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Right Livelihood Award 2021

Preisträger*innen des mobilisieren Gemeinschaften gegen Gewalt und Klimawandel

Die diesjährigen Preisträger*innen des Right Livelihood Award stehen fest: Vier Changemaker*innen aus Kamerun, Russland, Kanada und Indien erhalten den Preis als Ehrung für ihren außergewöhnlichen und mutigen Einsatz für die Rechte von Frauen und Mädchen und indigener Völker sowie den Klimaschutz. Die Preisträger*innen eint der Ansatz, lokale Gemeinschaften erfolgreich zu stärken und zu mobilisieren.

Indem sie indigene Menschen wieder mit ihrem angestammten Land verbunden hat, hat Freda Huson, Chief Howilhkat, entscheidende kulturelle Erneuerungsprozesse angestoßen. © Michael ToledanoDie Arbeit der Aktivist*innen aus Kamerun, Russland, Kanada und Indien sind ein Beleg dafür, dass nachhaltige Veränderung möglich ist, wenn Gemeinschaften zusammenstehen. Vor dem Hintergrund der Klimakrise, mächtiger Regierungs- und Unternehmensinteressen und sogar terroristischer Bedrohung beweisen die Preisträger*innen des Jahres 2021, dass Solidarität der Schlüssel zu einer besseren Zukunft für alle ist.

Die Preisträger*innen 2021 sind:
  • Marthe Wandou (Kamerun) "für die Schaffung eines Modells des gemeindebasierten Kinderschutzes angesichts terroristischer Übergriffe und geschlechtsspezifischer Gewalt in der Tschadseeregion in Kamerun"
  • Wladimir Sliwjak (Russland) "für seinen langjährigen Einsatz für den Umweltschutz und dafür, dass er den zivilen Widerstand gegen die Kohle- und Atomindustrie in Russland zu gestärkt hat"
  • Freda Huson (Volk der Wet'suwet'en, Kanada) "für ihren furchtlosen Einsatz in der Rückeroberung der Kultur ihres Volkes und die Verteidigung ihres Landes gegen verheerende Pipeline-Projekte"
  • Legal Initiative for Forest and Environment (Indien) "für ihre innovative juristische Arbeit, mit der sie Gemeinden in Indien beim Schutz ihrer natürlichen Ressourcen und in ihrem Einsatz für eine ökologische Demokratie unterstützen."
"Die Right Livelihood Preisträger*innen 2021 sind unerschrockene Mobilisierer*innen, die zeigen, was Graswurzelbewegungen bewirken können", sagte Ole von Uexküll, Direktor von Right Livelihood.

"Angesichts eskalierender Klima- und Umweltkrisen, Gewalt und eklatanter Menschenrechtsverletzungen setzen sich die Preisträger*innen durch Solidarität und gezielte Organisation erfolgreich für eine bessere Zukunft ein. Diese Aktivist*innen leisten nicht nur Widerstand, sondern mobilisieren ganze Gemeinschaften, ihre Rechte einzufordern: Sie werden zu Akteur*innen des Wandels, wo Regierungen versagen", fügte von Uexküll hinzu.

Seit 1980 ehrt und unterstützt Right Livelihood couragierte Menschen, die sich den größten Herausforderungen unserer Zeit stellen. Jede*r der vier Preisträger*innen erhält ein Preisgeld von 1 Million SEK (rund 100.000 EUR bzw. 115.000 USD). Neben dem Preisgeld ist die Auszeichnung mit langfristiger Unterstützung verbunden, um die Arbeit der Preisträger*innen zu fördern und sichtbarer zu machen.

Im Jahr 2021 waren 206 Personen und Organisationen aus 89 Ländern für den Right Livelihod Award nominiert - so viele wie noch nie. Zu den bisherigen Preisträger*innen gehören Edward Snowden (USA), Dr. Denis Mukwege (DRK), Greta Thunberg (Schweden) sowie Ales Bialiatski gemeinsam mit dem Menschenrechtszentrum Viasna (Belarus).

Die Preisträger*innen des Jahres 2021 werden am Mittwoch, dem 1. Dezember, im Rahmen einer Live-Veranstaltung in Stockholm geehrt.

Kurzbiografien der Preisträger*innen 2021

Marthe Wandou (Kamerun)
Die Juristin Marthe Wandou ist die erste Person aus Kamerun, die den Right Livelihood Award erhält. © Right LivelihoodDie Juristin Marthe Wandou ist Gender- und Friedensaktivistin. Sie setzt sich seit den 1990er-Jahren für die Prävention und Bekämpfung sexueller Gewalt gegen Kinder, insbesondere gegen Mädchen, sowie für die Betreuung der Überlebenden solcher Gewalt ein. 1998 gründete Wandou die Organisation Action Locale pour un Développement Participatif et Autogéré (ALDEPA) und engagiert sich seitdem für das Wohlergehen von Mädchen. Der ganzheitliche Ansatz der Organisation umfasst Bildung, psychosoziale Betreuung und rechtlichen Beistand.
Wandou ist die erste Person aus Kamerun, die den Right Livelihood Award erhält.

Zitat von Marthe Wandou: "Der Right Livelihood Award bestärkt uns darin, unsere Arbeit fortzusetzen. Er wird uns auch helfen, unsere Sichtbarkeit zu erhöhen und mehr Menschen zu erreichen, die wir dazu aufrufen, sich uns anzuschließen, um die Opfer zu unterstützen und die Rechte von Frauen und Kindern zu stärken."

Wladimir Sliwjak (Russland)
Wladimir Sliwjak setzt sich für eine sauberere und nachhaltige Zukunft in Russland und weltweit ein. © Denis SchimmelpfennigWladimir Sliwjak ist einer der engagiertesten und fachkundigsten Umweltschützer*innen Russlands. Er steht seit Jahrzehnten an der Spitze bedeutender zivilgesellschaftlicher Kampagnen gegen umweltschädliche Praktiken. Sliwjak hat Projekte zum Abbau fossiler Brennstoffe, zur Nutzung von Kernkraft und Kohle sowie zur Verbringung radioaktiver Abfälle aus dem Ausland gestoppt.

Zitat von Wladimir Sliwjak: "Ich habe mein Leben der Umweltschutzbewegung gewidmet und es ist eine besondere Ehre für mich, eine Auszeichnung wie diese zu erhalten. Der Right Livelihood Award stellt mehr Mittel für die Arbeit zum Schutz der Umwelt und der Menschenrechte zur Verfügung, die meine Organisation leistet."

Freda Huson (Volk der Wet'suwet'en, Kanada)
Freda Huson ist ein weibliches Oberhaupt (Dzeke ze') der Wet'suwet'en in Kanada. Als führende Persönlichkeit macht sie sich dafür stark, dass indigene Gemeinschaften sich wieder mit ihrem Land verbinden und die Kontrolle darüber zurückerlangen - dazu gehört auch die Entscheidung über Bauprojekte wie Pipelines, die durch ihre Gebiete verlaufen.

Zitat von Freda Huson: "Die Arbeit, für die ich ausgezeichnet werde, besteht darin, Menschen das nahezubringen, was wir von klein auf lernen: das Land zu schützen, das uns ernährt. Für mein Volk bedeutet diese Auszeichnung, dass wir noch mehr erreichen können, wenn wir uns mit vielen anderen auf der ganzen Welt zusammentun, die das gleiche Ziel verfolgen: unser Land zu schützen, die Umwelt zu schützen und dafür zu sorgen, dass Menschen gerecht behandelt werden."

Legal Initiative for Forest and Environment (Indien)
Die Rechtsanwälte Ritwick Dutta (Bild) und Rahul Choudhary gründeten LIFE 2005 im Bewusstsein um den unzureichenden Zugang zu Rechtsmitteln im Umweltschutzbereich. © Right Livelihood/Ankit KumarDie Organisation Legal Initiative for Forest and Environment (LIFE) nutzt kreative juristische Mittel und Verfahren für mehr Umweltschutz. LIFE unterstützt und befähigt lokale Gemeinden, sich gegen übermächtige Interessen zu wehren und Mitspracherecht bei der Entscheidungsfindung zu erlangen. Gleichzeitig dienen die Verfahren dazu, juristische Institutionen zu stärken und Gesetze zu reformieren.

Zitat von LIFE-Gründer Ritwick Dutta: "Wir sind hellauf begeistert, dass uns der Right Livelihood Award verliehen wurde. Es ist unser erster internationaler Preis und bedeutet uns und all den lokalen Gruppen in Indien, die wir unterstützen, sehr viel. Der Preis wird uns helfen, die Wirksamkeit unserer Arbeit zu erhöhen und mehr Menschen dabei zu unterstützen, die Natur und ihre Lebensgrundlagen zu schützen."

Kontakt: Right Livelihood | info@rightlivelihood.org | rightlivelihood.org

Gesellschaft | Globalisierung, 28.09.2021
     
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