66 seconds for the future - forum zeigt Zukunftsgestalter:innen und Nachhaltigkeitspionier:innen

Starke Städte – Gesunde Wirtschaft

Auftakt für neuen deutschlandweiten Stadt-Industrie-Dialog

Industrie und Kommunen haben erstmals einen strukturierten Prozess ins Leben gerufen, um Klimaneutralität und Wettbewerbsfähigkeit gemeinsam voranzubringen. Mit der heutigen Auftaktveranstaltung in Berlin ist der zweijährige Stadt-Industrie-Dialogprozess „Starke Städte. Gesunde Wirtschaft." gestartet. 

© ICLEI EuropeKlimaschutz wird hierbei als notwendige Investition in Arbeitsplätze, Lebensqualität und wirtschaftliche Stärke in Deutschland und Europa von Partnern und Teilnehmenden bestätigt. Einsicht in die Diskussionen bietet ein erstes Impulspapier, das zentrale Handlungsfelder und Lösungsansätze aufzeigt. 
Organisiert wurde der Auftakt von Climate-KIC, ICLEI Europe und dem World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) mit Unterstützung der BMW Foundation Herbert Quandt und einem breiten Netzwerk aus Partnern.

Der Klimawandel hat bereits heute spürbare wirtschaftliche Folgen: Extremwetter schädigt lokale Infrastrukturen erheblich. Die daraus resultierenden Schäden und Kosten belasten sowohl Kommunen als auch Unternehmen. Gleichzeitig sind Städte auch der Ort, an dem Unternehmen ihre Wertschöpfung erbringen. Ihre Resilienz und Funktionsfähigkeit sind daher ein entscheidender Faktor für Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftlichen Wohlstand. Doch die notwendigen Investitionen in Infrastruktur, Klimamaßnahmen und Innovation übersteigen die finanziellen Möglichkeiten vieler Kommunen und auch Unternehmen deutlich. 

In einer urbanen Welt gestalten Städte die Infrastruktur, die Menschen und Unternehmen brauchen. Sie sind damit treibende Kräfte für die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Ihre Investitionen in Infrastruktur sind ein zentraler Motor für die Transformation, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb ist es unverzichtbar, die Investitionskraft von Städten und öffentlichen Unternehmen zu sichern und zu stärken," erklärte Wolfgang Teubner, Direktor von ICLEI Europe. 

Die EU gibt ambitionierte Klimaziele vor und setzt auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft. Jedoch, nur wenn
beide Ziele zusammengedacht werden, kann Europa und auch Deutschland als zentraler Wirtschaftsmotor seine globale Rolle behaupten – und Städte und Unternehmen stehen im Zentrum dieser Aufgabe. 

Kirsten Dunlop, CEO von Climate-KIC betont: „Klimaneutralität und Wettbewerbsfähigkeit sind keine Gegensätze - im Gegenteil. Sie verstärken einander. Nachhaltigkeit wird zur führenden Triebkraft globaler Wettbewerbsfähigkeit, lokalen Wohlstands sowie wirtschaftlicher, politischer und sozialer Stabilität. Diese Transformation eröffnet enorme Chancen für deutsche Unternehmen, neue Märkte zu erschließen, und für Städte, ihre Lebensqualität und Attraktivität zu steigern.”
               
Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung standen die Kernthemen Gebäude und Bauen, Verkehr und Mobilität sowie Energie, Wärme und Kälte. Ergänzend wurden Finanzierung, Beschaffung, Standardisierung und Planungsverfahren diskutiert als die zentralen Hebel, um Klimaneutralität und Wettbewerbsfähigkeit praktisch umzusetzen. Dass der Prozess zum richtigen Zeitpunkt kommt, zeigt auch die Resonanz: Rund 80 Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Städten, Bund und Ländern nahmen teil.

„Das große Interesse seitens der Industrie zeigt deutlich, wie wichtig es ist, diesen Dialog jetzt zu führen. Mit dem Stadt-Industrie-Dialog schaffen wir einen Raum, in dem Vertrauen wachsen kann und gemeinsam zukunftsfähige Lösungen entwickelt werden – für eine innovative Wirtschaft und eine zukunftsfähige Gesellschaft," so Sabine Kuschel, VP Leadership & Challenges bei der BMW Foundation Herbert Quandt.

Boris Brkovic, Senior Manager beim World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) ergänzt: „Die Transformation zur Klimaneutralität entscheidet sich nicht in fernen Zukunftsszenarien, sondern in den konkreten Projekten, die wir heute gemeinsam anstoßen. Der Stadt-Industrie-Dialog zeigt, dass Industrie und Städte zusammenarbeiten und Verantwortung übernehmen wollen. Wir hoffen, diese Ansätze in den nächsten Monaten mit möglichst vielen Vertretern von Industrie und Kommunen in konkrete Ergebnisse zu übersetzen." 

Über ICLEI Europe 
ICLEI Europe ist ein globales Netzwerk von mehr als 2.500 lokalen und regionalen Regierungen, die sich für nachhaltige Stadtentwicklung einsetzen. Wir sind in 125 Ländern aktiv, beeinflussen die Nachhaltigkeitspolitik und fördern lokale Maßnahmen für eine emissionsarme, naturnahe, gerechte, widerstandsfähige und kreislauforientierte Entwicklung. ICLEI Europe bietet Mitgliedern in Europa, Nordafrika, dem Nahen Osten und Westasien eine Stimme auf europäischer und internationaler Ebene, eine Plattform für den Austausch mit Gleichgesinnten und Instrumente, um positive ökologische, wirtschaftliche und soziale Veränderungen voranzutreiben. ICLEI Europe arbeitet eng mit einem erweiterten Netzwerk lokaler und regionaler Regierungen und Partnern zu einem breiten Themenspektrum zusammen.

Kontakt: ICLEI Europe, Ludovica Longo | ludovica.longo@iclei.org | www.iclei.org



     
        
Cover des aktuellen Hefts

forum Nachhaltig Wirtschaften heißt jetzt forum future economy

forum 01/2026

  • Zukunft bauen
  • Frieden kultivieren
  • Moor rockt!
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
29
JAN
2026
VSME (Voluntary Sustainability Reporting Standard for SME)
Gerade jetzt so viel mehr als nur ein ESG-Bericht
Online
30
JAN
2026
Perspektive Wohnungsbau in Augsburg und Bayern
Impulse, Herausforderungen und Lösungswege
86159 Augsburg
10
FEB
2026
E-world energy & water
Der Branchentreffpunkt der europäischen Energiewirtschaft
45131 Essen
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Professionelle Klimabilanz, einfach selbst gemacht

Einfache Klimabilanzierung und glaubhafte Nachhaltigkeitskommunikation gemäß GHG-Protocol

Megatrends

Mut und Zuversicht im neuen Jahr
Christoph Quarch identifiziert Wohlwollen und Freundlichkeit als Voraussetzung für Beherztheit und Courage
B.A.U.M. Insights
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

CO2-Preis: Bundesregierung sollte zu Koalitionsvertrag stehen

BAUExpo 2026 vom 20. bis 22. Februar in Gießen

Halbzeit der UN-Dekade für Meeresschutz und nachhaltige Entwicklung

PFAS-Regulierung in Frankreich für bestimmte Produktgruppen seit Januar in Kraft

„Wer die Nordsee für die europäische Energieversorgung nutzen will, muss sie schützen“

Klimaschutz ohne hohe Kosten – Contracting macht’s möglich

Circular Design Summit 2026, 25. März in Stuttgart

Growth Alliance Networking Summit 2026 (GANS26)

  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Engagement Global gGmbH
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • WWF Deutschland
  • toom Baumarkt GmbH
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • TÜV SÜD Akademie
  • circulee GmbH
  • NOW Partners Foundation
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Global Nature Fund (GNF)