Omnibus am rechten Rand

EP schwächt mit zweifelhafter Mehrheit Menschenrechtsstandards

Anlässlich der Abstimmungen im Parlament zum Omnibus-I kritisiert BNW-Geschäftsführerin Prof. Dr. Katharina Reuter den gefundenen Kompromiss. Der Omnibus beschädigt die Investitionssicherheit der Unternehmen und die europäische Demokratie nachhaltig. Auch Vaude Geschäftsführerin Dr. Antje von Dewitz betont, Europa habe heute massiv an Glaubwürdigkeit verloren. 

© pixel2013, pixabay.com"Der Omnibus hat bereits jetzt für beispiellose Unsicherheit bei den Unternehmen gesorgt. Einmal in Fahrt gekommen, reißt er Menschenrechts- und Umweltstandards mit sich und beschädigt die europäische Demokratie. Was heute im Parlament beschlossen wurde, ist ein massiver Einschnitt bei Umweltschutz und Menschenrechten. Nachdem bereits ein Großteil der Unternehmen von Bord gegangen ist, sollen auch die Klimatransitionspläne in der CSDDD gestrichen werden. Der Verzicht auf eine EU-weite Regelung zur zivilrechtlichen Haftung vervollständigt den Flickenteppich. Rat und Kommission müssen der Abwärtsspirale aus Deregulierung und Demontage ein Ende setzen und stattdessen einen Omnibus verabschieden, der Unternehmen endlich Rechtssicherheit und Investitionschancen bietet, ohne Menschenrechte und das Klima aus den Augen zu verlieren."
Prof. Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin BNW

"Die heutige Entscheidung im Europaparlament ist ein totaler Rückschritt für Europa und für die Werte von Europa. Es bedeutet eine verpasste Chance für Menschenrechte, für Umweltschutz und für fairen Wettbewerb. Für nachhaltige Unternehmen ist es total klar, dass wir verbindliche Rahmenbedingungen brauchen. Sie geben Orientierung, sie schaffen verbindliche Rahmenbedingungen, sie machen ein faires Wettbewerbsfeld und schützen Menschen am Anfang der Lieferkette. Die jetzt vorgesehenen abgeschwächten Standards treffen nicht nur die Schwächsten am Anfang der Lieferketten, sondern auch die Unternehmen, die seit Jahren zeigen, dass nachhaltiges Wirtschaften möglich ist und auch wirtschaftlich Sinn macht. Europa hat heute massiv an Glaubwürdigkeit verloren. Es bleibt jetzt weiter an uns verantwortungsbewussten Unternehmen zu zeigen, dass nachhaltiges Wirtschaften, und damit meine ich eben implizit und explizit auch die Lieferketten, dass es nicht nur möglich ist, sondern dass es der Weg ist in eine innovative, zukunftsfähige Wirtschaft. Diese Entscheidung ist ein schlechter Weg für Europa. Wir müssen weiter dranbleiben."
Dr. Antje von Dewitz, Geschäftsführerin Vaude


Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V.
Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW) bringt die Stimme der progressiven Unternehmen direkt ins politische Berlin. Seit der Gründung 1992 setzt sich der BNW e.V. als unabhängiger Unternehmensverband für Umwelt-, Klimaschutz und soziale Nachhaltigkeitsaspekte ein. Mit seinen 700 Mitgliedsunternehmen steht der Verband für mehr als 200.000 Arbeitsplätze; Großunternehmen sowie Mittelstand sind in dem branchenübergreifenden Netzwerk genauso vertreten wie Cleantech-Startups und Social-Entrepreneurs. 

Kontakt: Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V., Joscha Frost | presse@bnw-bundesverband.de | www.bnw-bundesverband.de


Quelle: Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Zukunft braucht Frieden

forum 02/2026

  • Militär & Märkte
  • Grüner Wasserstoff
  • Moorschutz als Invest
  • ESG loves KI
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
20
MAI
2026
Bayerischer Batteriekongress 2026
Einblicke, Strategien, Innovationen
81671 München
21
MAI
2026
Munich Impact Night
Dieser Abend ist für alle, die die Zukunft noch nicht aufgegeben haben
81379 München
20
JUN
2026
Woche des Wasserstoffs 2026 (#WDW2026)
Wasserstoff verbindet
deutschlandweit
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Gesundheit & Wellness

Krankheit und Gesundheit
Christoph Quarch empfiehlt die Stärkung der Resilienz als Weg zur Reduzierung der Krankenstände
B.A.U.M. Insights
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Virgin Islands Climate Change Trust Fund launched at Global Sustainable Islands Summit in Gran Canaria, marking new era in climate finance innovation for islands

Kreislaufwirtschaft am Bau & Energie für die Zukunft

Gastfreundschaftslektionen aus Südtirol

Städte weltweit fordern eine Beschleunigung des Ausstiegs aus fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energien

Koalition von Ländern treibt beschleunigte Abkehr von fossilen Energien während Energiekrise voran

Deutsche Umwelthilfe widerlegt Mythos angeblich hoher Systemkosten Erneuerbarer Energien

Die Energiewende ist kein Kostenblock – sie ist ein Gewinnmodell für die Regionen

Aufbruch in Santa Marta

  • Global Nature Fund (GNF)
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • TÜV SÜD Akademie
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • 66 seconds for the future
  • Engagement Global gGmbH
  • SUSTAYNR GmbH
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • circulee GmbH
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • WWF Deutschland
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • ZamWirken e.V.
  • NOW Partners Foundation