BEE_Sommerfest_2024

Lieferkette von Zitrusfrüchten: Saft hierhin, Schalen da, Fasern dort

Projekt "ImPulSe" will die ganze Wertschöpfungskette für Zitrusfrüchte im Mittelmeerraum nachhaltiger gestalten.

Sie dienen als gutriechender Dünger, Basis für veganen Fleischersatz und sogar Rohstoff für nachhaltige Mode: Die Schalen und Fruchtfasern, die beim Pressen von Orangensaft übrigbleiben, werden schon jetzt weiterverwertet – allerdings nicht standardmäßig. Das will das Projekt „ImPUlSe" unter der Leitung der Universität Duisburg-Essen (UDE) ändern und darüber hinaus die ganze Wertschöpfungskette für Zitrusfrüchte im Mittelmeerraum nachhaltiger gestalten. Insgesamt fließen 1,3 Mio. € Fördermittel*, davon gehen 530.000 € vom Bundesministerium für Bildung und Forschung an die UDE. Am 9. September ist Kick-Off.
 
'Innovation in der Lieferkette von Zitrusfrüchten und Nebenprodukten im Mittelmeerraum', kurz ImPUlSe, wird koordiniert vom Zentrum für Logistik und Verkehr (ZLV) der UDE. © Hans, pixabay.com„Innovation in der Lieferkette von Zitrusfrüchten und Nebenprodukten im Mittelmeerraum", kurz ImPUlSe, wird koordiniert vom Zentrum für Logistik und Verkehr (ZLV) der UDE. Vom Setzen der Samen auf den Plantagen über den Transport zum hiesigen Einzelhandel bis zur Verwertung von Schalen und Fasern will das international besetzte Team die Prozesse analysieren und verbessern. Dabei verfolgt es den Ansatz der „Triple Bottom Line": Alle Veränderungen sollen nachhaltig sein, und zwar auf ökologischer, ökonomischer und sozialer Ebene.
 
Die vier Pilotprojekte sind in Algerien, Ägypten, Tunesien und der Türkei angesiedelt. Neben der UDE als Koordinatorin sind Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen aus allen Ländern beteiligt, zudem ein Forschungspartner aus Frankreich: „Hier arbeiten unterschiedliche Fachbereiche Hand in Hand. So werden wir nicht nur Bestehendes verbessern, sondern auch neue Lieferketten für Zitrus-Nebenprodukte entwickeln und neue Märkte für Produzenten aus der Mittelmeerregion eröffnen. Unsere Ergebnisse stellen wir anschließend auf einer Online-Plattform allen, insbesondere aber den Konsumierenden, zur Verfügung", erklärt Sprecherin PD Dr. Ani Melkonyan-Gottschalk, Geschäftsführerin des ZLV.
 
Diese Innovationsplattform soll den Austausch zwischen allen Beteiligten ermöglichen – auch über die ImPUlSe-Laufzeit hinaus. Darauf aufbauend beurteilen die Forschenden, wie nachhaltig die Veränderungen sind. „Wir entwickeln auch ein Bewertungssystem, das verschiedene Szenarien simuliert, so dass es Betroffenen aus Landwirtschaft, Lebensmittelverarbeitung, Handel und Politik Entscheidungen erleichtert", erklärt Melkonyan-Gottschalk.
 
Langfristig will das interdisziplinäre Projekt Ressourcen effizienter nutzen und möglichst wiederverwenden, digitale Lösungen erarbeiten sowie effektivere Marktmechanismen etablieren. Als Folge sollen sich auch Beschäftigungsquote und Lebensqualität im Mittelmeerraum erhöhen.
 
* EU-Förderung innerhalb von "Partnership for Research and Innovation in the Mediterranean Area” (PRIMA)
 
 
Kontakt: Universität Duisburg-Essen | presse@uni-due.dewww.uni-due.de

Lifestyle | Essen & Trinken, 26.08.2021

     
Cover des aktuellen Hefts

Positiver Wandel der Wirtschaft? – So kann's gehen

forum 03/2024 mit dem Schwerpunkt „Wirtschaft im Wandel – Lieferkettengesetz, CSRD und regionale Wertschöpfung"

  • KI
  • Sustainable Finance
  • #freiraumfürmacher
  • Stromnetze
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
27
JUN
2024
„Grüner Rasen – grünes Bewusstsein: Kann Fußball klimafreundlich?“
In der Reihe "Mein Klima - auf der Straße, im Garten, ..."
80336 München und online
03
JUL
2024
BEE Sommerfest 2024
Das Gipfeltreffen der Erneuerbaren
10997 Berlin
02
SEP
2024
Real Estate Social Impact Investing Award 2024 - Bewerbungsfrist: 02.09.2024
Auszeichnung für Leuchttürme und Benchmarks von in Planung und Bau befindlichen Projekten
10117 Berlin
Alle Veranstaltungen...

Professionelle Klimabilanz, einfach selbst gemacht

Einfache Klimabilanzierung und glaubhafte Nachhaltigkeitskommunikation gemäß GHG-Protocol

Politik

"Um die Gegenwart zu verstehen, müssen wir uns die Vergangenheit ins Bewusstsein zu rufen."
Christoph Quarch begrüßt die Feierlichkeiten zum D-Day in der Normandie.
B.A.U.M. Insights

Jetzt auf forum:

Der Purpose-Match als Game Changer

Abschlussbericht ACHEMA 2024

Ein heißer Sommer mit viel (solarer) Energie

Berufsbegleitende CSM-Zertifikate Nachhaltigkeitsmanagement im Sport, Sustainability Reporting und Zirkuläres Wirtschaften kennenlernen

„Europa macht Hoffnung“

Digitaler Zwilling im Gebäudebestand:

Nachhaltige Zukunft gestalten: Green Tourism Camp 2024 vereint Innovation und Zusammenarbeit im Tourismus

Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik

  • circulee GmbH
  • Engagement Global gGmbH
  • Kärnten Standortmarketing
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • ECOFLOW EUROPE S.R.O.
  • B.A.U.M. e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG