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VinylPlus 2030: Kurs Klimaneutralität

Nachhaltigkeits-Innovationen für die gesamte PVC-Wertschöpfungskette

Im Rahmen des europäischen Green Deal hat sich die EU zum Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu sein und in einem Zwischenschritt bis 2030 die Treibhausgasemissionen um mindestens 55 Prozent zu reduzieren. Angestrebt wird ein von der Ressourcennutzung entkoppeltes Wachstum, das von Unternehmen eine Vielzahl von Investitionen und Innovationen erfordert. Mit neuesten Nachhaltigkeits-Innovationen am Anfang der Wertschöpfungskette ist die PVC-Branche weiterhin auf Kurs.

Die nachhaltigen Rohstoffe kommen unter anderem in medizinischen Produkten wie Blutbeutel zum Einsatz und reduzieren den CO2-Fußabdruck deutlich. © iStock.com/JarekJoeperaSchon früh und intensiv hat sich die europäische PVC-Branche mit den Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung entlang der gesamten Wertschöpfungskette auseinandergesetzt. Im vergangenen Jahr hat sie mit dem Nachhaltigkeitsprogramm VinylPlus 2030 und neuen ehrgeizigen Zielen, den im Jahr 2000 begonnen Weg konsequent fortgesetzt. Dabei leisten langlebige und leistungsstarke PVC-Produkte beim Gebrauch schon lange einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasemissionen: So helfen moderne Energiesparfenster, robuste und pflegeleichte Bodenbeläge oder PVC-beschichtete Gewebe als Sonnenschutz in der Praxis Energie und Rohstoffe einzusparen und so den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen zu verringern.

Prozessinnovationen bei der PVC-Produktion

Innovativ zeigt sich die PVC-Branche auch bei den eigenen Produktionsprozessen. Konnte man bereits in der letzten Vinyl-Plus®- Dekade erheblich Energie bei der PVC-Erzeugung und der Verarbeitung zu den Hauptanwendungen einsparen, geht es nun darum, den CO2-Fußabdruck noch deutlicher zu verringern. Dabei haben die Effekte, die durch aktuelle Prozessinnovationen bereits bei der Herstellung des PVC erzielt werden, auch deutliche Auswirkungen auf die CO2-Bilanz der späteren Produkte. Neben dem verstärkten Einsatz von erneuerbarer Energie, ist ein weiterer Ansatzpunkt die Erzeugung des PVC-Vorprodukts Ethylen. Statt aus fossilen Rohstoffen wie Erdgas oder Erdöl, nutzen PVC-Produzenten mittlerweile verstärkt Biomassen wie Tallöl und gebrauchte Öle aus der Gastronomie. Gewonnen wird Ethylen bereits auch aus recycelten Kunststoffabfällen. Die Folge: Neben der Reduzierung fossiler Rohstoffe, ein bis zu 90 Prozent verbesserter CO2-Fußabdruck, der bei gleichbleibender Qualität und Eigenschaften der Anwendungen auch die CO2-Bilanz von PVC-Produkten etwa im Bau- Automobil- oder Medizinbereich deutlich verbessert.

Den Weg weiter gehen
Mit dem Ziel einer klimaneutralen Produktion verfolgt die PVC-Branche den eingeschlagenen Weg konsequent und treibt weitere Innovationen aktiv voran. Geforscht wird dabei unter anderem zum Einsatz von "Carbon-Capture" Technologien oder zum chemischen Recycling. Der Kurs Richtung Klimaneutralität ist also klar gesetzt.

www.vinylplus.euwww.vinylplus.de

Dieser Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften 04/2022 mit dem Schwerpunkt: Globale Ziele und Klimaschutz - Zeit, die Stimme zu erheben und endlich zu handeln? erschienen.



     
        
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