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Wie sieht Sport im Jahr 2100 aus?

Fünf Student*innen stellen visionäre Konzepte für den Sport der Zukunft vor

Die Welt des Sports steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Klimawandel, technologische Innovationen und neue gesellschaftliche Bedürfnisse fordern ein Umdenken – und bieten Chancen. Genau diese Zukunftsfragen standen im Mittelpunkt eines Projekts von Studierenden des Studiengangs Technisches Design an der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI). Im Rahmen ihres dritten Semesters entwickelten die Studierenden visionäre Konzepte für den Sport der Zukunft unter dem Motto „Sport in 2100: What if...".

Die fünf Student*innen präsentierten ihre nachhaltigen Sport-Innovationen auf der ISPO. © Anna RodewaldKlimawandel und Outdoorsport: Ein Blick in die Zukunft
Die zentrale Frage des Projekts lautete: Wie wird der Klimawandel die Möglichkeiten für Outdoorsportarten verändern? Extremere Wetterbedingungen, Hitze, veränderte Landschaften und Ressourcenknappheit werden den Sport von Grund auf beeinflussen. Ob Marathonläufe in urbanen Hitzeblasen oder Outdoor-Aktivitäten, die an schwindenden Gletscherlandschaften scheitern – die Herausforderungen sind vielfältig.

Mit diesen Szenarien im Kopf entwickelten die Studierenden innovative Lösungen, die sich auf nachhaltige Technologien, ressourcenschonende Materialien und neue Formen des sportlichen Erlebens konzentrierten.
 

Innovative Lösungen und 3D-Modelle

X-Skal – Nachhaltiges und funktionales Paddel (Maria Reichelt)
Das X-Skal vereint Effizienz, Nachhaltigkeit und Benutzerfreundlichkeit in einem neu gestalteten Sportprodukt für Kanu- und Kajaksport.
  • Design: Ergonomische Griffe und ein organischer Schaft verbessern Halt und Kraftverteilung.
  • Materialien: Flachs-Chitosan-Verbund und Naturkautschuk aus Löwenzahn sorgen für Leichtigkeit und Festigkeit.
  • Funktion: Modularer Aufbau ermöglicht einfache Reparaturen, während eine PE-X-Beschichtung Mikroplastik filtert.
Das innovative Paddel zeigt, wie nachhaltiges Design sportliche Leistung und Umweltschutz kombiniert.

LEVITATE LIGHTLY – Das Hoverboard der Zukunft (Kilian Holland)
Mit dem Hoverboard „Levitate Lightly" wird Fortbewegung nicht nur futuristisch, sondern auch nachhaltig:
  • Technologie: Magnetbasierter Antrieb mit minimalem Energiebedarf, ermöglicht durch künftige Raumtemperatur-Supraleiter.
  • Infrastruktur: Straßen und Skateparks mit elektromagnetischen Feldern ersetzen klassische Wege.
  • Bedienung: Sensoren steuern das Board durch Gewichtsverlagerung.
Dieses Konzept macht nachhaltige Mobilität erlebbar und revolutioniert den städtischen Transport.

ReLamp – Nachhaltige Stirnlampe (Jakob Schneider)
Die Stirnlampe „ReLamp" überzeugt durch langlebiges Design und multifunktionale Anwendung:
  • Material: Gehäuse aus Edelstahlblech mit Korkdichtungen für Spritzwasserschutz.
  • Flexibilität: Klickverschluss erlaubt den Einsatz als Stirn- oder Fahrradlampe.
  • Nachhaltigkeit: Modularer Aufbau vereinfacht Reparaturen und verlängert die Produktlebensdauer.
ReLamp reduziert durch ihre Vielseitigkeit die Umweltbelastung und bleibt gleichzeitig benutzerfreundlich.

Mix & Match – Nachhaltige Sportschuhe (Annemarie Bauer)
Das „Mix & Match"-Konzept bietet eine clevere Lösung für Sportschuhenthusiasten:
  • Innovation: Überziehschuhe mit austauschbaren Clip-ons für verschiedene Sportarten.
  • Materialien: Nachhaltiges 3D-gedrucktes Filament passt sich individuell an Alltagsschuhe an.
  • Umweltschutz: Ein langlebiger Ansatz, der Ressourcen schont und den Kauf neuer Schuhe überflüssig macht.
 „Mix & Match" steht für Vielseitigkeit, Nachhaltigkeit und individuelle Anpassung.

Rent4Reefs – Taucherbrillen für den Umweltschutz (Benjamin Kolb)
Mit „Rent4Reefs" verbindet sich Taucherlebnis und Umweltschutz:
  • Konzept: Vermietung von nachhaltigen Taucherbrillen aus biologisch abbaubaren Materialien über touristische Infrastrukturen.
  • Zusatznutzen: Verlorene Produkte dienen als künstliche Korallenriffe, um neue Lebensräume zu schaffen.
  • Ziel: Finanzierung von Wiederaufforstungsprojekten durch Kooperationen mit Umweltorganisationen.
 „Rent4Reefs" zeigt, wie Tourismus aktiv zum Schutz der Meere beitragen kann.
 

Inspirierende Visionen für den Sport der Zukunft

Diese innovativen Projekte der THI-Studierenden zeigen, dass nachhaltige Lösungen und sportliche Funktionalität perfekt harmonieren können. Mit zukunftsweisenden Materialien, cleveren Designs und nachhaltigen Konzepten gestalten sie eine Welt, in der Sport und Umweltschutz Hand in Hand gehen.

Präsentation auf der ISPO: Bühne für die Zukunft
 Die ISPO ist die weltweit größte Plattform für Sportbusiness und Innovation. © Anna RodewaldDie Ergebnisse des Projekts fanden ihren Höhepunkt in einer Präsentation auf der "Green Stage” der Messe ISPO, der weltweit größten Plattform für Sportbusiness und Innovation. Hier hatten die Studierenden die Möglichkeit, ihre Modelle einem internationalen Publikum vorzustellen. Die Präsentation stieß auf großes Interesse, da sie nicht nur visionäre Szenarien bot, sondern auch die dringenden Fragen nach nachhaltigen Lösungen in der Sportbranche adressierte.

Studiengangsleiter Prof. Tom Siegel zeigte sich beeindruckt von der Kombination aus Kreativität, wissenschaftlicher Fundierung und modernster Designtechnologie. „Es ist inspirierend zu sehen, wie die nächste Generation von Designerinnen und Designern den Sport von morgen denkt – und das mit einer klaren Botschaft für Nachhaltigkeit", kommentierte er die Arbeiten seiner Studierenden.

Nachhaltige Visionen als Wegweiser
Das Projekt der THI-Studierenden zeigt, wie die Sportbranche auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts reagieren kann. Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit und einen mutigen Blick in die Zukunft entstehen Lösungen, die sowohl technische Innovation als auch ökologische Verantwortung vereinen.

Für die Sportbranche bleibt der Klimawandel eine der größten Herausforderungen – und zugleich eine Chance, neue Wege zu gehen. Projekte wie dieses geben nicht nur Impulse, sondern auch Hoffnung, dass Sport in einer sich verändernden Welt weiterhin eine wichtige Rolle spielen kann: als verbindendes Element, als Motivation zur Bewegung und als Beispiel für nachhaltiges Handeln.

Die Visionen der THI-Studierenden beweisen: Die Zukunft des Sports kann nachhaltig und innovativ sein – wenn wir bereit sind, die richtigen Fragen zu stellen.

Kontakt: Technische Hochschule Ingolstadt, Prof. Tom Siegel | Thomas.Siegel@thi.de | www.thi.de



     
        
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