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Unternehmerischer Klimaschutz überzeugt

Gute Resonanz auf erstes Modul der energiekonsens klima:akademie

Bremen - Unternehmerischer Klimaschutz ist ökonomisch sinnvoll und stellt eine ethische Verpflichtung dar. So lautet das Fazit des ersten Moduls der energiekonsens klima:akademie. Die Weiterbildungsmöglichkeit ist ein Angebot der unabhängigen und gemeinnützigen Klimaschutzagentur energiekonsens und Teil des vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative geförderten Pilotprojekts green transformation.

Intensiver Austausch auf Augenhöhe ist ein wesentliches Element der Klimaakedemie.
Foto: © energiekonsens
Teilgenommen haben elf Geschäftsführer und Abteilungsleiter aus großen und mittelständischen Unternehmen. Sie erarbeiteten zwei Tage lang, warum eine grüne Transformation ihres Unternehmens wichtig ist und welche Schritte notwendig sind. In den Räumen des Kunst- und Kulturhofs Kränholm in Bremen erläuterten Prof. Dr. Torsten Henzelmann von Roland Berger Strategy Consultants, Susan Dreyer, Director DACH Region, CDP (Carbon Disclosure Project), und Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, wie sich wirtschaftliche und ethische Rahmenbedingungen durch den Klimawandel verändern. Den Erfolg von strategischem Klimaschutz dokumentierte Annemarie Grandke vom Vorbildunternehmen Siemens.

Im ersten thematischen Block beschäftigten sich die Unternehmensvertreter mit Faktoren, die Betriebe zu klimagerechtem Handeln veranlassen. "Die Folgen des Klimawandels sind für Unternehmen längst greifbar - durch steigende Energie- und Rohstoffkosten. Wer diesen Trend nicht ernst nimmt, setzt seinen Betrieb dem Risiko von Wettbewerbsnachteilen aus. Andererseits stecken in dieser Entwicklung auch neue Chancen, sich im Markt abzuheben", vermittelte Prof. Dr. Torsten Henzelmann den Teilnehmern.

"Weitere wichtige Umfeldfaktoren setzen die Stakeholder. Klimastrategien von Unternehmen fließen zum Beispiel in Anlage- oder Einkaufsentscheidungen ein. Transparenz, wie wir sie durch das CDP herstellen, ist das A und O für Firmen. Sie schafft Bewusstsein über die eigene Situation und das führt automatisch zum Handeln", berichtete Susan Dreyer im Anschluss. Konkrete Themen und Problemstellungen aus dem eigenen Unternehmensalltag diskutierten die Teilnehmer zwischen den Vorträgen in kleinen Gruppen. "Diese dialogorientierten Phasen sind wichtige Grundbausteine unseres besonderen Bildungskonzepts. Wir wollen, dass jeder Teilnehmer konkrete Anregungen mitnimmt, wie er eine grüne Transformation in seinem Unternehmen umsetzen kann. Dazu gehört das Know-how der Dozenten ebenso wie Gelegenheiten zur Selbstreflexion und der Austausch mit anderen", erläuterte energiekonsens-Geschäftsführer und Projektleiter Michael Pelzl.

Gelegenheit zum Gespräch mit einem Vorreiter im Bereich Klimaschutz hatten die Teilnehmer am zweiten Tag. Annemarie Grandke, Corporate Sustainability Office der Siemens AG, gab Einblicke in den Transformationsprozess des Konzerns: Das Topmanagement habe globale Entwicklungen wie Urbanisierung, demografischer Wandel und Klimaschutz in der Unternehmensstrategie verankert und in das Produktportfolio aufgenommen. Internes wie externes Handeln richte sich daran aus. "Siemens sieht in den Bereichen Klimaschutz und Nachhaltigkeit Wachstumsmärkte der Zukunft. Hier sieht sich Siemens gut aufgestellt, was 33 Milliarden Euro Umsatz mit grünen Produkten und Lösungen aus dem Umweltportfolio belegen", argumentierte Annemarie Grandke. Prof. Dr. Uwe Schneidewind vertiefte in seinem anschließenden Vortrag den ethischen Anspruch für Klimaschutzhandeln: "Unternehmer, die ihr eigenes Unternehmen zukunftsfähig und nachhaltig aufstellen, sind auch als strukturpolitische Akteure gefragt, die die Rahmenbedingungen jenseits von ökonomischem Erfolg mitgestalten."

Das zweite Modul der energiekonsens klima:akademie findet vom 24. bis 25. Oktober 2013 statt. Es richtet sich vorrangig an Klimaschutz-, Energie- und Nachhaltigkeitsmanager, die als Climate Change Agents grüne Veränderungsprozesse im eigenen Unternehmen vorantreiben und unterstützen.

Interessierte können sich unter www.klima-akademie.net anmelden.

Über green transformation und energiekonsens
green transformation ist ein deutschlandweit einzigartiges Weiterbildungs- und Beratungsangebot für effizienten Ressourceneinsatz im Sinne des unternehmerischen Klimaschutzes auf Prozess- wie Produktebene. Das von der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit geförderte Pilotprojekt wird von der gemeinnützigen und unabhängigen Bremer Klimaschutzagentur energiekonsens durchgeführt und wendet sich an zukunftsorientierte Unternehmen, die einen strategischen Klimaschutzansatz entwickeln wollen. Teil von green transformation ist die energiekonsens klima:akademie. Sie fördert eine neue Generation von Führungskräften und Unternehmen, die von fundiertem, interdisziplinärem Prozesswissen profitieren, das zu erfolgreichem klimagerechten Handeln befähigt. Das Pilotprojekt wird bis März 2015 gefördert.

Nähere Informationen unter www.greentransformation.net/.

Die Klimaschutzagentur energiekonsens arbeitet vorrangig im Land Bremen sowie in den Regionen Elbe-Weser und Weser-Ems. Sie initiiert und fördert Projekte zu Energieeffizienz und zur Nutzung regenerativer Energien, organisiert Informationskampagnen, knüpft Netzwerke und vermittelt Wissen an Fachleute und Verbraucher. Sie bietet zudem Beratung zu Fördermitteln an und veranstaltet Fachseminare und Kongresse. Energiekonsens wurde 1997 als Public-Private Partnership gegründet. Gesellschafter sind die swb AG, die EWE VERTRIEB GmbH sowie die Freie Hansestadt Bremen.

Weitere Informationen unter www.energiekonsens.de/

Quelle: energiekonsens, Andrea Behrmann
Umwelt | Klima, 10.10.2013
     
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