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Die "Venedig-Vereinbarung" zum Schutz der Moore

Eine poetische Aktion von Kunst und Wissenschaft auf der 59. Kunst-Biennale in Venedig

Die "Venedig-Vereinbarung" (Venice Agreement) verkünden Vertreter*innen aus Kunst, Wissenschaft, Naturschutz, Klimapolitik und indigener Bevölkerung zum "Welttag der Moore", am 2. Juni 2022, auf der 59. Kunst-Biennale in der Lagunenstadt. In namentlicher Anlehnung an das Pariser Klimaschutzabkommen (Paris Agreement) machen sie mit der Aktion deutlich, dass Erhalt und Wiederherstellung von Mooren entscheidend für das Klima und die Menschen auf unserem Planeten sind. Unterzeichnen wird die "Venedig-Vereinbarung" unter anderem der Greifswalder Moorkundler und Träger des Deutschen Umweltpreises, Prof. Hans Joosten.

Videoinstallation zu Moor auf der Biennale © Ugo CarmeniDie Vereinbarung knüpft an eine Moor-Installation im Chilenischen Pavillon auf der diesjährigen Biennale an. Unterstützt u.a. von der Michael Succow Stiftung, Partner im Greifswald Moor Centrum, und dem Unternehmen Moorkultur Ramsloh hat das internationale Künstlerkollektiv Ensayos dafür einen Torfmoosrasen mit einer Videoinstallation in einem der historischen venezianischen Speichergebäude eingerichtet. Besucher können die Torfmoose und die von diesen gebildete feucht schwingende Oberfläche mit allen Sinnen entdecken. Videosequenzen vermitteln die Faszination der Moore in Bild und Ton. Das Turba Tol Hol-Hol Tol benannte Kunstprojekt ist vor allem den Mooren Patagoniens und der dortigen indigenen Bevölkerung gewidmet. Gleichzeitig zeigt es, dass der Erhalt der Natur, u.a. der Moore, im Interesse aller gegenwärtiger und zukünftiger Gesellschaften ist und sich bisherige Naturzerstörung nur global in einem gemeinsamen Wirken vieler lokaler Initiativen umkehren lässt.

Am "Welttag der Moore" nehmen daher Moorschützer*innen und Künstler*innen aus Argentinien, Chile, Schottland, Deutschland, den Vereinigten Staaten, Indien, Indonesien, Iran, Irland, Kenia, Uganda und Uruguay vor Ort an der feierlichen Unterzeichnung der Venedig-Vereinbarung teil. Weitere Interessierte schalten sich online aus der ganzen Welt zu. Fachleute aus Umweltwissenschaft, Naturschutz, Klimapolitik und zeitgenössischer Kunst, aber auch Vertrete*innen der Ureinwohner Feuerlands legen ihre unterschiedlichen Sichtweisen zum Schutz der Moore dar. Darunter sind Experten und Entscheidungsträger wie Prof. Dr. Hans Joosten vom Greifswald Moor Centrum oder Dianna Kopansky, Koordinatorin der Global Peatlands Initiative beim UN-Umweltprogramm.

Die Veranstaltung wird ermöglicht durch die Unterstützung der Stiftung Zukunfts Jetzt!, der Hartwig Behrendt Stiftung Zukunft i.G. und der Global Peatlands Initiative, koordiniert vom UN-Umweltprogramm und gefördert von der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUV). Eine Künstlerresidenz in Greifswald im Vorfeld des Projektes wurde gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und das Amt für Bildung, Kultur und Sport der Universitäts- und Hansestadt Greifswald.

Weitere Informationen
Kontakt: Succow Stiftung, Partner im Greifswald Moor Centrum, Nina Körner | nina.koerner@succow-stiftung.de | www.succow-stiftung.de


     
        
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