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Klima-Aktivist*innen blockieren Ausbau der A100 in Berlin

„Sand im Getriebe“ plant Massenaktion gegen die IAA im September

Circa 500 Klima-Aktivist*innen von Sand im Getriebe blockierten am 05. Juni seit den frühen Morgenstunden an zwei Abschnitten den Ausbau der Stadtautobahn A100 in Berlin. Die Aktivist*innen gelangten an der Sonnenallee und an der Zufahrt Treptower Straße auf die Baustelle und errichteten Sitzblockaden. Das Aktionsbündnis forderte den sofortigen Stopp aller Autobahn-Projekte in Deutschland und eine gerechte Mobilitätswende.

© Sand im GetriebeDazu sagte Lou Winters, Pressesprecherin von Sand im Getriebe: „Das Klima ist so heiß wie nie zuvor – und die Regierung baut immer neue Autobahnen, damit reiche Autokonzerne noch mehr Autos verkaufen können! Wir setzen dem zerstörerischen Autokapitalismus in Berlin heute selbst ein Ende: Jetzt gerade sorgen 500 Menschen an der A100 mit ihren Körpern für Klimagerechtigkeit. Wir kämpfen für unsere Zukunft und für den sofortigen Autobahn-Baustopp!"

Die Stadtautobahn A100 soll vom Bezirk Neukölln durch Treptow und Friedrichshain bis nach Lichtenberg verlängert werden. Für den Ausbau müssten zahlreiche Wohnungen und Berliner Traditionsclubs wie die „Wilde Renate" abgerissen werden. Die Kosten für das Großbauprojekt liegen bei rund 200.000 Euro pro Meter.

„Eine Schneise der Verwüstung, mitten durch Berlin: Die A100 bedroht unsere Parks und Freiräume. Dabei ist klar: Wir müssen die Zahl der Autos in der Stadt drastisch reduzieren, damit endlich Platz ist für Radwege und ÖPNV, für Menschen. Heute holen wir uns unsere Stadt zurück und machen die Betonwüste wieder lebendig. So zeigen wir: Berlin will diese Autobahn nicht! Auf der Fläche zwischen Treptow und Neukölln können wir stattdessen ein Schwimmbad bauen – oder ganz viele bezahlbare Wohnungen", so Winters weiter.

Die Aktion ist Teil eines bundesweiten Aktionswochenendes gegen den Neu- und Ausbau von Autobahnen, bei dem Klima-Aktivist*innen an mehr als 70 Orten für eine Mobilitätswende protestierten. Für September kündigt das Bündnis „Sand im Getriebe" eine weitere Massenaktion zivilen Ungehorsams gegen die Internationale Automobil-Ausstellung in München an. Dazu Winters: „Die A100 ist erst der Anfang: Heute verhindern wir neue Autobahnen – und im September sagen wir den Auto-Konzernen den Kampf an. Mit einer Massenaktion blockieren wir bei der IAA die deutschen Klimakiller VW, BWM und Co.".

Die Demonstration in Berlin begann am Platz der Luftbrücke mit einer Fahrraddemonstration über die bestehende Autobahn. Dazu riefen Fridays for Future, Changing Cities und die Initiative „A100 stoppen" auf. Am Nachmittag fand an der Elsenbrücke vor der Abschlusskundgebung der Demo eine Pressekonferenz mit Sprecher*innen von bundesweiten Anti-Autobahn-Protesten statt. Die Pressekonferenz wurde live auf dem Twitter-Kanal von Fridays for Future (@FridayforFuture) übertragen. Bilder von der Blockade.

Kontakt: Sand im Getriebe, Lou Winters, +49 151 757 305 65 | presse@sand-im-getriebe.mobi |sand-im-getriebe.mobiTwitter @BerlinSig 


     
        
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