Nachhaltiges Wirtschaften - betrachtet durch das Prisma der hermetischen Gesetze ...

Für eine neue Dynamik in unserem Bestreben

"Die entscheidenden Probleme, die wir haben, können nicht auf derselben Denkebene gelöst werden, auf der wir sie erschaffen haben." (Albert Einstein)

Der Erhalt und Schutz unseres natürlichen Lebensraumes - des Planeten Erde - ist seit Jahren das erklärte Ziel zahlreicher wunderbarer Initiativen, Vereine, wissenschaftlicher Gremien und internationaler Organisationen, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz einen beachtlichen Beitrag zur Sensibilisierung der Allgemeinheit für dieses Thema, und zur Initiierung eines kulturellen Wandels leisten. Klimaschutz, Naturschutz, Biodiversität, alternative Energiegewinnung u. ä. Themen durchdringen alle Sphären unserer Gesellschaft.

Und doch kommen die rund 60 renommierten Wissenschaftler, die am Bericht "Zur Lage der Welt 2010" des Worldwatch Instituts gewirkt haben, zu dem Schluss, dass der exzessive Konsum der Bevölkerung der stark industrialisierten Länder weiterhin maßgeblich zur Zerstörung der globalen Ökosysteme beiträgt.

"Noch ist Konsumismus das kulturelle Leitbild... Doch die Menschheit wird umdenken müssen. Wenn wir den Zusammenbruch der menschlichen Zivilisation verhindern wollen, brauchen wir nichts Geringeres als eine Umwälzung der herrschenden kulturellen Muster." (Erik Assadourian, Hauptautor des Berichtes und einer der Direktoren des Worldwatch Instituts)

Wandel findet zuerst im Denken statt
Diese Schlussfolgerung von Erik Assadourian spiegelt meine tiefste persönliche Überzeugung wieder, dass jede Veränderung zuerst im Geist stattfindet und was könnte effektiver einen Wandel im Geist der Menschen herbeiführen als die Besinnung auf die geistigen Gesetze - die Grundlage von allem Sein?

Diese Gesetzmäßigkeiten sind nicht wirklich ein Geheimnis, sie sind seit Jahrtausenden bekannt und wirken auf allen Ebenen des Seins - immer und unabänderlich. In früheren Zeiten wachten die Priester und Herrscher wohl über die Einhaltung. Heute, im Zeitalter der Wissenschaft und Technik sind sie lediglich in Vergessenheit geraten oder gar nicht beachtet.

Und jeder von uns hat schon einmal davon gehört, z.B. vom Gesetz der Ursache und Wirkung oder vom Gesetzt der Resonanz. Jeder von uns erlebt auch die Wirkung - das ist gar nicht anders möglich - ob bewusst oder unbewusst ist eine andere Frage. Wir finden sie auch sie in vielen alten Weisheiten wieder: "Was du heute säst, das wirst du morgen ernten!" oder "Tue niemandem das, was du nicht willst, dass man dir selber tut!"

Heute finden wir im Buchhandel die verschiedensten und ausführlichsten philosophischen Abhandlungen zu den universellen Gesetzen - oder auch hermetische Gesetze genannt - doch die Essenz passte einst auf eine Smaragdtafel!

Die Kraft der Essenz
Wäre es nicht interessant sich diese Essenz zu erschließen? Würde uns das nicht auf einfache Weise Türen öffnen, an denen wir rütteln und sie dennoch nicht aufbekommen? Wäre das nicht der ökonomischere Weg zur tiefgreifenden Veränderung im Denken und Handeln?

Für eine Verinnerlichung der universellen Gesetze - dieser Grundlage allen Seins - bedarf es lediglich des Wunsches und der Offenheit des Einzelnen. Diese Gesetzmäßigkeiten sind bereits in uns und um uns. Sie wirken bereits, unabhängig von unserem Wissen, so wie der Atem ohne unser Dazutun fließt.

Und es ist nur ein Schritt, der uns von einem unbewussten, scheinbar fremdbestimmten, machtlosen Spielzeug zu einem bewussten, selbstverantwortlichen, selbstbestimmten Lebewesen macht - die Erkenntnis der Essenz der hermetischen Gesetze. Denn die Erfahrung, meine eigene eingeschlossen, zeigt, dass dieses Wissen unser Bewusstsein dauerhaft verändert.

Die Erkenntnis der universellen Gesetze gibt uns die Freiheit und die Verantwortung, unser Leben selbst zu gestalten - und somit indirekt alles, was damit zusammenhängt.

Die Dynamik
Dann weiß ich, was ich säen muss, wenn ich etwas Bestimmtes ernten möchte. Dann weiß ich, dass eine unerwünschte Wirkung, die ich gerade erlebe, ihre Ursache in mir selbst hat, die ich transformieren kann und darf, sobald ich hinschaue - und ich somit eine von mir bestimmte Veränderung herbeiführe.

Dann stellt sich nicht mehr die Frage, ob wir eine nachhaltige Wirtschaft, Biodiversität und Naturschutz brauchen und welche Vorteile sich daraus ergeben würden - sondern es beginnt das Erkennen der Selbstverständlichkeit und Natürlichkeit dessen. Der respektvolle und verantwortliche Umgang mit allem und jedem wird zu einem Bedürfnis.

Je öfter ich mein Leben durch das Prisma der universellen Gesetze betrachte - von der kleinsten Disharmonie im Privaten bis zur Krisenanalyse im Wirtschaftsbereich und darüber hinaus, desto mehr erlebe ich die absolute, neutrale, wertungsfreie, fast gnadenlose Wirkung dieser Gesetzmäßigkeiten. Diese gelebte Erfahrung räumt jeden Zweifel des Verstandes ("Kann es wirklich so einfach sein?") aus und es entsteht das Wissen um den tieferen Sinn des "freien Willens".

Dieser grundlegende Wandel im Inneren verlangt förmlich nach einer entsprechenden Veränderung im Außen, und würde aus meiner Sicht auf allen Ebenen eine neue Dynamik in unser Bestreben um ein nachhaltiges Wirtschaften und zukunftsorientierten Lebenswandel bringen.


Krassimira Kranz

Dipl. Wirtschaftler
Internationale Wirtschaftsbeziehungen

Berliner Str. 4, 06886 Luth. Wittenberg
Tel.: +49 (0) 3491 402824

Quelle:
Lifestyle | LOHAS & Ethischer Konsum, 08.03.2011

     
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