutzbund Deutschland "Nabu" und "Oceancare".
Wissenschaftliche Einrichtungen, die sich mit der Erforschung der Meere befassen, sind das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel (www.geomar.de), das Alfred-Wegener-Institut (www.awi.de) und das IMARE Institut für Marine Ressourcen GmbH (www.imare.de).
Zum Weiterlesen:
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Dieser Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften 04/2013 - Hallo Klimawandel erschienen.
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