Umwelt | Biodiversität, 01.06.2021
Gemeinsam für den Schutz der Artenvielfalt
Die REWE Group fördert mit dem PRO PLANET-Label die Biodiversität
Wenn Landwirtschaft, Naturschutz und Handel eng zusammenarbeiten, lässt sich viel für den Erhalt der biologischen Vielfalt erreichen. Das zeigen die REWE Group und ihre Partner als Vorreiter im Bereich Biodiversität bereits seit 2010. Aus einem ersten gemeinsamen Projekt mit Apfelbauern und Apfelbäuerinnen in der Bodenseeregion hat sich ein breites Engagement zum Schutz der Artenvielfalt entwickelt. Ein Ergebnis sind 842 Hektar zusätzliche Blühflächen – das entspricht 1170 Fußballfeldern.
Honigbienen zählen zu den wichtigsten Nutztieren in Deutschland. Denn sie und ihre wilden Verwandten sind für bis zu drei Viertel der landwirtschaftlichen Erträge im Pflanzen- und Obstanbau verantwortlich. Doch insbesondere Wildbienen sind vom Aussterben bedroht. Sie finden im Sommer kaum Nahrung. Rapsfelder sind leer und Obstblüten verblüht. Die Blumen, die in dieser Zeit in Gärten, Wäldern und auf Wiesen wachsen, reichen oft nicht aus, um den Nahrungsbedarf der Bestäuber zu decken. Diese Entwicklung gefährdet nicht nur die Ernten im Pflanzen- und Obstanbau, sondern auch die Artenvielfalt. Denn wenn Bienen und andere Nützlinge nicht ausreichend Nahrung finden und weniger werden, wird es auch für Vögel schwerer zu überleben. Schließlich ernähren sich viele von ihnen von Insekten.Daraus folgt: Wer die Lebensbedingungen für Insekten verbessert, leistet einen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Aus dieser Erkenntnis hat die REWE Group 2010 gemeinsamen mit Landwirt:innen sowie dem NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.), der Bodensee-Stiftung und weiteren Partnerorganisationen das PRO PLANET- Apfelprojekt ins Leben gerufen. Dabei planen Obstbauern und Obstbäuerinnen gemeinsam mit Naturschützern konkrete Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt im konventionellen Apfelanbau und setzten diese auf ihren Flächen um. Sie pflanzten seitdem neben 842 Hektar Blühflächen mehr als 24 900 Bäume und Sträucher und stellten rund 5 700 Insekten-Nisthilfen sowie mehr als 11 750 Nistkästen für Vögel auf. Dazu montierten sie etwa 1 900 Sitzstangen für Greifvögel und legten rund 300 Totholzhaufen an. Der Erfolg all dieser Aktivitäten ist messbar. Seit Projektbeginn hat sich die Zahl der Wildbienenarten in einer der Regionen mehr als verdoppelt.
Das zeigt, dass sich ökologisches Engagement und Landwirtschaft zum Vorteil aller ergänzen können. Denn mit der Zahl der Bestäuber steigt die Chance, dass die Obstplantagen auch langfristig genutzt werden können. „Als Obstbauern arbeiten wir nicht nur in der Natur, sondern auch mit der Natur. Indem wir Nützlinge nicht nur schonen, sondern gezielt fördern, helfen sie uns den Schädlingsdruck beispielsweise von Mäusen oder Blattläusen zu mindern", meint Philip Wißkirchen, Obstbaumeister und Landwirt aus Meckenheim-Ersdorf. Längst hat die REWE Group ihr Engagement für Biodiversität über die Bodenseeregion ausgeweitet. Aktuell beteiligen sich mehr als 530 Landwirt:innen in Deutschland und Teilen Österreichs an der Initiative zum Schutz der Artenvielfalt. Dabei geht es auch schon lange nicht mehr nur um Äpfel. Gemeinsam mit dem NABU, regionalen Naturschutzorganisationen und der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft sowie zahlreichen Landwirt:innen werden auch im Anbau von Kirschen, Zwetschgen, Heidelbeeren, Chinakohl, Brokkoli, Romana Salatherzen, Eisbergsalat, Möhren, Kartoffeln und Zwiebeln Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt umgesetzt. Kund:innen von REWE und PENNY erkennen die Erzeugnisse aus dem Biodiversitätsprojekt in den Märkten am PRO PLANET-Label „Für mehr Artenvielfalt".PRO PLANET – Gut für Mensch, Tier und Umwelt
Das PRO PLANET-Label steht bei REWE, PENNY und toom Baumarkt für Produkte, die ökologisch und sozial nachhaltiger produziert wurden oder erhöhten Tierwohlstandards entsprechen.Dieser Artikel ist in In einer Zeit, in der Angst Einzug in der Gesellschaft hält, macht forum Nachhaltig Wirtschaften 02/2021 Mut. - Sicher!? erschienen.
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