evoBuild - Zirkulär gedacht. Für Visionen gemacht.

Ein Jahr Bundeskanzler Merz: Zunehmend schwache klima- und energiepolitische Bilanz der Bundesregierung

Elektrifizierung wird zur Schlüsselfrage für fossile Unabhängigkeit und Wettbewerbsfähigkeit

Am Mittwoch ist Bundeskanzler Friedrich Merz genau ein Jahr im Amt. Die bisherige klima- und energiepolitische Bilanz der Bundesregierung fällt aus Sicht der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch zunehmend schwach aus.
 
Der Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Elektrifizierung wird nach der Analyse von Germanwatch gebremst anstatt beschleunigt. © akrebs60, pixabay.comChristoph Bals, Politik-Vorstand von Germanwatch: „Zwar hat Bundeskanzler Friedrich Merz in Deutschland und der EU die Klimaziele sowie die Grundstruktur des Emissionshandels für Industrie und Energiewirtschaft auch gegen Druck aus den eigenen Reihen verteidigt. Aber bei wichtigen Teilen der Umsetzung der Klimaziele weist er die immer destruktivere Wirtschafts- und Energieministerin Reiche nicht in die Schranken. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Elektrifizierung wird gebremst anstatt beschleunigt. Dies schwächt die Wettbewerbsfähigkeit und regionale Wertschöpfung und erhöht zugleich die Krisenanfälligkeit. Das Klimaschutzprogramm setzt kaum Impulse für ein zukunftsfähiges Deutschland - und für die wenigen Impulse, die es setzt, ist die Finanzierung nicht gesichert."

Die derzeitige Öl- und Gaskrise muss aus Sicht von Germanwatch zum Weckruf für die Bundesregierung werden. Simon Wolf, Leiter des Bereichs Deutsche und Europäische Klimapolitik bei Germanwatch: „Die fossile Energiekrise beschleunigt den weltweiten Trend zu den Erneuerbaren Energien. Elektrifizierung wird zur Schlüsselfrage für Wettbewerbsfähigkeit und Unabhängigkeit. Deutschland droht hier endgültig gegenüber China und anderen Vorreitern ins Hintertreffen zu geraten, wenn die Bundesregierung sich weiterhin gegen wirtschaftliche Modernisierungstrends stemmt – etwa mit der Abschwächung der Flottengrenzwerte oder Scheinlösungen beim neuen Heizungsgesetz."

Stattdessen sollte die Bundesregierung die Abkehr von den fossilen Energien endlich als strategische Chance für den Standort Deutschland begreifen. „Die Senkung der Stromsteuer muss ganz oben auf der Agenda stehen, um die Menschen auf sinnvolle Weise zu entlasten und endlich einen Schlussstrich unter die steuerliche Bevorzugung von fossilen Energien zu setzen. Zudem sollte die Bundesregierung die Pläne der Europäischen Kommission für einen Aktionsplan Elektrifizierung unterstützen und Deutschlands industrielle Potenziale bei Elektrifizierung und grünen Technologien gezielt fördern, um hier auch Konjunkturimpulse zu setzen", so Wolf weiter.

Kontakt: Germanwatch e.V., Stefan Küper | kueper@germanwatch.org | www.germanwatch.org



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Die Natur lebt vom Kreislauf – und wir?

forum 04/2026

  • Kreislaufwirtschaft
  • Biodiversität
  • Bildung
  • Wasserweisheiten
  • Altöl im Kreislauf
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
23
NOV
2026
Energie- & Umweltgipfel 2026: Produzierende Industrie
Where Industrial Transformation Creates Competitive Advantage
10623 Berlin
23
NOV
2026
European Sustainability Week
Built on Trust. Driven by Insight. Focused on Impact. - Ticketrabatt für forum-Leser*innen
53639 Königswinter
Alle Veranstaltungen...
Energie- & Umweltgipfel 2026
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Sport & Freizeit, Reisen

Der Rummelplatz als Kulturgut
Christoph Quarchs Gedanken zur Volksfestzeit
Munich Climate Week 2026
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Alle sind aufgerufen, einen Atomkrieg zu verhindern

BN-Donauschifffahrt zeigt den Wert der frei fließenden Donau auf

Konkrete Gefahren für Betriebe

Ein Wochenende voller Musik, Kunst und Begegnung

11. Internationaler Bodentag zum Thema "Gesunder Boden: vom Acker zum Teller" am 18,/19. November 2026 in Neunburg v. Wald

EthioTrees ist das Leuchtturm-Projekt 2026

PLAN-B NET ZERO gewinnt zweiten PaaS-Kunden

Regenwald-Konferenz erhält den "Making a Difference" Award 2026 des Jane Goodall Instituts Deutschland

B.A.U.M. Insights
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • NOW Partners Foundation
  • WWF Deutschland
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Zendure DE GmbH
  • ZamWirken e.V.
  • Global Nature Fund (GNF)
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Engagement Global gGmbH
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • 66 seconds for the future
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • SUSTAYNR GmbH
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH