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Nachhaltiger Genuss: So tun Sie beim Einkauf etwas für die Umwelt

Tipps für eine nachhaltige Ernährungsweise

Ein Faktor, der maßgeblich zum Klimawandel beiträgt, ist unsere CO2-Bilanz. Einen entscheidenden Einfluss auf Ihre CO2-Bilanz haben beispielsweise die Nutzung von Transportmitteln, Ihr Energiebedarf oder das persönliche Konsumverhalten. Manchmal ist es aufgrund einer schlechten Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht möglich, auf das Auto zu verzichten. Eine in jedem Fall umsetzbare Möglichkeit, um Ihre CO2-Bilanz positiv zu beeinflussen, ist hingegen der Einkauf von Lebensmitteln. In diesem Beitrag erfahren Sie, warum es so wichtig ist, umweltfreundlich einzukaufen und worauf im Supermarkt zu achten ist.

Warum nachhaltige Ernährung wichtig ist
Regionale, unverarbeitete Saisonprodukte - wie Äpfel aus der Region - helfen, Ihren CO2-Abdruck klein zu halten. © Jill Wellington, pixabay.comDer Anbau, die Verarbeitung, die Lagerung und der Transport von Lebensmitteln machen etwa 15 Prozent der Treibhausgasemissionen des privaten Konsums aus. Weiterhin begünstigt eine nicht nachhaltige Lebensweise die Zerstörung von Böden und Gewässern und den Verlust der Biodiversität. Wenn in Zukunft keine nachhaltigeren Entscheidungen getroffen werden, ist die Erhaltung der Ökosysteme unserer Erde nicht möglich.

Eine Umwelt, mit der Sie sorgsam umgehen, geht auch sorgsam mit Ihnen um. Zum Beispiel wirken sich saubere Luft und saubere Landschaften positiv auf Ihre Gesundheit aus. Außerdem sind Landschaften ohne Müllberge einfach schöner anzusehen. Ein bewussterer Umgang mit der Umwelt erhöht Ihre Lebensqualität, wird sich aber vor allem auf nachfolgende Generationen auswirken.

5 Tipps für eine nachhaltige Ernährungsweise

1. Vermeiden Sie unnötigen Verpackungsmüll
Obst und Gemüse wird als lose und als vorverpackte Ware verkauft. Die vorverpackte Ware produziert eine Menge Plastikmüll, den Sie einfach umgehen können. Greifen Sie zur losen Ware und nehmen Sie für eine einzelne Paprika nicht extra eine Tüte. Auch lose können Sie sie transportieren. Lassen Sie auch lieber die Finger von To-Go-Salaten. Bereiten Sie diese lieber mit frischem Obst und Gemüse selbst zu.

2. Verringern Sie Ihren Fleischkonsum
Für die Herstellung tierischer Lebensmittel sind mehr Ressourcen nötig, als für pflanzliche Lebensmittel. Mit Hilfe von Hülsenfrüchten, Nüssen und einigen Gemüse- und Getreidearten können Sie auch mit einer pflanzenbasierten Ernährung Ihren Proteinbedarf decken. Zudem enthalten pflanzliche Lebensmittel mehr Ballaststoffe und weniger gesättigte Fettsäuren. Die Umstellung wirkt sich auch noch positiv auf Ihre Gesundheit aus. Wenn Sie trotz allem nicht auf tierische Produkte verzichten wollen, konsumieren Sie bewusster! Schränken Sie Ihren Konsum ein und kaufen Sie tierische Produkte in Bio-Qualität.

3. Kaufen Sie Bio-Produkte
Bei Produkten aus biologischem Anbau wird auf Pestizide und chemisch-synthetische Dünger verzichtet. Zudem wird der Boden weniger intensiv bewirtschaftet. Somit trocknen Böden nicht so schnell aus und Regenwasser kann absickern. Es kommt daher nicht so schnell zu Überschwemmungen.
Bei Bio-Fleischprodukten werden die Tiere artgerechter gehalten, sie werden nicht mit gentechnisch verändertem Futter gefüttert und ihnen werden weniger Medikamente verabreicht, als Tieren in konventioneller Haltung.

4. Setzen Sie auf regionale, unverarbeitete Saisonware
Der Transport, die Verarbeitung und lange Lagerzeiten von Lebensmitteln sind energieaufwändig und tragen zu einem höheren CO2-Verbrauch bei. Je regionaler, naturbelassener und saisonaler ein Produkt ist, desto besser ist es für den Planeten. Es ist jedoch nicht nur besser für den Planeten, auch Sie selbst profitieren davon. Da regionale Saisonware nicht lange gelagert oder transportiert werden musste, bleiben mehr Nährstoffe erhalten. Sie ist damit auch gesünder. Um zu wissen, was gerade Saison ist, ist ein Saisonkalender nützlich. Einen solchen Saisonkalender finden Sie online auf der Webseite von Aldi Süd zum Download. Hinzu kommt, dass naturbelassene Produkte meist freundlicher zu Ihrem Geldbeutel als verarbeitete. So kostet ein Netz Kartoffeln hochgerechnet beispielweise weniger als eine Tüte Kroketten.

5. Kaufen Sie nicht mehr, als Sie benötigen
Je höher die Nachfrage, desto höher ist selbstverständlich die Produktion. Die meisten Menschen kaufen mehr, als sie eigentlich benötigen. Ressourcen für die Erzeugung, den Transport und die Lagerung werden grundlos in Anspruch genommen. Pro Kopf und pro Jahr landen etwa 75 Kilogramm Lebensmittel im Müll. Das entspricht etwa 190 Euro, die Sie jährlich wegschmeißen. Um Lebensmittelverschwendung so gering wie möglich zu halten, hilft es, sich einen Essenplan zu erstellen, sich dazu den passenden Einkaufszettel zu schreiben und diesem strikt zu folgen. Lagern Sie Ihre Vorräte richtig und kontrollieren Sie sie regelmäßig. Falls Sie bemerken, dass Sie ein Produkt nicht rechtzeitig verbrauchen können, frieren Sie es wenn möglich ein. Gerade bei vielen Obst- und Gemüsesorten ist das oft eine gute Möglichkeit, es länger haltbar zu machen. Auch der richtige Umgang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum ist wichtig. Nur weil das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten wurde, sind Lebensmittel nicht automatisch schlecht. Probieren Sie zunächst, ob das Produkt wirklich abgelaufen ist.


     
        
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