Nahrungsergänzungsmittel richtig anwenden

Richtig verwendet, können Nahrungsergänzungsmittel sehr nützlich sein. Allerdings sind die Supplemente nicht unbedingt für jeden geeignet. Vielmehr kommt es auf den Anwendungszweck und die richtige Dosierung an.

Wann sind Nahrungsergänzungsmittel eine nützliche Bereicherung? 
©Bru-nO, pixabay.comGenerell werden Nahrungsergänzungsmittel als nützlich angesehen, wenn sie in der richtigen Menge zur richtigen Zeit konsumiert werden. Diese Art von Lebensmittel sollte lediglich ergänzend angewendet werden, um "Lücken” in der gesunden Ernährungsweise auszugleichen. Keinesfalls können Sie Nahrungsergänzungsmittel als Ersatz für gesunde Lebensmittel ansehen. Stattdessen ist es sinnvoll, die Supplemente gezielt einzusetzen. Etwa als "Nischenprodukte”, um den Körper gesund und leistungsfähig zu halten. Auch für Risikogruppen, die ihren Nährstoffbedarf durch die "normale Nahrung” nicht decken können, lassen sich die Supplemente bedarfsgerecht und individuell einsetzen. Im Gegensatz zu den meisten Medikamenten wirken NEM auch präventiv und können dabei helfen, späteren Krankheiten vorzubeugen. 

Bevölkerungsgruppen, die beispielsweise Supplemente erhalten sollten, sind Schwangere oder ältere Menschen. So benötigen Schwangere oft eine zusätzliche Aufnahme von Folat, Vitamin D und Calcium, damit sich das Neugeborene im Mutterleib optimal entwickelt. Auch ältere Menschen brauchen vielfach zusätzliches Vitamin D und Calcium sowie weitere Mikronährstoffe, die unter anderem zum Knochenstoffwechsel beitragen. Auch für Personen, die an einer oder mehreren Unverträglichkeiten leiden, kann der Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sein. So sollten Anwender, die keine Milch trinken, etwa Vitamin B2 und Calcium zuführen; Vegetarier und Veganer benötigen oft zusätzliches Eisen, Zink, Vitamin B12 und Selen.

Gesunde Menschen, die Muskelmasse aufbauen und Fett abbauen möchten, können beispielsweise nachhaltig verpacktes Tongkat Ali kaufen. Da die Wurzel aus Indonesien insbesondere das männliche Sexualhormon ankurbelt, richtet sich dieses Supplement besonders an Bodybuilder und Menschen, die einen aktiven Lebensstil pflegen. Gegen Stress und Angstzustände hilft indes nachhaltig verpacktes Ashwagandha, eine Heilpflanze aus der bekannten Ayurveda-Medizin mit entspannender und schlaffördernder Wirkungsweise.

Können Nahrungsergänzungsmittel auch gesundheitlich schaden? 
Es gibt Hinweise darauf, dass Nahrungsergänzungsmittel in zu hohen Dosen auch schädlich sein können. Darauf deuten Forschungsergebnisse zu antioxidativen Nahrungsergänzungsmitteln hin. Wie die Auswertungen der Ergebnisse ergaben, konnte es sogar schädlich sein, zusätzliche Supplemente mit Vitamin A, E oder Betacarotin einzunehmen.

Auch die Einnahme des "Sonnenvitamin” D sollte wohlüberlegt erfolgen. Da der menschliche Körper Vitamin D unter Einfluss des Sonnenlichts selbst bildet, ist es nicht ratsam, das Vitamin "prophylaktisch” einzunehmen, sondern nur dann, wenn ein nachweislicher Mangel besteht. Eine Überdosierung ist gefährlich, da sie mit Symptomen wie Kopfschmerzen oder Übelkeit einhergeht. 

Selbiges Prinzip gilt für eisenhaltige Nahrungsergänzungsmittel, die nur in ärztlicher Rücksprache eingenommen werden sollten. Tatsächlich leiden in Deutschland tendenziell eher wenige Menschen an einem Eisenmangel; meistens sind Veganer bzw. Vegetarier sowie Schwangere und Stillende betroffen. Gesundheitsschädlich kann sich die erhöhte Einnahme von Vitamin B6 auswirken: Hochdosierte Präparate, die vor allem als Nischenprodukt für Sportler auf den Markt kommen, können mutmaßlich zu Nervenstörungen führen. Solche Effekte beobachteten Mediziner beispielsweise, da die Anwender empfindlicher auf Sonnenlicht reagieren oder über ein unangenehmes Kribbeln an den Gliedmaßen sowie Missempfindungen klagten. Insgesamt sollte daher die empfohlene Höchstmenge von täglich 3,5 mg Vitamin B6 bei Jugendlichen und Erwachsenen nicht überschritten werden.

Nahrungsergänzungsmittel richtig kaufen und anwenden
Die Entscheidung, ob ein Nahrungsergänzungsmittel Anwendung findet, sollten Verbraucher gemeinsam mit einem Spezialisten treffen. Eine erste Anlaufstelle kann neben dem behandelnden Hausarzt ein kompetenter Fachapotheker oder Ernährungsberater sein. Mitunter hat der Experte Tipps zur richtigen Dosierung oder für die Darreichungsform parat. Kaufen kann die Nahrungsergänzungsmittel jeder, auch ohne ärztliches Rezept, in der Drogerie oder Apotheke. Auch im Internet gibt es NEM zu kaufen, wobei Verbraucher hier auf ein entsprechendes Gütesiegel oder eine zugelassene Versandapotheke achten sollten. 

Nach dem Kauf ist es wichtig, die Verpackungsaufschriften der Supplemente genauestens zu lesen. Keinesfalls dürfen die Nahrungsergänzungsmittel, die oft mehr als 100 Prozent der Referenzmenge (NRV) pro Tag enthalten, überdosiert werden. Es ist besser, die Empfehlungen zu den Höchstmengen zu befolgen und im Zweifelsfall weniger einzunehmen. Auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sollten vorab ärztlich abgeklärt und bei der Anwendung berücksichtigt werden. Damit sich die Wirkung entfaltet, nehmen Verbraucher die Supplemente am besten zu einer Mahlzeit mit ausreichend Flüssigkeit ein.

Nahrungsergänzungsmittel richtig aufbewahren
Es macht Sinn, die Supplemente in ihrer Originalverpackung aufzubewahren. In der Küche finden die Nahrungsergänzungsmittel in einem trockenen und lichtgeschützten Schrank Platz. Allerdings sollte man die Supplemente nicht direkt neben einer Wärmequelle wie dem Backofen oder dem Herd lagern. Außerdem sollten sich die Ergänzungsmittel außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren befinden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, lagert diese deshalb in höher gelegenen Schränken oder in einem abschließbaren Fach. 

Lifestyle | Gesundheit & Wellness, 27.10.2021
     
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