82 Leistungen. Ein Vertrag. Ein Preis. Transformation as a Service - Planungssicherheit statt Projekte

Biodiversität braucht Politikwechsel

25 Organisationen fordern faire Rahmenbedingungen für Landwirtschaft und Natur

Bündnis sendet vier Kernforderungen an die Politik - "Für eine resiliente Landwirtschaft und Lebensmittelbranche brauchen wir mehr als nur Blühstreifen am Feldrand!"

© selenee51, pixabay.comEin breites Bündnis aus Landwirtschaft, Lebensmittelindustrie, Naturschutz und Wissenschaft hat heute einen umfassenden „Call for Action" an politische Entscheidungsträger*innen auf EU-, Bundes- und Landesebene versandt. Darin fordern die Unterzeichnenden grundlegende Verbesserungen der Rahmenbedingungen für wirksamen Insekten- und Biodiversitätsschutz auf Landschaftsebene.

Kooperative Ansätze statt Einzelmaßnahmen
„Einzelne Blühstreifen reichen nicht aus, um das dramatische Insektensterben zu stoppen", erklärt Patrick Trötschler von der Bodensee-Stiftung, Koordinator des EU-LIFE-Projekts „Insektenfördernde Regionen". „Wir brauchen eine moderne Förderpolitik, die Naturschutzziele und Landwirtschaft besser verbindet. Wir empfehlen kooperative, landschaftsbezogene Förderprogramme, die alle Landnutzungsakteure einbinden."

Das Positionspapier wurde federführend von den Partnern des LIFE-Projekts erarbeitet – darunter die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall, der Global Nature Fund, das Netzwerk Blühende Landschaft und Nestlé Deutschland. Mittlerweile haben über 20 weitere Organisationen aus ganz Europa den Aufruf unterzeichnet, darunter der Deutsche Naturschutzring, Naturland und mehrere Landschaftspflegeverbände.

Für einen wirksamen und effizienten Schutz von Insekten und Biodiversität insgesamt ist eine hohe Dichte an punktuellen, linearen und flächigen Lebensraum- und Nahrungsangeboten und deren Verknüpfung sowohl in der Kulturlandschaft als auch im urbanen Raum nötig. Patrick Trötschler bringt es auf den Punkt: „Insektenvielfalt braucht mehr Fläche!"

Aus den Ergebnissen der fünfjährigen intensiven Projektarbeit in insgesamt sieben „Insektenfördernden Regionen" haben die Projektpartner einen Appell formuliert. 

Vier zentrale Forderungen an die Politik

  1. Stärkung kooperativer Förderprogramme: Die bestehenden LEADER-Strukturen sollen für eigenständige Biodiversitätsförderprogramme auf Landschaftsebene genutzt werden. Diese ermöglichen maßgeschneiderte regionale Lösungen unter Einbindung von Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Kommunen und weiteren Flächennutzenden.

  2. Reform der Agrarförderung: Die aktuellen Fördersätze für Agrarumweltmaßnahmen reichen nicht aus. Gefordert werden deutlich höhere Prämien für Ökosystemleistungen, die Kombination öffentlicher und privater Finanzierung sowie flexiblere Verpflichtungszeiträume mit unkomplizierten Ausstiegsmöglichkeiten.

  3. Verantwortung der Lebensmittelbranche: Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft sollen aktiv in Biodiversität investieren, faire Vergütungsmodelle für biodiversitätsfördernde Produktion schaffen und ihre Anforderungen branchenweit vereinheitlichen. Zudem wird Unterstützung beim Biodiversitätsmonitoring gefordert.

  4. Ausbau von Beratung und Ausbildung: Spezialisierte Biodiversitätsberatung und die Integration des Themas in die landwirtschaftliche Ausbildung sind entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung von Maßnahmen.
Gemeinsame Verantwortung für resiliente Kulturlandschaften
„Die Landwirtschaft kann den Biodiversitätsschutz nicht allein stemmen", betont das Bündnis. „Es braucht faire Rahmenbedingungen und eine gemeinsame Verantwortung von Politik, Lebensmittelbranche und Gesellschaft. Nur durch einen kooperativen Ansatz auf Landschaftsebene können wir resiliente und vielfältige Kulturlandschaften für die Zukunft sichern."

Das vollständige Positionspapier steht auf der Projektwebsite zum Download zur Verfügung.

Kontakt: Bodensee-Stiftung, Patrick Trötschler | patrick.troetschler@bodensee-stiftung.org | www.www.bodensee-stiftung.org



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Die Natur lebt vom Kreislauf – und wir?

forum 04/2026

  • Kreislaufwirtschaft
  • Biodiversität
  • Bildung
  • Wasserweisheiten
  • Altöl im Kreislauf
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
08
OKT
2026
forumESGready - Fortsetzung unserer beliebten Online-Events ab 8. Oktober
Transformation im Mittelstand: Aktuelle relevante Themen in drei Terminen
Online
20
OKT
2026
Personalmesse München powered by Zukunft Personal
Die Messe für Recruiting, Personalmanagement, BGM und Weiterbildung
80939 München
23
NOV
2026
European Sustainability Week
Built on Trust. Driven by Insight. Focused on Impact. - Ticketrabatt für forum-Leser*innen
53639 Königswinter
Alle Veranstaltungen...
Transformation für den Mittelstand. In vier Wochen wissen, was zu tun ist.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Megatrends

Erfolgreicher Kinostart von "The Odyssee" in USA
Der Philosoph und Mythologie-Experte Christoph Quarch analysiert, was uns der Anti-Held heute sagen kann
Lassen Sie sich begeistern von einem Buch, das Hoffnung macht.

Jetzt auf forum:

Es brennt! Doch kaum regnet es, ist alles vergessen …

Wie smarte Technologie Würde und Sicherheit im Alter sichert

LEEF wird fürs Nachhaltigkeitsmanagement ausgezeichnet

Konkrete Gefahren für Betriebe

Nachhaltigkeit beginnt mit gutem Design

Bereits über 70 Veranstaltungen für Munich Climate Week 2026 angekündigt

Bessere Verpackungen, weniger Müll

Regenwald-Konferenz erhält den "Making a Difference" Award 2026 des Jane Goodall Instituts Deutschland

B.A.U.M. Insights
  • Engagement Global gGmbH
  • SUSTAYNR GmbH
  • Zendure DE GmbH
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • ZamWirken e.V.
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • 66 seconds for the future
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • NOW Partners Foundation
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • WWF Deutschland
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)