Gesellschaft | Social Business, 26.10.2011
Wenn jeder (nur) an sich denkt...
...dann ist eben nicht automatisch an alle gedacht
Social Business, Corporate Social Responsibility, Social Entrepreneurship, Corporate Citizenship, Corporate Governance. In der Flut von unterschiedlichen Begriffsdefinitionen und -verwendungen findet man sich kaum noch zurecht. Spätestens bei der Einschätzung, ob es ein Unternehmen tatsächlich ernst meint oder ob nur eine clevere Marketingkampagne dahinter steckt, keimen Zweifel auf.
Häufig wird versucht, qua Gewinnverwendung einzuordnen, ob es sich wirklich um ein Social Business handelt oder ob das Unternehmen nur gerade auf einer CSR-Kampagnenwelle "surft". Aber Gewinnverwendung und die Wahrnehmung sozialer Verantwortung müssen nicht im Widerspruch zueinander stehen.
In der Realwirtschaft setzt sich diese Erkenntnis zunehmend durch - auf den Finanzmärkten findet sie kaum Beachtung. Doch es spielt sehr wohl eine Rolle, ob man seine Dividende durch einen Fond verdient, der Weizen ökologisch anbaut oder ob man in Waffenhandel investiert.
Häufig wird versucht, qua Gewinnverwendung einzuordnen, ob es sich wirklich um ein Social Business handelt oder ob das Unternehmen nur gerade auf einer CSR-Kampagnenwelle "surft". Aber Gewinnverwendung und die Wahrnehmung sozialer Verantwortung müssen nicht im Widerspruch zueinander stehen. In der Realwirtschaft setzt sich diese Erkenntnis zunehmend durch - auf den Finanzmärkten findet sie kaum Beachtung. Doch es spielt sehr wohl eine Rolle, ob man seine Dividende durch einen Fond verdient, der Weizen ökologisch anbaut oder ob man in Waffenhandel investiert.
Deshalb gilt für private Investoren genauso wie für Unternehmer: Es ist weniger entscheidend, ob und in welcher Höhe Gewinne reinvestiert oder ausgeschüttet werden. Wesentlich wichtiger ist die Erkenntnis, dass CSR bzw. die Tripple Bottom Line (soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit) als authentische Bestandteile im "Markenkern" und im Mittelpunkt unternehmerischen Handelns verankert werden sollten!
Von Wolfgang Dykiert
Dieser Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften 04/2011 - Stadt der Zukunft erschienen.
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