Reformvorschläge für eine nachhaltige Milchwirtschaft

Für kostendeckende Preise, mehr Tierwohl und bessere Umweltverträglichkeit

Bemühungen die Tierhaltung in der Landwirtschaft auf einen nachhaltigeren Kurs zu bringen, liefen mit dem Scheitern der Arbeit der Borchert-Kommission kürzlich erneut ins Leere. Nach vier Jahren legte die Kommission aufgrund mangelnder politischer Umsetzung der Empfehlungen der Expert*innen ihre Arbeit nieder. Dabei ist ein Kurswechsel dringend erforderlich, damit eine Entwicklung hin zu mehr Tierwohl, faireren Preisen für Erzeuger*innen und besserer Umweltverträglichkeit beginnen kann. 

© Ehrecke, pixabay.comAls größter Produzent innerhalb der EU, steht Deutschland im Milchsektor besonders in der Verantwortung, denn die Milchwirtschaft ist Mitverursacher zahlreicher schädlicher Umweltfolgen, wie Treibhausgasemissionen, Versauerung von Böden und Eutrophierung von Gewässern. Für die Nachhaltigkeitstransformation der Milcherzeugung gibt es bislang jedoch noch keine konkrete Planung. Das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft hat in der Studie "Maßnahmen und Instrumente zur Förderung einer nachhaltigen Milcherzeugung" für Greenpeace acht verschiedene mögliche Instrumente analysiert und hinsichtlich ihrer Wirkung auf Umwelt, Klima, Tierwohl, soziale Aspekt und Umsetzungsaufwand bewertet. 

Dr. Beate Richter, Hauptautorin der Studie, erklärt: "Es braucht klare politische Anreize, damit die Milcherzeugung nachhaltiger wird. Am sinnvollsten ist ein Instrumentenmix, der verschiedene Nachhaltigkeitsdimensionen adressiert und gleichzeitig eine soziale Flankierung sicherstellt. Dabei gibt es eine Vielzahl an Handlungsoptionen. Nach unserer Einschätzung sind marktliche Instrumente wie eine Futtermittelabgabe und eine Stickstoffüberschussabgabe besonders wirksam für Umwelt und Klima, ordnungsrechtliche Ansätze wie eine Reform der Nutztierhaltungsverordnung besonders wirksam für mehr Tierwohl. Und die konsequente Anwendung von geltendem Recht, wie dem Dumping-Verbot oder der Vertragspflicht für Milchlieferungen sorgt für eine höhere soziale Verträglichkeit der Nachhaltigkeitstransformation für Erzeuger*innen." 

Carolin Schenuit, geschäftsführende Vorständin des FÖS, betont: "Es liegen reichlich konkrete Vorschläge mit Hand und Fuß auf dem Tisch. Unsere Analyse zeigt, dass es verschiedene Instrumente gibt, die auf mehreren Ebenen wirksam werden können und sich gut ergänzen. Es liegt nun an Minister Özdemir, diese Erkenntnisse in konkrete Politik umzusetzen." 

Kontakt: Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) e.V., Beate Richter | beate.richter@foes.de | www.foes.de



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Zukunft braucht Frieden

forum 02/2026

  • Militär & Märkte
  • Grüner Wasserstoff
  • Moorschutz als Invest
  • ESG loves KI
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
10
JUN
2026
Climate Transformation Summit (#CTS2026)
Making Scope 3 Action Our Business - Ticketrabatt für forum-Leser*innen!
12053 Berlin
16
JUN
2026
BootCamp Impact Business Design
Zertifizierter Impact Business Design Master
Hamburg
20
JUN
2026
Woche des Wasserstoffs 2026 (#WDW2026)
Wasserstoff verbindet
deutschlandweit
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Pioniere & Visionen

Innovation und Kreativität brauchen Spielräume
Christoph Quarchs Gedanken zum Frühlingserwachen
Lassen Sie sich begeistern von einem Buch, das Hoffnung macht.
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Neue FMP-Online-Seminarreihe: KI Speed-Dating

Faire Arbeit in der Lieferkette

Bienen, Biodiversität und das BIP

Artenvielfalt ist die Lebensversicherung unserer Ernährungssicherheit

Klimaforschung in München für Biodiversität und gesündere Stadtplanung

Summend in die Zukunft

Weltbienentag – Machen Sie mit!

Weniger Stress, mehr Strahlen

  • SUSTAYNR GmbH
  • Engagement Global gGmbH
  • TÜV SÜD Akademie
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • WWF Deutschland
  • circulee GmbH
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • 66 seconds for the future
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • NOW Partners Foundation
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Global Nature Fund (GNF)
  • ZamWirken e.V.
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften