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Klimafreundliche Strategien sichern Wettbewerbsvorteile

Agenturnetzwerk Green Responsibility blickt auf erfolgreiches Jahr zurück

Das Agenturnetzwerk Green Responsibility feiert im Februar einjähriges Bestehen. Die beteiligten Partner arbeiten CO2-neutral und betreiben ein Internetportal, das über klimafreundliche Kommunikation und nachhaltige Strategien für Unternehmen informiert. Dieses Jahr werden erstmals eigene Veranstaltungen durchgeführt, bei denen Unternehmen erfolgreiche Nachhaltigkeitsstrategien vorstellen. Die beteiligten Agenturen finanzieren das Netzwerk aus eigenen Mitteln. Über das bereits Erreichte und künftige Aktivitäten gibt Pressesprecher Thorsten Preis im folgenden Interview Auskunft.

Thorsten Preis, Sprecher von Green Responsibility
Foto: © Green Responsibility
Warum und von wem wurde Green Responsibility ins Leben gerufen?
Die Idee dahinter ist, so klimafreundlich wie möglich zu arbeiten. Es handelt sich um eine echte Innovation aus Bremen, denn mit diesem Netzwerk sind wir deutschlandweit Vorreiter in der Agenturenszene. Die Mitglieder sind Agenturen aus Bremen und beschäftigen sich mit PR, Werbung, strategischer Unternehmensberatung, Filmproduktion und Webdesign. Wir wollen möglichst viele
Unternehmen mit auf den klimafreundlichen Weg nehmen.

Wieso kümmern Sie sich überhaupt um das Thema?
Wir leben in einer Welt, die aus Produkten, grenzenloser Mobilität und ständigem Wachstum besteht. Als Agenturen, die mit Unternehmen zusammenarbeiten, sind wir ein Teil dieser Entwicklung. Niemals haben Menschen so ungebremst die Rohstoffe der Erde verbraucht wie jetzt. Wem nützt das schönste Auto, für das Agenturen Öffentlichkeitsarbeit gemacht haben, wenn der
Wochenendausflug wegen Überschwemmungen, Dauerregen und Tornados unmöglich ist?

Apropos Autos: Bei Ihnen wird doch nichts produziert - ist es da nicht sehr einfach, sich CO2-frei zu präsentieren?
Klimafreundliches Handeln ist eine Geisteshaltung. Natürlich fallen in einer Autoproduktion mehr Emissionen an. Das heißt aber nicht, dass Dienstleister generell einen CO2-neutralen Fußabdruck hinterlassen. Ganz im Gegenteil: Denken Sie an die vielen Fahrten zu Meetings, die eingesetzte Energie und das Material für Marketing-Aktionen und Veranstaltungen, den Druck von Broschüren, Katalogen und Geschäftberichten, den Weg zur Arbeit, die Bürotechnik, Heizung, Wasser- und Stromverbrauch.

Wie haben Sie diese Aufgabe gelöst?
Wir haben im ersten Schritt unser Verhalten analysiert und neue Regeln für alle Bereiche unserer Arbeit aufgestellt. Sämtliche Kohlendioxid-Emissionen erfassen wir in unserem CO2-Report. Damit das jeder nachvollziehen kann, machen wir unsere Energiebilanz unter www.greenresponsibility.de/co2-report/ öffentlich. Schließlich kompensieren wir die unvermeidbaren CO2-Emissionen. Das sind für 2010 knapp 18 Tonnen allein für die Agentur denkBar. Diese Menge gleichen wir aus, indem wir über einen Kompensationsanbieter Bäume pflanzen lassen.

Was wollen Sie mit dem Netzwerk bewirken: Dient es dem Klimaschutz oder der
Kundengewinnung?

Sowohl als auch - wenn wir Unternehmen durch unsere Beratungsleistung davon überzeugen können, klimafreundlicher zu agieren, ist beiden Seiten geholfen. Trotzdem sehen wir unsere Aufgabe auch darin, mit neutralen und undogmatischen Informationen über die Chancen von klimafreundlichen Kommunikations- und Unternehmensstrategien zu informieren - ganz egal, ob dabei ein Auftrag entsteht.

Wie sieht diese Informationsarbeit aus?
Über unseren Kampagnen-Check oder kreative Mitmachaktionen setzen wir Diskussions-Impulse. Beispielsweise haben wir zur WM die Aktion "Werde Waldmeister" gestartet und im Dezember einen online Adventskalender angeboten, der nachhaltige Überraschungen bereithielt. Neben aktuellen Umfragen und Video-Interviews mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik stellen wir auch witzige und niveauvolle Kurzfilme zum Thema vor. In unserem vor Kurzem eingeführten Blog berichten die Mitarbeiter aller beteiligten Agenturen von ihrem Arbeitsalltag oder schreiben über die Themen Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Kommunikation. Über Social Media wie Facebook und Twitter posten wir außerdem regelmäßig News aus diesen Bereichen und treten in den Dialog mit Leuten, die am Thema interessiert sind.

Welche Vorteile ergeben sich für Unternehmen, die auf nachhaltige Kommunikation setzen?
Wer auf klimafreundliche Kommunikation setzt, kann das eigene Image aufwerten und bei Kunden, Mitarbeitern und Bewerbern punkten. Für viele Firmen ist der Einstieg über CO2-neutrale Kommunikationsarbeit auch eine Initialzündung dafür, ganzheitliche CSR- oder Nachhaltigkeitsstrategien einzuführen. Ein weiterer Vorteil sind finanzielle Win-win-Situationen, weil mit dem gleichen Budget für Marketing, Werbung und PR Zusatznutzen erzielt wird. Es geht auch darum, sich veränderten Konsumentenerwartungen zu stellen. Untersuchungen belegen, dass Unternehmen mit Nachhaltigkeitsstrategien wirtschaftlich erfolgreicher sind. Am Ende kommt es allerdings darauf an, alle Aktivitäten zu bündeln und glaubwürdig zu kommunizieren.

Arbeiten Sie nur für Unternehmen, die sich klimafreundlich verhalten?
Keinesfalls, das ist auch nicht die Grundidee. Natürlich freuen wir uns über Anfragen von Unternehmen oder Institutionen, die schon genaue Vorstellungen haben und einen passenden Dienstleister suchen. Aber gerade Unternehmen, die noch nicht erkannt haben, dass Nachhaltigkeit und Innovation ein Erfolgsmotor sind, wollen wir ansprechen.

Was ist künftig von Green Responsibility zu erwarten?
Wir werden weiterhin konsequent auf Social Media setzen. Aktuell haben wir einen Newsroom eingerichtet, der es noch einfacher macht, alle Aktionen zu verfolgen. Wer uns näher kennenlernen möchte, dem empfehle ich auch unsere Blogeinträge. Spätestens hier kann jeder sehen, dass klimafreundliches Arbeiten viel Spaß macht. Highlights für 2011 sind aber ganz klar eigene Veranstaltungen, bei denen wir Menschen und Unternehmen präsentieren, deren Markterfolg auf klimafreundlichen Strategien und der entsprechenden Kommunikation basiert.

Weitere Informationen zu Green Responsibility finden sich unter www.green-responsibility.de.

Quelle: Thorsten Preis
Wirtschaft | Marketing & Kommunikation, 03.03.2011
     
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