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Workation nachhaltig gestalten – so geht’s

Die Kombination aus Remote-Arbeit und Urlaub wird immer beliebter

Immer mehr Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern die Möglichkeit einer Workation an. Es handelt sich dabei um eine Kombination aus Remote-Arbeit und Urlaub, was eine attraktive Alternative zum gewohnten Homeoffice sein kann. Dank der neuen digitalen Technologien bleibt die Produktivität durchgehend hoch, während Mitarbeiter sich nach der Arbeit am Urlaubsort noch besser entspannen können.

© Standsome Worklifestyle, unsplash.comDoch dieser Trend stellt auch eine zunehmende Belastung der Umwelt dar, ob bei den Flügen oder beim Aufenthalt im Hotel. Mit den folgenden Tipps gelingt es Ihnen dennoch, Ihre Workation möglichst nachhaltig zu gestalten.

Reiseziele in der unmittelbaren Umgebung wählen

Es gibt unzählige attraktive Reiseziele im Herzen Europas, die sich alle ganz hervorragend für eine Workation eignen. Ob Deutschland, Österreich oder Dänemark – je kürzer die Anreise, desto kleiner ist der CO?-Fußabdruck. Wer es hingegen etwas sonniger und wärmer mag, wählt Italien oder Griechenland anstelle von Thailand oder Bali.

Das hat auch gleich einen weiteren positiven Effekt: Man unterstützt den lokalen Tourismus. Es muss also nicht immer in weit entfernte Länder gehen, schließlich hat Europa ebenfalls fast alles zu bieten. Darüber hinaus bleibt einem eine lange und stressige Anreise erspart, was ebenso zu mehr Produktivität und Entspannung beitragen kann.

Möglichst lange an einem Workation-Ort bleiben

Einige Menschen nutzen ihre Workation dazu, möglichst viele Länder in kurzer Zeit zu besuchen. Doch jeder Ortswechsel geht wiederum mit einem erhöhten CO?-Ausstoß einher. Das gilt prinzipiell für alle Transportmethoden, ob Auto, Bus, Bahn oder Flugzeug. Deswegen ist es aus Umweltsicht empfehlenswert, möglichst lange an einem Ort zu bleiben.

Sogar außerhalb Europas gibt es für gewöhnlich mehrmonatige Visa, die problemlos einen langen Aufenthalt ermöglichen. Durch die bewusste Entschleunigung hat man zudem mehr Zeit, die Menschen und die lokale Kultur noch besser kennenzulernen. Eine Workation wird dadurch zu einem fast schon unvergesslichen Erlebnis.

Beim Transport auf einen CO?-Ausgleich setzen

Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Punkt für viele Unternehmen auf der ganzen Welt. Speziell Flug- und Bahngesellschaften sind sich dieser Thematik bewusst und bieten jedem Kunden einen CO?-Ausgleich an. Die Kosten dafür werden auf den Ticketpreis aufgeschlagen, im Gegenzug investiert die Fluggesellschaft dann beispielsweise in Klimaschutzprojekte.

Den etwas höheren Ticketpreis kann man jedoch mithilfe eines VPN wieder etwas senken. Fluggesellschaften und Reiseportale sehen anhand einer IP-Adresse, woher ein Website-Besucher stammt und passen den Preis flexibel an. Besucher aus Deutschland zahlen dann aufgrund ihrer höheren Kaufkraft ein wenig mehr als Besucher aus anderen Regionen.

Mit einem VPN zum Buchen von Flügen lässt sich aber die eigene IP-Adresse verbergen und stattdessen die IP-Adresse eines beliebigen VPN-Servers im Ausland nutzen. Eine Verbindung ist dabei innerhalb von Sekunden aufgebaut. Anschließend kann man die Ticketpreise zwischen verschiedenen Ländern vergleichen, ohne selbst den Ort wechseln zu müssen.

Nachhaltige Hotels und Unterkünfte buchen

Umweltschutz nimmt auch bei vielen Hotels mittlerweile einen höheren Stellenwert als noch vor einigen Jahren ein. Denn ein Aufenthalt kann sehr viel Abfall erzeugen und Energie verbrauchen. Das sieht man zunächst an den vielen Einwegartikeln, die leider immer noch sehr weit verbreitet sind. Hinzu kommt tägliches Waschen von Handtüchern und Bettbezügen.

Nachhaltige Hotels verzichten jedoch zunehmend auf diese Formen der Verschwendung. Anstelle von kleinen Plastikflaschen gibt es nachfüllbare Behälter für Seife und Shampoo. Handtücher werden hingegen nur auf Wunsch oder bei Bedarf gewaschen. Das leistet auf lange Sicht einen großen Beitrag zum Umweltschutz.

Einige Hotels gehen aber sogar einen Schritt weiter und setzen bewusst auf eine nachhaltige Stromversorgung und einen in sich geschlossenen Abfallkreislauf. Das minimiert nicht nur den Abfall, sondern trägt auch zu einem hohen Recyclinganteil bei. In einem solchen Hotel muss man selbst bei einer langen Workation kein schlechtes Gewissen haben.

Selbst einen Beitrag zum Umweltschutz leisten

Außerhalb eines nachhaltigen Hotels muss jeder selbst zum Umweltschutz beitragen. Hier gilt: clever einkaufen, Vorräte richtig abschätzen und auf Einwegartikel verzichten. So sind beispielsweise kleine Shampooflaschen nicht nur teurer, sondern belasten auch die Umwelt. Gleiches gilt für Plastikbesteck, das in vielen Ländern zu jeder Essenslieferung gehört.

Viel besser ist es, auf lokalen Märkten frische Zutaten zu kaufen und dann selbst bedarfsgerecht zu verarbeiten. Das reduziert nicht nur den Plastikabfall, sondern fördert zudem die kleinen lokalen Händler vor Ort. Für Restaurantbesuche bleibt bei einer langen Workation ohnehin ausreichend Zeit – man verpasst also nichts.

Zuletzt ist Energiesparen ein zunehmend wichtiges Thema. Hotels übernehmen für gewöhnlich alle Strom- und Wasserkosten, doch das führt schnell zu einem verschwenderischen Verhalten. Deshalb ist es wichtig, energieintensive Geräte wie Klimaanlagen sparsam zu nutzen, Duschen kurz zu halten und unnötige Beleuchtung auszuschalten.


     
        
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