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Technik | Energie, 15.03.2022

UBA-Emissionsdaten zeigen gefährliche Fehlentwicklung

Wiederanstieg von Energieverbrauch und Treibhausgasen

Deutschland verfehlte laut aktuellem UBA-Bericht im Jahr 2021 erneut die gesetzlichen Klimaziele im Verkehrs- und Gebäudesektor. Gegenüber dem Vorjahr sind die Emissionen wieder stark angestiegen. Die Bundesregierung muss nun ein ambitioniertes Klimaschutzsofortprogramm insbesondere auch für diese Sektoren vorlegen. Die Klima-Allianz Deutschland, ein Bündnis aus 140 Organisationen, sieht in den Emissionsdaten eine „gefährliche Fehlentwicklung" und fordert unter anderem einen Einbaustopp für Öl- und Gasheizungen.
 
Der Verbrauch von Gas, Öl und Kohle ist nicht nur umweltschädlich, sondern verstärkt auch unsere Abhängigkeit von Russland. © catazul, pixabay.comDazu erklärt Stefanie Langkamp, Leiterin für Klima- und Energiepolitik von der Klima-Allianz Deutschland:
„Unser Verbrauch von Gas, Öl und Kohle steigt nach einem kurzen Einbruch im Zuge der Coronakrise wieder stark an. Dies ist eine gefährliche Fehlentwicklung. Insbesondere im Verkehrs- und Gebäudesektor spüren wir nun den Stillstand und die Verfehlungen der vorherigen Bundesregierung. Der Krieg in der Ukraine führt uns zusätzlich vor Augen, wie abhängig wir von fossilen Energien sind. Unser fossiles Energiesystem finanziert an vielen Stellen Despoten und Diktaturen. Gleichzeitig befeuert es die Klimakrise, deren Folgen sich immer dramatischer zeigen. Entschiedenes klimapolitisches Handeln muss uns jetzt aus dieser Abhängigkeit herausführen.
 
Die zu zaghaften Versuche der letzten Jahre rächen sich nun als erstes in den Bereichen Verkehr und Gebäude, wo Deutschland die Vorgaben des Klimaschutzgesetzes erneut verfehlt. Aber auch in den anderen Sektoren sind wir weit von den gesetzlich vorgeschriebenen Emissionsreduktionen und noch weiter von einem 1,5 Grad-Pfad entfernt, der uns vor gefährlichen Klimawandelfolgen schützen würde. Insbesondere Bundesverkehrsminister Volker Wissing und Bundesbauministerin Klara Geywitz sind nun per Gesetz verpflichtet, bis zum 15. Juli Sofortmaßnahmen für den Klimaschutz zu benennen, um die Erfüllungslücken in ihrem Verantwortungsbereich zu schließen.
 
Angesichts hoher Energiepreise und der Abhängigkeit von russischem Öl, Kohle und Gas ist dies umso mehr geboten. Ein Einbaustopp für Öl- und Gasheizungen, eine großflächige Umrüstung auf Wärmepumpen und Dämmmaßnahmen, umfangreiche Quartierssanierungen, ein Tempolimit, das Hochfahren der Elektromobilität und eine echte Verkehrswende hin zu mehr Bus-, Bahn-, Rad- und Fußverkehr sind das Gebot der Stunde. Alle Ministerien müssen im Oster- und Sommerpaket jetzt wirksame Lösungen liefern, wie wir die Klimaziele einhalten und unsere gefährliche Abhängigkeit von Gas, Öl und Kohle beenden können."
 
Kontakt: Klima-Allianz Deutschland | presse@klima-allianz.de | www.klima-allianz.de


     
        
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