Technik | Energie, 01.08.2025

Zukunftssichere Maßnahmen für die Energiewende

Neue Studie schlägt fünf zentrale Leitlinien für das Energiewendemonitoring vor

EPICO KlimaInnovation hat gemeinsam mit Aurora Energy Research eine neue Studie veröffentlicht, die zukunftssichere Maßnahmen für die Energiewende vorschlägt und fünf zentrale Leitlinien für das aktuell laufende „Energiewendemonitoring" des BMWE herausarbeitet. Das BMWE-Monitoring soll überprüfen, ob und wie Deutschland bei der Energiewende nachsteuern muss - beziehungsweise welche Hebel hierfür in Frage kämen.

Mit Blick auf den aktuellen Monitoring-Bericht des Bundeswirtschaftsministeriums soll überprüfen, ob und wie Deutschland bei der Energiewende nachsteuern muss beziehungsweise welche Hebel hierfür in Frage kämen. Unzweifelhaft ist der Handlungsdruck ist hoch – Kosten müssen gesenkt, Versorgungssicherheit gestärkt und Klimaziele verlässlich erreicht werden.

Die Studie identifiziert die entscheidenden Stellschrauben, analysiert Wechselwirkungen zwischen einzelnen Hebeln und benennt Maßnahmen, die sich in nahezu allen Szenarien lohnen („No-Regret-Maßnahmen") – etwa der ambitionierte Ausbau erneuerbarer Energien, Speicher und Flexibilität sowie ein gezielter, aber – gegenüber vorherigen Ankündigungen - reduzierter Neubau steuerbarer Kraftwerkskapazitäten.

Fünf zentrale Schlussfolgerungen stehen im Mittelpunkt:
  • Steigende Stromnachfrage?durch Elektrifizierung erfordert langfristig mehr Kapazität – trotz aktueller Rückgänge. In dem für die Studie zu Grunde gelegte Szenario rechnen wir für 2030 mit einem Anstieg auf 620 TWh

  • Ausbau der Erneuerbaren als No-Regret-Option: Weniger Erneuerbare senken zwar kurzfristig Systemkosten, führen aber zu höheren Strompreisen und gefährden die Dekarbonisierung. Um Kosten zu sparen, sollte man stattdessen in der kurzen Frist andere Hebel nutzen – etwa eine stärkere Priorisierung von Freiflächenanlagen gegenüber Dachanlagen. Langfristig gilt es die Erneuerbaren Ziele so zu setzen, dass Sie systemdienlich sind.

  • Mehr Speicher und Flexibilität: Eine Verdopplung der Batteriespeicherkapazität reduziert Großhandelspreisschwankungen um 20?% und kann Verbraucher:innen bis zu 21?% sparen helfen.

  • Effizientere Nutzung von Freiflächenanlagen: 20?% geringere Kapitalkosten und niedrigere Netzausbaukosten bis 2030 im Vergleich zu Dachanlagen.

  • Weniger neue Gaskraftwerke nötig: Bereits +10?GW an steuerbarer Gasleistung können in den für die Studie herangezogenen Szenarien die erwartete Versorgungslücke 2035 vollständig schließen – nur etwa die Hälfte des bisher im Koalitionsvertrag vorgesehenen Zubaus.
Die Analyse ergänzt aktuelle Veröffentlichungen von FOES, Agora und der Stiftung Klimaneutralität, geht jedoch einen Schritt weiter: Sie liefert einen umfassenden, faktenbasierten Blick entlang des Monitorings der Bundesregierung und zeigt, welche politischen Entscheidungen jetzt getroffen werden müssen, um die Energiewende wirtschaftlich tragfähig und zukunftssicher zu machen.

Kontakt: Energy and Climate Policy and Innovation Council e.V. | office@epico.org | epico.org



     
        
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