Gemeinde Unterhaching setzt auf Strom und Wärme aus geothermischer Energie

Michael Müller besichtigte Erdwärme-Projekt in Bayern

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium Michael Müller hat am 23. August die Geothermie als ständig verfügbare und umweltverträgliche Energie hervorgehoben. Bei einem Besuch des Geothermie-Projekts in der Gemeinde Unterhaching bei München sagte Müller:"Die Wärmeversorgung und Stromerzeugung mit Geothermie-Kraftwerken bietet interessante Perspektiven für eine saubere und wirtschaftliche Energieversorgung. Ihr deutlicher Vorteil liegt darin, dass sie nicht an den Öl- oder Gaspreis gekoppelt ist." Das Bundesumweltministerium begleitet das Demonstrations- und Forschungsprojekt.

Mit zwei Tiefbohrungen von über 3400 Meter soll ein Thermalwasserkreislauf für ein Kraftwerk geschaffen werden und die Gemeinde Unterhaching schon im Winter 2006/2007 mit Wärme versorgt werden. In Süddeutschland wird heißes Wasser aus der Tiefe schon in einigen Gemeinden für die Wärmeversorgung genutzt, so zum Beispiel in Erding und Unterschleißheim. "Unterhaching hat aber mit der kombinierten geothermischen Wärmeversorgung und Stromerzeugung demnächst die Nase vorn bei der Nutzung der Ressource Geothermie", so Mül-ler.

Das moderne und lärmarme Kraftwerk wird die Siemens AG errichten. Dabei wird als Arbeitsmedium ein Ammoniak-Wasser-Gemisch eingesetzt, um den Energiegehalt des heißen Wassers effektiv zu nutzen.

Insgesamt spart Deutschland durch Energie aus Wind, Wasser, Sonne, Biomasse und Erdwärme derzeit über 80 Mio. Tonnen an klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) pro Jahr ein. Ziel der Bundesregierung ist es, den Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch bis 2020 auf mindestens 20 Prozent des heutigen Stromverbrauchs zu steigern. Bis zur Mitte des Jahrhunderts soll rund die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt werden.

Quelle: www.bmu.de

Quelle: Redaktion Nachhaltig Wirtschaften
Technik | Energie, 27.08.2006
     
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