Technik | Mobilität & Transport, 24.09.2026
Weniger Emissionen, weniger Ressourcenverbrauch: Güterverkehr im Wandel
Wie effizientere Transporte, neue Antriebe und intelligente Planung den Güterverkehr nachhaltiger machen
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KI-generiert
Welche Ansätze und Lösungen existieren bereits heute – und welche Ziele verfolgt das Umweltbundesamt (UBA) bis 2045?
Nicht nur der Verkehrsträger zählt: Auf die Effizienz kommt es an
Mit fast 3/4 des Gesamtanteils ist der Güterverkehr in Deutschland nach wie vor stark von der Straße bzw. Lkws geprägt, Binnenschifffahrt und Schienenverkehr machen einen deutlich geringeren Teil aus. Während die Luftfracht innerhalb Deutschlands mengenmäßig kaum eine Rolle spielt, fällt sie, was die Emissionen betrifft, allerdings besonders ins Gewicht. Somit liegt ein zentraler Ansatzpunkt für die Verbesserung der Umweltbilanz des Güterverkehrs vor allem auf der Straße. Eine Lösung kann allerdings nicht sein, möglichst viele Lkws durch andere Transportmittel zu ersetzen, denn auch Lkws selbst werden immer effizienter und werden immer öfter auch elektrifiziert.Für die Klimabilanz eines einzelnen Transports ist demnach vor allem entscheidend, wie die Fracht transportiert wird. Ein Kilo Ware, das per Flugzeug transportiert wird, hat selbstverständlich eine ganz andere Auswirkung auf das Klima, als wenn der Transport per Bahn oder Schiff erfolgt.
Weiterhin lassen sich mit Maßnahmen zur Effizienzsteigerung zusätzliche Einsparungen erzielen, etwa durch folgende:
- Effizientere Fahrzeuge nutzen: Moderne Antriebe wie hocheffiziente Verbrennungsmotoren, Hybridstrukturen oder auch reine Elektroantriebe sowie bessere Aerodynamik können die CO2-Emissionen beim Güterverkehr auf der Straße deutlich reduzieren.
- Fahrzeuge besser auslasten: Ein voll beladener Lkw benötigt pro transportierter Tonne weniger Kraftstoff als ein halb leerer. Unter Umständen kann es sinnvoll sein, mehrere Transporte zusammenzulegen, um Leerfahrten zu vermeiden. Gerade Sammelverkehr bzw. die Bündelung von Sammelgut kann dabei helfen, vorhandene Transportkapazitäten besser auszunutzen.
- Routen optimieren: Kürzere oder staufreie Strecken reduzieren Kraftstoffverbrauch und Emissionen. Viele Unternehmen setzen diesbezüglich bereits auf KI-unterstützte Routenplanung.
- Geeigneten Verkehrsträger wählen: Bahn oder Schiff benötigen bei bestimmten Transporten pro Tonnenkilometer deutlich weniger Energie als Lkws. Welche Option die jeweils beste ist, hängt aber von einer ganzen Reihe von Faktoren ab. Gerade bei der Bahn spielen vor allem auch infrastrukturelle Faktoren (Ausbauzustand des Schienennetzes, Kapazitäten der Güterbahnhöfe etc.) eine Rolle.
Gerade beim Luftfrachtersatzverkehr zeigt sich, dass eine effiziente Organisation von Transportwegen eine wichtige Rolle spielen kann. Beim sogenannten Road Feeder Service (RFS) werden Luftfrachtsendungen auf bestimmten Strecken per Lkw zwischen Flughäfen, Luftfrachtlagern, Versendern und Empfängern transportiert. Für eine Cargo Firma wie die Cargo7 GmbH, die unter anderem im Rhein-Main-Gebiet und rund um den Flughafen Frankfurt tätig ist, gehören solche Trucking-Leistungen zum täglichen Transportgeschäft.
Neben der Wahl des Verkehrsmittels kann dabei auch die Auslastung entscheidend sein. Je nach Warenmenge können FTL-Transporte mit kompletter Lkw-Ladung, LTL-Lösungen oder gebündelte Transporte sinnvoll sein. Insbesondere bei weniger zeitkritischen Sendungen können Sammelverkehr und eine bessere Bündelung dazu beitragen, vorhandene Kapazitäten effizienter einzusetzen und unnötige Fahrten zu reduzieren.
Wie der Güterverkehr bis 2045 klimaneutraler werden soll
Mit welchen Mitteln und Maßnahmen der Güterverkehr langfristig klimaneutraler werden kann, beschreibt das Umweltbundesamt (UBA) in seiner „Vision für das Jahr 2045". Erklärtes Ziel ist es darin, in den kommenden Jahren durch mehr als 70 Maßnahmen dafür zu sorgen, dass der Güterverkehr in Deutschland bezahlbarer, generationengerechter, treibhausneutraler, emissionsärmer und resilienter wird. Im Mittelpunkt dieser Vision stehen vor allem 3 Ansätze:Elektrifizierung des Güterverkehrs: Während der Schienenverkehr weitestgehend elektrifiziert ist, sollen schrittweise vor allem mehr batteriebetriebene Lkw sowie auch Binnenschiffe zum Einsatz kommen. Darüber hinaus sollen überall da, wo eine Elektrifizierung nicht oder nur eingeschränkt möglich ist, vermehrt Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien eingesetzt werden.
Verlagerung von Gütern auf effizientere Verkehrsträger: Wenn es möglich und sinnvoll ist, sollen Transporte möglichst von der Straße auf Schiene und Wasser verlagert werden. Um das zu erreichen, sollen die Infrastruktur verbessert und die unterschiedlichen Verkehrsträger besser miteinander verknüpft werden.
Vermeidung unnötiger Transporte: Durch eine Bündelung von Warenlieferungen und eine effizientere Intralogistik soll die Anzahl der notwendigen Transporte reduziert werden. Darüber hinaus sollen auch langlebigere und wiederverwendbare bzw. reparierbare Produkte den Transportaufwand und den damit verbundenen Energie- und Ressourcenverbrauch senken.
Die Ziele betreffen damit nicht nur große strukturelle Veränderungen im Güterverkehr. Auch Speditionen und andere Logistikunternehmen können durch eine bessere Planung einen Beitrag leisten. Ob ein Transport per FTL, LTL, Sammelgut oder Express durchgeführt wird, sollte sich möglichst am tatsächlichen Bedarf orientieren. Eine bessere Abstimmung von Warenmenge, Fahrzeug und Route kann dazu beitragen, vorhandene Ressourcen effizienter zu nutzen.
Fazit
Das Umweltbundesamt fordert somit verstärkt, Maßnahmen umzusetzen, die viele Unternehmen ohnehin schon umsetzen. Letztlich geht es beim Thema Nachhaltigkeit und Effizienz nicht nur um die Frage, womit eine Ware transportiert wird, sondern vor allem darum, wie viel Energie und Ressourcen tatsächlich für die gewünschte Transportleistung eingesetzt werden. Auch agile digitale Planungen können hier eine Rolle spielen.Weniger Leerfahrten, eine bessere Auslastung, optimierte Routen und effizientere Fahrzeuge können die allgemeine Effizienz steigern, Ressourcen schonen – und damit einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten. Gerade bei deutschlandweiten und bundesweiten Warenströmen können bereits Verbesserungen bei Planung, Auslastung und Streckenführung in der Summe einen Unterschied machen.
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