Lifestyle | Geld & Investment, 17.01.2026
Ethische Banken
Wie nachhaltig sind sie wirklich?
Die Zukunft muss grüner und besser werden: Diese Forderung wird in zahlreichen Branchen und Märkten laut. Schnelle und kurzlebige Produkte scheinen in der Gunst der Käufer und Nutzer zu sinken. Auch ethische Banken verfolgen den Ansatz, nachhaltige Finanzprodukte zu etablieren. Aber welche Standards kommen dabei eigentlich zum Einsatz und können sie überzeugen?
Banken mit nachhaltigen Leitmotiven existieren bereits seit den 1970er-Jahren. Ihren Boom erfuhren die alternativen Finanzinstitute jedoch erst Anfang der 2000er-Jahre. Das gestiegene Umweltbewusstsein und der Wunsch nach Transparenz, welche in der Gesellschaft immer mehr Form annahmen, führten zu den Neugründungen zahlreicher Vertreter. Hierzu zählen Banken wie GLS, EthikBank oder Triodos Bank.
Um sich von den klassischen Produkten anderer Banken abzuheben und Investments abseits von Kryptowährung oder Bausparvorhaben anzubieten, legen die ethischen Banken ihrer Arbeit besondere Standards und Kriterien zugrunde. Besonders im Fokus liegen dabei Anlagengeschäfte im sozialen und nachhaltigen Segment sowie Kreditgeschäfte. Zudem wird bei der Auswahl der Investitionsmöglichkeiten darauf geachtet, dass kontroverse Branchen ausgeklammert werden. Letztlich ist das gesamte Handeln auf eine bessere Gesellschaft und Zukunft ausgerichtet.

Gutes Versprechen oder gutes Handeln?
Ob Energiewende, Hilfeleistungen für soziale Projekte oder ökologisch bewusste Start-ups: Wohin die angelegten Gelder fließen, erfahren Kunden aufgrund einer sehr transparenten Haltung der ethischen Banken. Statt sich hinter Werbeversprechen zu verstecken, erhalten Kunden einen deutlich offeneren Einblick in die Arbeit der Banken. Dennoch gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Anbietern. Grund genug, dass sich die Verbraucherzentrale in einer Umfrage die aktuellen Banken in diesem Segment genauer angeschaut hat.
Hierbei wurden die bestehenden Richtlinien untersucht, denen die jeweiligen Banken folgen. Welche Anlageoptionen befinden sich im Portfolio? Welche Branchen sind involviert? Wie engmaschig ist das Raster der infrage kommenden Unternehmen gestrickt? Klarer Sieger in der Studie, die Ende 2025 durchgeführt wurde, ist die GLS Bank. Mit 98 Prozent führt sie die Liste der nachhaltigen und fairen Banken in Deutschland an. Auf Platz 2 folgt die Tomorrow Bank (91 Prozent), gefolgt von Platz 3 EthikBank (90 Prozent). Auf dem letzten Platz rangiert die Bayern LB, die lediglich mit 32 Prozent punkten konnte.

Alternativen für neutrale Investitionen
Von den insgesamt 17 Platzierungen liegen acht Banken über einem Gesamtergebnis von 50 Prozent. Ein solider Schnitt, der jedoch noch Luft nach oben lässt. Wer sich verunsichert fühlt, ob die Wahl einer nachhaltigen Bank zum gegenwärtigen Zeitpunkt neutral genug ist, kann auf branchenfreie Anlagealternativen wechseln. Beim FX Trading stehen beispielsweise zwar Währungen im Mittelpunkt, doch wird ausschließlich auf den Wert des Geldes spekuliert. Die reine Wertigkeit klammert dabei Branchen oder Verwendungszwecke aus, für die die internationalen Währungen später zum Einsatz kommen. Zudem binden sich Anleger nicht an eine Bank und halten ihre Finanzen bei sich.
Es ist wichtig, dass im Zuge neuer Entwicklungen und des gesellschaftlichen Wandels diverse Optionen und Alternativen präsent sind. Anleger müssen sich wohlfühlen und Vertrauen in den Finanzmarkt entwickeln. Mit ethischen Banken und nachhaltigen Finanzhäusern ist ein guter Weg gefunden, der für Veränderung sorgt. Dennoch sollten Interessenten immer wieder prüfen, ob das große Versprechen auch wirklich gehalten wird und keine leere Floskel ist. Ein gutes Gewissen ist niemals käuflich, sondern entsteht durch Überzeugung.
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