Warum nachhaltige Verpackung jetzt entwickelt werden muss

Innovationssystem der MM Group

Im Verpackungsbereich verlangen die Herausforderungen von morgen innovative Lösungen schon heute. Angesichts strengerer Vorschriften, steigender Nachhaltigkeitserwartungen und höherer Materialkosten ist klar, wohin sich die Branche entwickelt.

© Petra Wassermann / MM GroupEs reicht nicht mehr aus, Materialien auszutauschen oder bestehende Prozesse schrittweise zu verbessern. Hierfür unterstützt das MM-Team Kunden dabei, regulatorische Anforderungen bereits in die Konzeption und Entwicklung von Verpackungen zu integrieren.

Unsere Kundengespräche werden zunehmend von diesem integrierten Designansatz geprägt. Regulierungen wie die EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle PPWR1 sind weit mehr als zusätzliche Vorgaben. Packaging and Packaging Waste Regulation ist die neue EU- Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle, die ab dem 12.08.2026 verbindlich für alle Unternehmen in der EU gilt sowie verbindliche Standards für Nachhaltigkeit, Recycling und Kennzeichnung festlegt. Sie beeinflussen jedes Element einer Verpackung – vom Material bis zum Ende ihres Lebenszyklus.

Steigende Erwartungen an Nachhaltigkeit
Hinzu kommt, dass viele Vorschriften stufenweise Ziele enthalten. Die PPWR sieht beispielsweise ein verbindliches Abfall­reduktionsziel von 5 Prozent bis 2030 vor, das bis 2035 auf 10 Prozent und bis 2040 auf 15 Prozent steigt.

Gleichzeitig erschweren volatile Lieferketten die Aufgabe, regulatorische Anforderungen zu erfüllen und dennoch Innovation sowie wirtschaftliche Leistung aufrechtzuerhalten.

Unser Ansatz versteht Innovation als ein System aus Netzwerken, Prozessen, Dienstleistungen, Marke und Kundenbindung. So kann Compliance bereits in der frühen Designphase berücksichtigt werden, statt später kostspielig nachgerüstet zu werden.

Ein zentraler Faktor ist dabei Materialflexibilität.
Durch ein Portfolio aus Lösungen mit Frisch- und Recyclingfasern lassen sich Verpackungen gezielt an regulatorische und funktionale Anforderungen anpassen, ohne sich auf ein einzelnes Material festzulegen. Dieser materialunabhängige Ansatz unterstützt optimalere Entscheidungen in einem Markt, in dem sich Recyclingfähigkeit, Faserbeschaffung und Berichtskriterien laufend verändern.

Ebenso wichtig ist der Prozess selbst. Die Verbindung von Ideenfindung, Nachhaltigkeitsberatung, Materialauswahl, Prototyping und End-of-Life-Planung ermöglicht einen ganzheitlichen Blick auf die Verpackungsleistung. Compliance wird dadurch von Anfang an integriert und spätere Risiken werden reduziert.


Ein solcher Designansatz gelingt jedoch selten isoliert. Er erfordert Zusammenarbeit zwischen Verarbeitern, Marken und Lieferkettenpartnern. Wenn alle Beteiligten proaktiv zusammenarbeiten, wird Verpackungsentwicklung zu einem gemeinsamen Problemlösungsprozess.

Die Zukunft gehört nicht mehr den Unternehmen, die nur schnell reagieren, sondern denen, die Veränderungen frühzeitig erkennen. Nachhaltigkeit bleibt zentral, wird jedoch zunehmend anhand von Compliance, Daten und messbaren Ergebnissen bewertet.

Der Aufbau dieser Fähigkeiten darf nicht warten – er beginnt heute.


Dieser Artikel ist in forum 03/2026 - Frau Reiche – es reicht! erschienen.



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Frau Reiche – es reicht!

forum 03/2026

  • Resilienz
  • Klimafinanzierung
  • Wald
  • Startups
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
02
JUL
2026
PINA Pop-Up Café
Kunstaktion zur Bewerbung von nachhaltigem Konsum
80331 München
05
JUL
2026
"denk mal Zukunft"
Nachhaltigkeitstage auf Zollverein
D-45327 Essen, UNESCO-Welterbe Zollverein
28
SEP
2026
Zertifikatskurs „Sustainability Management“
Wir verbinden Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit!
95447 Bayreuth
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Sport & Freizeit, Reisen

Teamgeist und Zusammenhalt
Christoph Quarchs Überlegungen zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft
B.A.U.M. Insights
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

„denk mal Zukunft“ – Nachhaltigkeitstage auf Zollverein von Sonntag, 5. Juli, bis Donnerstag, 9. Juli 2026

Frankreich drosselt Atomkraft +++ Solarenergie bewährt sich in der Hitzewelle

Ideenwettbewerb 2026: Innovationen im Wärme-, Kälte- und Strombereich

Amazon and Aganova to use AI to stop 165 million litres of water waste in Recife

Die Lösung wächst im Boden: Wie ein Familienunternehmen beweist, dass Gemeinwohl und Gewinn zusammengehören

Pioneering a Global Standard

Nachhaltige Transformation spielerisch erleben

Gesunde Böden können Hitzewellen deutlich abschwächen

  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • WWF Deutschland
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • SUSTAYNR GmbH
  • ZamWirken e.V.
  • 66 seconds for the future
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • TÜV SÜD Akademie
  • NOW Partners Foundation
  • Engagement Global gGmbH
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • Global Nature Fund (GNF)