Umwelt | Biodiversität, 29.09.2026
Biodiversität braucht Fläche. Und Menschen, die sie verändern.
Gewinner des Deutschland summt!-Pflanzwettbewerbs 2026 ausgezeichnet
Ob Firmengelände, kommunale Grünfläche, Schulhof oder Privatgarten: Viele Flächen bieten Potenzial für mehr biologische Vielfalt. Wie unterschiedlich dieses Potenzial genutzt werden kann, zeigen die 47 Gewinnerbeiträge des Deutschland summt!-Pflanzwettbewerbs 2026.17 Hektar naturnah gestaltete Fläche, rund 4.000 beteiligte Menschen und 286 eingereichte Projekte: Das ist die Bilanz des Deutschland summt!-Pflanzwettbewerbs 2026. Am 19. September zeichnete die Stiftung für Mensch und Umwelt bei der Prämierungsfeier in den Gärten der Welt in Berlin 47 Projekte aus.
Die Wettbewerbsbeiträge zeigen, wie Biodiversitätsförderung ganz praktisch aussehen kann: Flächen werden entsiegelt, heimische Wildpflanzen angesiedelt und mit Sandflächen, Teichen, Totholz oder Trockenmauern ökologisch aufgewertet. Neben Privatpersonen, Schulen, Kitas, Vereinen und Kommunen beteiligen sich auch Unternehmen.
Gerade die ausgezeichneten Firmengärten zeigen unterschiedliche Ansatzpunkte. Beim Strand-Café Pellworm wurde versiegelte Fläche zurückgebaut und mit heimischen Wildstauden, Wildwiese und verschiedenen Lebensraumstrukturen neu gestaltet. Bei der Agentur für Arbeit Würzburg ist die naturnahe Gestaltung Teil umfassenderer Nachhaltigkeitsaktivitäten. BEBRA Gebäudemanagement & Service wiederum entwickelte aus einer ersten Idee ein Gemeinschaftsprojekt, an dessen Gestaltung und Pflege sich Mitarbeitende beteiligen.
Andere Projekte zeigen, dass auch wenig Eingriff zum Erfolg führen kann. Chalet31 Botanic lässt seinem Naturgarten bewusst Raum zur Entwicklung. Promega setzt auf seinem 18.000 Quadratmeter großen Gelände unter anderem auf bewusstes Nicht-mähen. So werden Outdoor-Offices und Fitnesspfad durch Wildblumenwiese, Streuobst, naturnahem See, Gründächern und Versickerungsmulde ergänzt.Die ausgezeichneten Projekte liefern auch Anregungen für andere Unternehmen: entsiegeln, heimische Pflanzen verwenden, Pflegekonzepte verändern, unterschiedliche Lebensraumstrukturen schaffen und Mitarbeitende einbeziehen. Vieles davon lässt sich schrittweise umsetzen und in ohnehin anstehende Pflege oder Umgestaltung von Außenanlagen integrieren.
„Uns ist wichtig, dass die guten Ideen nicht am eigenen Gartenzaun enden", sagt Dr. Corinna Hölzer, Leiterin der Stiftung für Mensch und Umwelt. „Die ausgezeichneten Projekte sollen zeigen, was möglich ist und andere ermutigen, selbst anzufangen."
Alle Gewinnerprojekte 2026:
Kontakt: Stiftung für Mensch und Umwelt, Julia Sander | sander@stiftung-mensch-umwelt.de | stiftung-mensch-umwelt.de
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