Deutsche Umwelthilfe begrüßt geplante Plastikabgabe

„Wichtiger finanzieller Anreiz für weniger Verpackungsmüll und mehr Recycling“

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßt die gestern vom Bundeskabinett beschlossene Einführung einer Plastikabgabe. Sie ist Teil der Eckpunkte des Haushaltes 2027. Konkret geht es dabei um die sogenannte „EU-Plastiksteuer", welche die EU-Länder seit 2021 jährlich für nicht recycelte Kunststoffverpackungen nach Brüssel überweisen müssen. Die einzelnen Staaten können dabei selbst entscheiden, wie sie die Plastiksteuer ausgestalten. Deutschland hat die „EU-Plastiksteuer" bislang aus Mitteln des Bundeshaushaltes gezahlt und es dabei versäumt, die für den nicht recycelten Plastikmüll verantwortlichen Unternehmen zur Verantwortung zu ziehen. Die DUH sieht nun die Chance, durch finanzielle Anreize Einweg-Plastikmüll zu vermeiden, Mehrweg attraktiver zu machen und das Recycling zu stärken.

Dazu DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz
© MauriceAngres, pixabay.com„Es ist wichtig und richtig, dass klimaschädliche und nicht recycelte Einweg-Plastikverpackungen endlich einen Preis bekommen sollen. Mit der geplanten Plastikabgabe zahlen endlich nicht mehr Steuerzahlerinnen und Steuerzahler Milliardenbeträge für nicht recycelte Kunststoffverpackungen. Die Plastiksteuer sollte die Verpackungshersteller belohnen, die Recyclingmaterial einsetzen oder gut recycelbare Verpackungen anbieten. Nur dann können Kunststoffe Teil einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft sein. Nebenbei schafft das einen effektiven Anreiz, unnötige Verpackungen wegzulassen und erhöht die finanzielle Attraktivität wiederverwendbarer Mehrwegverpackungen. Um Verlagerungseffekte hin zu Einwegverpackungen aus anderen Materialien wie etwa Papier oder komplexen Materialverbünden aus Papier und Kunststoff zu verhindern, sollte die Plastiksteuer auch auf andere Verpackungsmaterialien ausgeweitet werden. Die Höhe sollte mindestens 1,20 Euro pro Kilo betragen."

Hintergrund:
Die sogenannte „EU-Plastiksteuer" („Kunststoff-Eigenmittel") wurde von der Europäischen Union im Rahmen des Green Deals beschlossen. Mit Inkrafttreten des Eigenmittelbeschlusses (EU, Euratom 2020/2053) zum 1. Januar 2021 sind die EU-Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, eine Abgabe von 800 Euro pro Tonne (80 Cent pro Kilo) nicht-recycelter Verpackungsabfälle aus Kunststoff an die EU abzuführen.

Link:

Kontakt: Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH), Jürgen Resch | resch@duh.de | www.duh.de



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Zukunft braucht Frieden

forum 02/2026

  • Militär & Märkte
  • Grüner Wasserstoff
  • Moorschutz als Invest
  • ESG loves KI
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
20
MAI
2026
Bayerischer Batteriekongress 2026
Einblicke, Strategien, Innovationen
81671 München
21
MAI
2026
Munich Impact Night
Dieser Abend ist für alle, die die Zukunft noch nicht aufgegeben haben
81379 München
16
JUN
2026
BootCamp Impact Business Design
Zertifizierter Impact Business Design Master
Hamburg
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

LOHAS & Ethischer Konsum

"All You Need is Love"
Christoph Quarch verteidigt den Valentinstag als Schutzzeit für die romantische Liebe
B.A.U.M. Insights
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft…

EU-Verpackungsverordnung (EU) 2025/40

Rollen und Verantwortlichkeit in der PPWR: Wer ist wofür zuständig?

Pirelli als weltweiter Spitzenreiter in den Sektoren Automobilkomponenten und Automobile der S&P Dow Jones Best-in-Class (DJ BiC) Inzizes bestätigt

Neues SBTN Accelerator-Angebot hilft Unternehmen Biodiversität strategisch mitzudenken

Letzte Chance auf eine umfassende Förderung

With a little help of my friends…

Nicht in unserem Namen – Wirtschaft denkt weiter

  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • SUSTAYNR GmbH
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • circulee GmbH
  • 66 seconds for the future
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • NOW Partners Foundation
  • ZamWirken e.V.
  • Engagement Global gGmbH
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • Global Nature Fund (GNF)
  • TÜV SÜD Akademie
  • WWF Deutschland