Zur ARD-Sendung "Günther Jauch - Wie gut ist Öko wirklich?"

Unsere Legehennen leben!

Vohburg, 17.9.2012 - Verbale Angriffe gegen Bio ist man ja von Udo Pollmer gewohnt, aber Biolandwirte pauschal zu beschuldigen, dass sie Tierquäler sind, ist unverschämt. Seine in der Diskussionsrunde mit Günther Jauch in der ARD-Sendung vom 16.9.2012 vorgebrachte Aussage, dass von 3.000 Biolegehennen 1.000 die Legeperiode nicht überleben ist populistisch und nicht zu belegen. Dass von den pro Herde aufgestallten 3.000 Hennen nicht alle überleben ist normal und hat vielfältige Gründe. In der Bio-Legehennenhaltung der Legegemeinschaft Die Biohennen ist der natürliche Feind, der Greifvogel, oft die Ursache der Dezimierung.

Glückliche Bio-Hühner müssen die Möglichkeit haben sich auch im Grünland zu bewegen.
Foto: © Die Biohennen
Aber auch ohne vorherige Anzeichen können Tiere sozusagen über Nacht verenden. Das passiert jedoch in einer privaten Hennenhaltung mit zwanzig Tieren ebenso. Dass Hennen nicht alle eine Legeperiode überleben hat in keinem Fall den Grund in der Verweigerung chemischer Medikamente. Im Gegenteil. Mit sauberer biologischer Ernährung und Haltung sind sogar die auf Legeleistung hoch gezüchteten Hybridhühner gesünder. Und mit genügend Platz im Stall, Wintergarten und Freiland können sich Legehennen auch in einem 3.000er Stall ein aggressionsfreies Herdenleben gestalten und am Ende der Legeperiode gut befiedert sein.

Es ist schade, dass in dieser Diskussionsrunde, und übrigens auch im Fakt-Bericht, nur schwarz/weiß berichtet wurde. Eine Bio-Massentierhaltung wie in Gut Dalwitz einem Herrmannsdorfer Kleinprojekt oder einer mehr oder minder privaten Hühnerhaltung von Frau Wiener gegenüber zu stellen, wird der Thematik nicht gerecht. Wirkliche Vergleiche können nur angestellt werden, wenn die Richtlinien mit den dazugehörenden Ställen verglichen werden. Dass es die o.g. Bio- Massentierhaltungen gibt, ist ein Versäumnis des Gesetzgebers und der Bioverbände: Die EU Bio VO hatte maximal 3.000 Legehennen je Stall vorgegeben, alleine die Bio Akteure in Zusammenarbeit mit dem Gesetzgeber haben daraus die Definition maximal 3.000 Hennen je Stallabteil gemacht. Dies war der Dammbruch zur Entwicklung der Bio Massentierhaltungen.

Jedoch zeigen die traditionell arbeitende Bauern der Biohennen AG, die von der Legehennenhaltung im Haupt- oder Nebenerwerb leben müssen, dass sehr gute Haltungsbedingungen am Biobetrieb sehr wohl möglich sind und die Hennen auch am Ende der Legeperiode über eine gutes Federkleid verfügen können.

Der Mehrwert von Bio sollte sich, und da ist Sarah Wiener uneingeschränkt Recht zu geben, nicht nur auf das "gesündere" Lebensmittel reduzieren, sondern darauf, dass damit ein ganzheitlicher, nachhaltiger Prozess in Gang kommt, der Ressourcen schont und Tieren in einer traditionell bäuerlicher Haltung, wie es bei den Landwirten der Biohennen AG der Fall ist, ein tiergerechtes Leben möglich ist.

Die Biohennen AG ist eine Erzeugergemeinschaft von traditionell wirtschaftenden Bauern und hat mit ihrer Marke "Die Biohennen" bundesweit den höchsten Standard in der Hühnerhaltung und Eierproduktion. In 27 bäuerlichen Familienbetrieben finden sich insgesamt über 110.000 Hühner in artgerechter Haltung (Stall - Wintergarten - Grünland).

Die Betriebe sind unter http://www.DieBiohennen.de/de/die-bauern.html einzusehen.

Quelle:



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Zukunft braucht Frieden

forum 02/2026

  • Militär & Märkte
  • Grüner Wasserstoff
  • Moorschutz als Invest
  • ESG loves KI
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
20
MAI
2026
Bayerischer Batteriekongress 2026
Einblicke, Strategien, Innovationen
81671 München
21
MAI
2026
Munich Impact Night
Dieser Abend ist für alle, die die Zukunft noch nicht aufgegeben haben
81379 München
16
JUN
2026
BootCamp Impact Business Design
Zertifizierter Impact Business Design Master
Hamburg
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Megatrends

Überlegen ist, wer Neues wagt
Christoph Quarch empfiehlt "Anfänge auf Abruf" als Schritt zu mehr gesellschaftlicher Expermentierfreudigkeit
B.A.U.M. Insights
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Pirelli als weltweiter Spitzenreiter in den Sektoren Automobilkomponenten und Automobile der S&P Dow Jones Best-in-Class (DJ BiC) Inzizes bestätigt

R*Evolution aus dem Kleiderschrank

Nachhaltig shoppen, ohne Detailseiten zu lesen?

Letzte Chance auf eine umfassende Förderung

BEAM 2026 - Hospitality Gamechanger Summit

BMV fördert Ladeinfrastruktur für schweren Straßengüterverkehr

Neue Studie entzaubert „Wunderpflanzen“ für die Herstellung von Kraftstoffen

Weniger Bürokratie und dafür mehr Umsetzung im Umwelt- und Klimaschutz

  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • TÜV SÜD Akademie
  • SUSTAYNR GmbH
  • Engagement Global gGmbH
  • circulee GmbH
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • ZamWirken e.V.
  • WWF Deutschland
  • Global Nature Fund (GNF)
  • NOW Partners Foundation
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • 66 seconds for the future
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig