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Umwelt | Klima, 02.07.2026

"Fit for Paris – Der CDR-Kompass für Unternehmen"

WWF veröffentlicht Leitfaden

  • Neue Publikation gibt Orientierung für Integration von CO2-Entnahme in Net-Zero-Strategien 
  • Auch neuer SBTi-Net-Zero-Standard verankert Carbon Dioxide Removal (CDR) als Bestandteil unternehmerischer Klimastrategien 
  • Emissionsreduktion hat weiterhin oberste Priorität - CDR sollte diese gezielt ergänzen 
© David Clode, unsplash.comLaut Weltklimarat wird die 1,5-Grad-Grenze nur eingehalten werden können, wenn neben der schnellstmöglichen Emissionsreduktion zugleich CO2 aktiv aus der Atmosphäre entfernt wird. Auf dem Weg zu Net Zero wird die CO2-Entnahme (Carbon Dioxide Removal - CDR) daher für Unternehmen zunehmend relevant. Mit seinem neuen Leitfaden „Fit for Paris – Der CDR-Kompass für Unternehmen" gibt der WWF Unternehmen Orientierung zu den technologischen Möglichkeiten und den strategischen Rollen von CDR in ihrer Transformationsplanung. Ziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, wirksame und verantwortungsvolle CDR-Strategien als Bestandteil ihrer Transformation zu Net Zero zu entwickeln und umzusetzen.

Für Unternehmen wächst aktuell der Handlungsdruck: Neue Standards – wie beispielsweise der aktualisierte Corporate Net-Zero-Standard der Science Based Targets Initiative (SBTi) - verankern die CO2-Entnahme zunehmend als Bestandteil glaubwürdiger Klimastrategien. Gleichzeitig nehmen politische Debatten über Rolle, Regulierung und Förderung von CDR-Technologien zu. Auch auf der Angebotsseite entsteht ein wachsender Markt für Technologien und Projekte zur CO2-Entnahme. Viele Unternehmen zeigen Interesse, sind bei Nutzung und Finanzierung aber noch zurückhaltend. Häufig fehlen Orientierung, klare Qualitätskriterien und Sicherheit bei Fragen von strategischer Verankerung und konkreter Auswahl von Technologien und Projekten.

"Unternehmen müssen heute verstehen, welche Rolle die CO2-Entnahme in ihrer Net-Zero-Strategie spielen kann, und welche Chancen und Risiken dabei entstehen", sagt Benjamin Kottmeyer, Experte für unternehmerische Klimastrategien beim WWF Deutschland und Autor des Leitfadens. "Der wichtigste Hebel bleibt, Treibhausgase schnell und tiefgreifend zu reduzieren. Streng getrennt davon bekommt CDR eine neue, ergänzende strategische Relevanz."

Ohne CDR sind Net-Zero-Ziele nicht erreichbar. Gleichzeitig sind viele Technologien in ihrer nachhaltigen Verfügbarkeit begrenzt, etwa durch Nutzungskonflikte um Land, Biomasse, Wasser und erneuerbare Energien. Der WWF macht daher deutlich: Die Vermeidung und Reduktion von Emissionen bleibt der wichtigste und sicherste Beitrag von Unternehmen zum globalen Klimaschutz. CDR darf kein Ersatz für verfehlte Reduktionsziele sein und muss auf die Emissionen beschränkt bleiben, die nachweislich nicht vermeidbar sind.  
 
Mit dem Leitfaden möchte der WWF Unternehmen schon heute befähigen, CDR wirksam und verantwortungsvoll im Sinne des globalen Klimaschutzes in ihre Strategien zu integrieren – unter Berücksichtigung ökologischer und sozialer Leitplanken.  
 
Weitere Informationen:

Kontakt: WWF Deutschland, Jelena Admoni < 030-311 777 423 | jelena.admoni@wwf.de | www.wwf.de


Quelle: WWF Deutschland



     
        
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