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Bergwaldprojekt launcht nachhaltige KI-Plattform aim2balance.ai

Stephen Wehner über digitale Nachhaltigkeit, Ressourcenverbrauch und Verantwortung beim Einsatz von KI

Künstliche Intelligenz bietet neue Möglichkeiten, verbraucht zugleich aber Energie und Ressourcen und wirft Fragen zu Datenschutz und Verantwortung auf. Im Interview erläutert Bergwaldprojekt-Vorstand Stephen Wehner, welche Anforderungen er an eine nachhaltige KI stellt und wie ökologische, soziale und ethische Kriterien bei aim2balance.ai zusammenspielen sollen.
 
Zwischen Natur und Digitalisierung: Das Bergwaldprojekt setzt sich mit aim2balance.ai für einen nachhaltigeren Umgang mit Künstlicher Intelligenz ein. © Bergwaldprojekt e.V. Herr Wehner, was macht das Bergwaldprojekt?
Das Bergwaldprojekt regeneriert seit 35 Jahren mit Beteiligung von jährlich tausenden Freiwilligen Wälder, Moore und artenreiche Landschaften in ganz Deutschland, um deren Funktionen zu erhalten. Intakte Ökosysteme sind die wichtigste Infrastruktur unserer Gesellschaft. Sie puffern Starkniederschläge, speichern Wasser, schützen die Fruchtbarkeit der Böden und gleichen Extremtemperaturen aus, wie wir sie gerade in ganz Europa erleben. Wer Natur schützt, schützt die Grundlagen menschlichen Lebens.
 
Warum engagiert sich das Bergwaldprojekt jetzt auch im Bereich Künstliche Intelligenz (KI)?
Die ökologische Krise und die digitale Transformation sind die beiden großen Herausforderungen unserer Zeit. KI kann Wissen zugänglich machen, Menschen vernetzen und ihre Handlungsfähigkeit stärken. Gleichzeitig verbraucht sie Energie und Ressourcen, sammelt Daten und verändert unser Denken und Arbeiten. Wir wollen mit aim2balance.ai zeigen, dass KI nachhaltig entwickelt und genutzt werden kann: transparent, ressourcenschonend und gemeinwohlorientiert für Einzelpersonen, Unternehmen, Unis, NGOs und andere Organisationen. Es ist dringend an der Zeit, digitale Nachhaltigkeit mitzudenken und umzusetzen.   
 
Was ist aim2balance.ai?
Aim2balance.ai ist als KI-Plattform eine nachhaltige Alternative zu den Plattformen von OpenAi, Google oder Antropic. Aim2balance.ai respektiert den Menschen, seine Datensouveränität und den Planeten. Die Daten werden verschlüsselt verarbeitet und ausschließlich auf europäischen Servern gehostet. Durch den Einsatz effizienter Open-Source-Modelle sinkt der Ressourcenverbrauch deutlich gegenüber vielen großen KI-Systemen. Nutzer:innen sehen zudem ihren Energie- und Wasserverbrauch und bezahlen nur die tatsächlich genutzten Leistungen. Mit nur 5 EUR können im Durchschnitt 450 Anfragen bearbeiten werden. 2,5 % der Nutzungsgebühren fließen direkt an das Bergwaldprojekt zur Wiederherstellung und Stabilisierung von Ökosystemen. Wir möchten nicht nur eine leistungsfähige KI bereitstellen, sondern Bewusstsein für digitale Nachhaltigkeit schaffen. 
 
Was verstehen Sie unter „digitaler Nachhaltigkeit"?
Die Digitalisierung beeinflusst zunehmend, wie wir arbeiten, lernen und gesellschaftliche Entscheidungen treffen. Digitale Technologien sind deshalb längst nicht mehr nur Werkzeuge – sie beeinflussen unser Denken, unser Verhalten und die Verteilung von Wissen und Macht. Deshalb reicht es nicht aus, sie nur nach ökologischen, sozialen und ökonomischen Kriterien zu bewerten. Ethische Grundsätze wie Transparenz, Fairness, Selbstbestimmung und Verantwortung müssen von Anfang an in digitale Systeme integriert sein. Das versuchen wir bei unserem KI-Tool aim2balance.ai. Wer die Zukunft digitaler Systeme gestaltet, gestaltet zugleich die Zukunft unserer Gesellschaft. Deshalb muss Ethik integraler Bestandteil digitaler Nachhaltigkeit sein – nicht ihre nachträgliche Ergänzung.

Kontakt: Stephen Wehner, Geschäftsführender Vorstand Bergwaldprojekt e.V. | sw@bergwaldprojekt.de | www.bergwaldprojekt.de/



     
        
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