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Technik | Energie, 23.04.2025

Mehr Europa, mehr Wirkung

Neuer "Made in Europe"-Bonus als Signal für eine resiliente Energiewende in Österreich

Das Wirtschafts- und Energieministerium setzt 2025 ein klares Zeichen für europäische Wertschöpfung und eine wirksame Energiewende. Die große Neuerung: Erstmals wird ein "Made in Europe"-Bonus eingeführt, der Photovoltaik- und Stromspeicherprojekte mit bis zu 20 Prozent zusätzlich fördert – sofern diese auf europäische Komponenten setzen. Aus österreichischer Perspektive ist das Know-How im Bereich der für die Steuerung von PV-Modulen notwendigen Wechselrichter sowie Batteriespeicher hervorzuheben. Der Bonus tritt mit dem zweiten Fördercall am 23. Juni 2025 in Kraft und soll gezielt europäische Industrie stärken, Versorgungssicherheit erhöhen und unfairen globalen Wettbewerbsbedingungen begegnen.
 
Förderung im gesetzlich vorgesehenen Rahmen – Fokus auf Budgettreue, Systemwirksamkeit und Zukunftswirkung
© Andreas Troll; Pixabay.com
Die Förderung für Photovoltaik-, Wasserkraft-, Windkraft- und Biomasseanlagen wird 2025 im Umfang des gesetzlich vorgesehenen Mindestmaßes zur Verfügung gestellt. Damit reagiert das Ministerium auf die aktuelle Budgetlage ebenso wie auf sich verändernde Rahmenbedingungen – insbesondere im Bereich Photovoltaik – und setzt zugleich ein klares Signal für die zukünftige Ausrichtung der Förderpolitik: Ziel ist es, öffentliche Mittel gezielter dort einzusetzen, wo sie einen spürbaren Beitrag zur Energiewende leisten. Im Zentrum steht künftig stärker die Wirksamkeit der Maßnahmen – mit Fokus auf Systemdienlichkeit, Effizienz und netzdienliche Technologien. Am 23. April 2025 öffnet der erste Fördercall.

2025: Speicher und Revitalisierung im Fokus
70 Millionen Euro stehen durch die EAG-Investitionszuschüsseverordnung-Strom 2025 aus Mitteln des Wirtschafts- und Energieministeriums über die OeMAG für Investitionszuschüsse zur Verfügung. Neben PV und Speicher werden insbesondere Kleinwasserkraftwerke zur Revitalisierung gefördert – Effizienzsteigerungen und ökologische Verbesserungen inklusive. Auch kleinere Wind- und Biomasseanlagen sind Teil des Förderpakets. Die Zuschüsse werden als Fixbeträge pro installierter Leistung vergeben - für Unternehmen als auch für Privatpersonen.

Förderschwerpunkte 2025 im Überblick:
  • Photovoltaik-Anlagen und Stromspeicher: 60 Millionen Euro
  • Wasserkraftanlagen (bis 2 MW): 5 Millionen Euro
  • Windkraftanlagen (bis 1 MW): 1 Million Euro
  • Biomasseanlagen (bis 50 kW): 4 Millionen Euro
Ausblick: EAG-Novelle bringt Effizienz und Wirkung
Die große Weiterentwicklung folgt mit der EAG-Novelle im 4. Quartal 2025. Im Zentrum steht, was wirkt – und was den Energiezielen wirklich dient, u.a.:
  • Systemdienlichkeit: PV-Förderung künftig nur noch in Kombination mit Speichern
  • Effizienter Mitteleinsatz: Contracts for Difference statt starrer Prämienmodelle
  • Keine Förderung bei negativen Marktpreisen
  • Stärkerer Fokus auf hybride Kraftwerksmodelle (Wind-PV-Speicher)
  • Entbürokratisierung und Entfernung wenig genutzter Instrumente

Wirtschafts- und Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer:
"Mit den Investitionszuschüssen in die Produktion erneuerbaren Stroms stärken wir gezielt den Standort und treiben die Energiewende entschlossen voran – mit wirtschaftlicher Vernunft, technologischem Know-how und europäischer Zusammenarbeit. Ein zentrales Element dabei ist der 'Made in Europe'-Bonus: Er steht für regionale Wertschöpfung und ein klares Bekenntnis zum europäischen Industriestandort. Ergänzt wird dieser Kurs durch die Stärkung von Wasserkraft, den gezielten Ausbau von Stromspeichern und Photovoltaik. So investieren wir nicht nur in erneuerbare Energie – sondern in eine unabhängige, stabile und leistbare Energiezukunft."

Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner:
"Die Energiewende ist wie ein großes Mosaik - Stein für Stein entsteht das Bild einer nachhaltigen Zukunft, aber nur, wenn wir beharrlich weiterbauen und die richtigen Maßnahmen setzen. Mit dem neuen 'Made in Europe'-Bonus stärken wir unsere europäische Industrie und unsere Resilienz. Gleichzeitig ist klar: Wir müssen öffentliche Mittel gezielter und wirksamer einsetzen. Deshalb richten wir die Förderpolitik Schritt für Schritt stärker auf Systemdienlichkeit und Effizienz aus – damit jede geförderte Kilowattstunde auch einen echten Beitrag zur Energiewende leistet."

Kontakt: Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus, Wien, Andrea Gesierich | andrea.gesierich@bmwet.gv.at | www.bmwet.gv.at



     
        
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