Garten-PV - Der Mini-Solarpark fürs Eigenheim

10-Punkte-Papier

Zivilgesellschaft fordert eine sozial-ökologische Wende in der Handelspolitik

Mehr als ein Dutzend zivilgesellschaftliche Organisationen fordern von der neuen Bundesregierung einen radikalen Kurswechsel in der Handelspolitik. Angesichts globaler Krisen und zunehmender geopolitischer Spannungen warnen sie davor, soziale, ökologische und menschenrechtliche Standards weiter auszuhöhlen. Statt Deregulierung fordern sie Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Transparenz.

Die Forderung nach Rohstoffgerechtigkeit umfasst auch die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards im Bergbau. © Michaelgaida, pixabay.comDie Organisationen kritisieren insbesondere:
  • die drohende Aufweichung des europäischen Lieferkettengesetzes,
  • den geplanten Abschluss klimaschädlicher Handelsabkommen wie das zwischen der EU und dem Mercosur
  • und den fortgesetzten Export von in der EU verbotenen Produkten in Länder mit niedrigeren Umwelt- und Verbraucherschutzstandards.
10 konkrete Forderungen legen sie der Bundesregierung vor – darunter der Stopp von Investor-Staat-Klagerechten, ein Ende der Überschussexporte in den Agrarmärkten sowie einen umfassenden Kapazitätsaufbau für Handelspartner im Globalen Süden. Die unterzeichnenden Organisationen fordern daneben ein Moratorium für neue Freihandelsabkommen, Nachverhandlungen bestehender Verträge und ein klares Bekenntnis zu internationalen Arbeits- und Umweltstandards. Auch eine stärkere Einbindung zivilgesellschaftlicher Akteure in die Handelspolitik sei unverzichtbar.

"Die Bundesregierung muss aufhören, Umwelt- und Arbeitsstandards auf dem Altar des Freihandels zu opfern”, kritisiert Thomas Fritz, Referent für Handels- und Investitionspolitik bei PowerShift. "Der Handelskrieg der USA ist keine Rechtfertigung, um die Errungenschaften des europäischen Green Deals einzukassieren.” 

„Die Bundesregierung darf sich nicht länger hinter geopolitischen Argumenten verstecken, um Konzerninteressen auf Kosten von Umwelt und Menschenrechten durchzusetzen", fordert Hanni Gramann, Handelsexpertin von Attac Deutschland.

„Nur eine Handelspolitik, die fair, ökologisch und demokratisch ist, wird den Herausforderungen unserer Zeit gerecht", mahnt Ludwig Essig, Koordinator des Netzwerks gerechter Welthandel und Referent für Handelspolitik für das Umweltinstitut München.

Kontakt: Forum Umwelt und Entwicklung | info@forumue.de | www.forumue.de



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Frau Reiche – es reicht!

forum 03/2026

  • Resilienz
  • Klimafinanzierung
  • Wald
  • Startups
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
11
SEP
2026
Den Demokratie-Muskel stärken – Zusammen für das Gemeinwohl!
Training mit Christian Felber & Roman Huber
38489 Beetzendorf
11
SEP
2026
Den Demokratie-Muskel stärken
Live-Online-Training in Echtzeit mit Grit Bümann, Roman Huber, Christian Felber
online
15
SEP
2026
Zukunft Personal Europe
Europas Leitmesse für die Welt der Arbeit
50679 Köln
Alle Veranstaltungen...
POWTECH TECHNOPHARM 2026
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Digitalisierung

Magnifica Humanitas - Über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz
Christoph Quarch begrüßt die Enzyklika von Papst Leo XIV. als wertvollen Debatten-Beitrag
Lassen Sie sich begeistern von einem Buch, das Hoffnung macht.
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Regen sammeln, wo er gebraucht wird

Klimarisiken für Energieanlagen

Ten Years of Impact

Start der Bewerbungsphase für den ESG Transparency Award 2026

Böden, Wasser, Waldbrand- und Lebensgefahr – forum zeigt Lösungen

Mehr Kreislaufwirtschaft im Textilsektor

In Kraft getretenes Vernichtungsverbot für Textilien und Schuhe

Neue Regeln für Textilbranche

  • TÜV SÜD Akademie
  • NOW Partners Foundation
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • WWF Deutschland
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Engagement Global gGmbH
  • SUSTAYNR GmbH
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • 66 seconds for the future
  • Global Nature Fund (GNF)
  • ZamWirken e.V.
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH