82 Leistungen. Ein Vertrag. Ein Preis. Transformation as a Service - Planungssicherheit statt Projekte

Nachhaltige Logistik braucht Partner

Beim Future Day der Schwarz Gruppe wurde sichtbar, wie Handel, Technologie und Kreislaufwirtschaft zusammenwirken.

  • Der autonome E-LKW von Einride startet für Lidl im Realbetrieb. © Kai Platz
  • Die Elektrifizierung in der Gruppe wird konsequent vorangetrieben. © Kai Platz
Ein autonomer E-Lkw, ein hochautomatisiertes Lager und neue Wege für Wertstoffe: Der Future Day 2026 zeigte, wie vielfältig die Aufgaben nachhaltiger Logistik sind. Entscheidend ist nicht die einzelne Technologie, sondern das Zusammenspiel – und der Wille zu praxisorientierter Kooperation.
 
Wie wird aus nachhaltiger Logistik mehr als ein Zukunftsversprechen? Beim Future Day 2026 der Schwarz Gruppe am 24. September im Kaufland-Logistikzentrum Geisenfeld gab es darauf konkrete Antworten. Mehr als 650 Entscheider:innen und Innovationstreiber kamen unter dem Motto „Sustainable Logistics – Über Partnerschaften die Zukunft gestalten" zusammen.

Der Veranstaltungsort zeigte, welche Rolle Technologie schon heute spielt: Im Logistikzentrum Geisenfeld werden rund 80 Prozent des Food-Sortiments vollautomatisch kommissioniert. Täglich treffen mehr als 8.000 Paletten ein. Robotik und datenbasierte Planung helfen dabei, komplexe Warenströme zu steuern. Zugleich bleibt die Frage: Wie lassen sich solche Prozesse nicht nur effizienter, sondern auch ressourcenschonender und für die Beschäftigten besser gestalten?

Ein Schwerpunkt war die Elektrifizierung des Güterverkehrs. Kaufland baut an seinen deutschen Verteilzentren Ladeparks für E-Lkw auf. Im Lidl-Netzwerk sollen bis 2024 etwa 1.500 Ladepunkte errichtet werden und die Flotte soll zu mindestens 1/3 elektrisch sein. Vernetzte Transportplanung soll außerdem Leerfahrten und Wartezeiten verringern. Für Aufmerksamkeit sorgte die Live-Demonstration eines kabinenlosen Elektro-Lkw, den Lidl gemeinsam mit Einride auf öffentlichen Straßen einsetzt. Sie machte deutlich, wie schnell aus einer technischen Vision eine konkrete Betriebsfrage wird.

Nachhaltige Logistik endet aber nicht bei Fahrzeugen und Lagertechnik. Mit PreZero und der Schwarz Produktion arbeitet die Unternehmensgruppe auch daran, Wertstoffe zurückzuführen und im Kreislauf zu halten – etwa PET. Hinzu kommen Fragen der Arbeitswelt: Automatisierung kann körperlich belastende Aufgaben übernehmen; Qualifizierung und gute Bedingungen für Fahrer:innen bleiben ebenso wichtig.

Was vom Future Day besonders in Erinnerung bleibt, ist der Wille zur Zusammenarbeit. Viele dieser Aufgaben reichen über einzelne Unternehmen hinaus: Ladeinfrastruktur muss zu Transportnetzen passen, Kreislaufwirtschaft braucht funktionierende Rückführungswege, und neue Technik muss sich im Arbeitsalltag bewähren. Die Gespräche vor Ort zeigten ein deutliches Interesse daran, dafür weitere Partner einzubinden.

Für forum steckt darin Stoff für Geschichten, die genauer hinsehen: Was passiert mit Wertstoffen zwischen Sammlung und Wiederverwertung? Wie verändert ein E-Lkw den Betrieb am Logistikstandort? Und was brauchen die Menschen, die diese Prozesse täglich tragen? Solche Einblicke machen Transformation nachvollziehbar – und zeigen, wo Zusammenarbeit tatsächlich etwas bewegt.

forum wird diese Geschichten weiter beobachten - und gemeinsam mit der Schwarz Gruppe schreiben.

Kontakt: Redaktion forum future economy, Kai Platz | k.platz@forum-csr.net



     
        
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