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Bürger im Aufbruch weltweit und in Deutschland

Die globale Organisation Ashoka feierte und ehrte am 25.10. in Berlin

Die globale Organisation Ashoka zeichnet fünf herausragende soziale Gründer aus, stellt die erste öffentlich-private Investitionsinitiative für Sozialunternehmer mit vor und präsentiert sechs Ansätze für schnellere soziale Innovation in Deutschland.

Ashoka stellte am 25.10.2011 fünf herausragende soziale Gründer aus Deutschland feierlich in Berlin der Öffentlichkeit vor und nimmt sie damit in das Ashoka- Netzwerk für Sozialunternehmer auf. Ihre Lösungen sollen in den kommenden Jahren Hörgeschädigte mit Online-Schriftdolmetschern unterstützen (Michael Nachtrab, VerbaVoice, München), Menschen in Insolvenz eine Lobby und eine zweite Chance geben (Attila von Unruh, Anonyme Insolvenzler/BV INSO, Köln), gewaltbetroffenen Kindern Zuflucht und Behandlung ermöglichen (Claus Gollmann, KID, Düsseldorf), freie Medien in Postkonfliktländern finanzieren (Klaas Glenewinkel, Plural Media, Berlin) und schulschwänzende Kinder wieder mit der Bildung verbinden (Stefan Schwall, Apeiros, Wuppertal).

"Bürger als Weltveränderer machen weltweit Schlagzeilen. Die Kreativsten von ihnen packen gesellschaftliche Probleme mit einer neuen Idee an und gründen Organisationen. Sie zeichnen wir heute aus", sagt Ashoka-Chef Felix Oldenburg. Entscheidend für die Auswahl dieser "Ashoka Fellows" ist, dass sie soziale Probleme mit persönlichem Risiko, Kreativität und unternehmerischem Geist angehen - mit dem Ziel soziale Veränderung und nicht finanzieller Profit. Nachdem die Kandidaten den mehrmonatigen Auswahlprozess überstanden haben, bringt Ashoka weltweit Unternehmerpersönlichkeiten aus der Wirtschaft zusammen, um die Weltverbesserer mit einem Stipendium, Business-Know-how und Kontakten zu unterstützen.

Gleichzeitig stellten am 25.10.2011 das BMFSFJ, KfW und Ashoka die europaweit erste öffentlichprivate Investitionsinitiative für Sozialunternehmer vor. Seit Ashoka vor einem Jahr gefordert hatte, dass soziale Gründer in Deutschland nicht schlechtere Chancen als profitorientierte Gründer haben dürfen, engagiert sich damit nun auch die Politik. "2011 ist ein Jahr des Durchbruchs für die Ideen von unten", so Oldenburg. Zahlreiche weitere Institutionen von der Europäischen Kommission über große Unternehmen, Stiftungen und Universitäten haben in den vergangenen Monaten mit Ashoka Projekte gestartet, um Bürger zu unterstützen, die ihre Engagement zum Beruf und ihre Idee zum Unternehmenskonzept machen.

Ashoka präsentiert zudem als Ergebnis einer Expertenbefragung im Sommer 2011 sechs Ansätze, um soziale Innovation in Deutschland zu beschleunigen: Transferagenturen für soziale Ideen, soziale Gründerzentren in Kommunen, innovative Finanzierungsinstrumente, wirkungsorientierte öffentliche Mittelvergabe, Kooperationen mit Wohlfahrtsverbänden und eine Personalinitiative für den Sozialsektor.

Details zu den neuen Ashoka-Fellows

Klaas Glenewinkel ermöglicht Medien in Krisenregionen langfristige politische Unabhängigkeit, indem er Marktmechanismen für kommerzielle Werbung etabliert. Er macht Medien in Wirtschaftsfragen fit und verbindet sie zu regulären Marktpreisen mit internationalen und heimischen Unternehmen. Website: www.plural-mediaservices.com, Kontakt: glenewinkel@plural-mediaservices.com

Claus Gollmann hilft gewaltgeschädigten Kindern. Dabei verfolgt er einen ganzheitlichen Ansatz, der neben Diagnostik und Therapie auch die Schaffung einer stabilen Alltagswelt beinhaltet, die den Kindern Halt geben soll. Website: www.kid-facheinrichtung.de, Kontakt: gollmann@KiD-facheinrichtung.de

Michaela Nachtrab gibt hörgeschädigten Menschen die Chance, ihr Leben aktiver und gleichberechtigt zu gestalten. Die Vision von VerbaVoice ist es, barrierefreie Kommunikation in allen Bereichen zu einer Selbstverständlichkeit zu machen. Website: www.verbavoice.de, Kontakt: nachtrab@verbavoice.de

Stefan Schwall schafft Lösungsmöglichkeiten für das Problemfeld Schulverweigerung, indem er Lehrer, Schüler, Eltern und Institutionen des Sozialstaats an einen Tisch zusammenbringt und die Ursachen hinter der Schulverweigerung aufdeckt. Die Vision von apeiros ist, dass alle Schüler ihr Recht auf Schule wahrnehmen und damit an der Gesellschaft teilhaben können. Website: www.apeiros.de, Kontakt: info@apeiros.de

Attila von Unruh will von Insolvenz betroffene Menschen aus der finanziellen und psychologischen Krise helfen. Seine Vision ist es, dass Deutschland ein Land wird, in dem unternehmerisches Scheitern kein Stigma mehr bedeutet und die Gesellschaft lernt, konstruktiv mit Veränderung und Krisen umzugehen. Kontakt: www.anonyme-insolvenzler.de, www.bv-inso.de, Kontakt: avunruh@bv-inso.de

Weitere Informationen zu den neuen Fellows unter http://germany.ashoka.org/de/ashoka-fellows-2011 und http://germany.ashoka.org/sites/germanysix.ashoka.org/files/2011_Wirkungsanalysen_Ashoka-Fellows.pdf

Quelle:



     
        
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