Die OutDoor by ISPO in München zeigt den Weg

Messen als Richtschnur für Nachhaltigkeit

Die Eventbranche hat erkannt, dass in vielen Branchen und Industrien Nachhaltigkeit zum absoluten Leitstern wird. Die Messe München möchte hier als Trendsetter vorangehen. Auf der ISPO Munich und der OutDoor by ISPO setzt sie in diesem Jahr klare Zeichen und bietet dafür unter anderem auch einen eigenen Sustainability Hub.

© OutDoor by ISPO
Die OutDoor by ISPO bringt nicht nur Outdoor-Produkte und Innovationen an einem Ort zusammen, sondern ist auch Plattform für den Austausch von Ideen und der gemeinsamen Lösungsfindung für eine nachhaltige Industrie. Innerhalb der Messe ist der Sustainability Hub zentraler Anlaufpunkt für alle, die sich aktiv mit innovativen Ansätzen und nachhaltigen Lösungen zur Gestaltung einer lukrativen und umweltfreundlicheren Zukunft beschäftigen. VAUDE, bekannt als innovatives und konsequent nachhaltiges Unternehmen, unterstützt den Sustainability Hub schon zum zweiten Mal als Partner. Ausgewählte Aussteller zeigen hier in Form von Materialien, Initiativen und Produkten, wie Ressourcen und Umwelt nachhaltig geschont werden können. Ein umfangreiches Konferenzprogramm bietet zusätzliche, wichtige Hintergrundinformationen.

Sustainability – ein Schwerpunkt auf der OutDoor by ISPO
Gerade für Outdoor-Liebhaber sind eine intakte Natur und Umwelt ein großes Anliegen. Und so ist es kein Wunder, dass der Sustainability Hub ein wahrer Magnet auf der Messe ist. Alle Plätze im Vortragsbereich sind vollständig belegt, sogar auf dem Boden wird Platz genommen und in den hinteren Reihen drängen sich die Teilnehmer. Sie warten in diesem Moment gespannt auf Antworten zum Thema PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen), deren wasser-, öl- und schmutzabweisende Eigenschaften bei gleichzeitiger chemischer und thermischer Stabilität und Beständigkeit gegenüber UV-Licht und Verwitterung natürlich im Outdoor-Bereich gefragt sind. Auf der Bühne moderiert Cira Riedel von GreenroomVoice dazu eine Panel-Diskussion. Der renommierte Chemiker Stefan Posner plädiert für einen weltweiten Bann dieser „Ewig-Chemikalie", die im Verdacht steht, krebserregend zu sein, und vor allem das Trinkwasser massiv belastet. Aiko Bode, Chief Sustainability Officer bei Fenix Outdoor, und Martin Axelhed, CEO von Fjällräven, erklären als Talkgäste, wie sie den phase-out dieser Chemikalie schon seit einem Jahrzehnt in Angriff nehmen. Ihre ehrlichen Ausführungen zeigen die Komplexität und Problematik des Themas. Wege aus den Wirrungen und echte Lösungen zu finden ist oftmals damit verbunden, zuerst die unangenehmen Wahrheiten zuzulassen. Doch gerade sie tragen den Keim für eine Chance: die Chance auf bessere Lösungen. Und diese werden im Sustainability Hub präsentiert.
 
„ESG-Prinzipien (ESG zu deutsch: Umwelt, Soziales, Unternehmens­führung) adressieren die Hauptprobleme, mit denen Unternehmen und die Gesellschaft konfrontiert sind: Klimawandel, Menschenrechte und die Einhaltung von Gesetzen."
Cira Riedel, GreenroomVoice

Chancen für gemeinsame Lösungen
Die Idee für diese kuratierte Fläche ist es, Marken, Zulieferer, NGOs und wichtige Organisationen im Hub zusammenzubringen, Fragen zu diskutieren und zukunftsfähige Konzepte vorzustellen. Besonders beliebt sind die täglichen Touren, bei denen Anna Rodewald von GreenroomVoice die Zusammenhänge und Synergien von Ideen und Akteuren aufzeigt. Bis zu 80 Personen pro Tour lauschen über Kopfhörer dem gründlich recherchierten Inhalt mit der Essenz: Nachhaltigkeit lässt sich nur gemeinsam schaffen, denn keiner kann die Herausforderungen alleine lösen. Egal ob Recyclingsysteme oder -materialien: Gute Zusammenarbeit und Offenheit sind Grundvoraussetzung für den Erfolg der ganzen Outdoor-Branche. Dessen sind sich die ausstellenden Teilnehmer des Sustainability Hubs bewusst. Die ISPO hat dieses Format deshalb von Anfang an unterstützt und organisch wachsen lassen.

Alexandra Denker, Category Manager Sustainability & Snowsports, ist begeistert vom Zuspruch der Aussteller und Besucher: „Dieses Konzept hat Erfolg. Jetzt ist es nicht mehr die erste Reihe am Gang, die von den Marken bevorzugt gebucht wird, sondern die größtmögliche Nähe zum Sustainability Hub."

„Wir spezialisieren uns immer auf Fokusthemen", erklärt Anna Rodewald das Erfolgsrezept des Hubs. „Als zum Beispiel die Daune im Brennpunkt stand, haben wir eine Ausstellung zum Thema organisiert. Danach haben wir uns die Wolle vorgenommen und auch hier Standards und Produktionsmethoden auf den Prüfstand gestellt. Weitere Themen waren Kreislaufwirtschaft und Bio-basierte, biologisch abbaubare Materialien. In diesem Jahr geht es um ESG-Kriterien, denn Environmental, Social und Governance-Themen werden uns die nächsten Jahre begleiten", erklärt die Nachhaltigkeitsexpertin.

Transparenz in der Lieferkette der Branche
Ein gutes Beispiel aus dem Sustainabability Hub zum Thema Transparenz ist der Aussteller Equip. Mit „Material Facts" wird eine Methodik präsentiert, die wichtige Nachhaltigkeitskriterien eines Produkts offen und transparent darstellt. Sie zeigt, wo, wie und aus welchen Materialien Produkte hergestellt sind. Damit können Verbraucher informierte Entscheidungen treffen. Equip ermutigt auch andere Akteure zur Teilnahme, um die Daten auf transparente Weise zu teilen. Rückverfolgbarkeit und Transparenz bieten auch Anbieter wie Traceability Tools, Retraced, Carbonfacts und Carbon Trust.

Icebug zeigt auf der OutDoor by ISPO, wie sie mit dem Greening Cash Action Guide auf den Finanzsektor positiven Einfluss nehmen wollen. „Unternehmen haben ein beträchtliches Potenzial, den Finanzsektor positiv zu beeinflussen. Mit den Maßnahmen des Leitfadens tragen wir zu einer besseren Klimapraxis bei Banken bei", sagt Icebug-CFO James Varkey. Zahlreiche Sprecher im facettenreichen Bühnenprogramm auf der „Green Stage" sorgen für einen lebhaften Austausch und vor allem dafür, dass neben sozialen Aspekten auch die Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit von Produkten und Materialien in der Outdoor-Branche vorangetrieben werden.

Doch die Messe hat noch mehr Asse im Ärmel: „Im Material Lab zeigen und diskutieren wir Potenzial, aktuelle Herausforderungen und Best-Practices für zirkuläre Materialien wie Walnussschalen, Ananasblätter, Hanffasern, Holzspäne und Sonnenblumen. Wir zeigen den Weg vom Rohmaterial über die Zwischenstufen in der Produktion bis zum fertigen Sport- und Outdoor-Produkt", begeistert sich Alexandra Denker.

Und am Abend bietet die ISPO gemeinsam mit NOW Partners und forum Nachhaltig Wirtschaften ein exklusives CEO Dinner zu „Regenerative Value Creation". Dabei treffen Entscheidungsträger aus unterschiedlichsten Branchen zusammen, um gemeinsam über Lösungen für eine regenerative Wertschöpfung zu diskutieren und neue, auch branchenübergreifende Kooperationen dafür zu schmieden. 

Kontakt: Messe München GmbH | www.ispo.com/en/outdoor


Dieser Artikel ist in forum 03/2024 - Positiver Wandel der Wirtschaft? – So kann's gehen erschienen.



     
        
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