Eine nachhaltige Küche:

Wertvolle Tipps, um den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern

Mittlerweile ist es bekannt, wie wichtig es ist, Verantwortung gegenüber der Umwelt zu zeigen. Jeder kann seinen Beitrag dazu leisten, sie zu schonen. Dies betrifft alle Bereiche des Lebens. Doch wie sieht eine nachhaltige Küche aus? Welche Möglichkeiten gibt es hinsichtlich der Möbel, Elektrogeräte, des Putzens und Kochens, um den ökologischen Fußabdruck zu verringern?
 
© Polina Kovaleva, pexels.com
Nachhaltige Küche - gute Tipps
In Zeiten des Klimawandels steigt das ökologische Bewusstsein bei vielen Menschen an. Sie möchten nachhaltiger leben und die Umwelt schonen. Hierbei geht es darum, mit den Ressourcen vernünftig zu wirtschaften, damit die Erde auch für die nachkommenden Generationen lebenswert ist. Es schleichen sich im Laufe der Zeit verschiedene, nicht immer günstige Verhaltensweisen ein und manifestieren sich. Diese Verhaltensweisen bemerkt man auch zu Hause, in der eigenen Küche. Dabei gibt es zahlreiche Tipps, die Küche nachhaltiger zu gestalten. Oftmals helfen Kleinigkeiten, bewusster zu leben und die Umwelt zu schützen. Folgende Möglichkeiten sorgen in der Küche für mehr Nachhaltigkeit:

Bewusste Materialauswahl
Umweltschutz beginnt dabei, ökologisch sinnvolle Materialien für die Möbel auszuwählen. Dazu zählt der nachwachsende Rohstoff Holz. Dabei gilt es, heimische Hölzer aus nachhaltiger Forstwirtschaft zu wählen und tropische Hölzer, die aus dem Urwald stammen, zu meiden. Der Abbau von Tropenholz bedroht die Regenwälder. Bei der Herstellung kommen am besten wasserbasierte Lacke und schadstofffreie Methoden zum Einsatz, um das Raumklima zu verbessern und die Umwelt zu schonen. Ökologisch zertifizierte Hölzer und Lacke werden unter strengen Auflagen wie einem deutlich verringerten Wasserverbrauch hergestellt. Renommierte Siegel für Möbel sind zum Beispiel:
  • PEFC (Programm for Edorsement Forest Certification Schemes)
  • FSC (Forest Stewardship Council)
  • Der Blaue Engel
  • Goldenes M
  • EU-Energielabel für Elektrogeräte
  • Öko Control
Stromsparende und nachhaltige Geräte
Bezüglich der Küchengeräte wie Kühlschrank oder Geschirrspülmaschine ist es möglich, die Nachhaltigkeit zu optimieren. Sie verbrauchen im Haushalt eine Menge Strom und Wasser. Beim Kauf ist es sehr wichtig, auf den Energieverbrauch zu achten. Auskunft gibt das Energieeffizienzlabel. Die Energieeffizienzklassen sind in A+++ bis D eingeteilt. A*** ist die beste und D die schlechteste Klasse. Anhand eines Aufklebers wird ersichtlich, in welche das Gerät eingestuft ist. Es gibt Aufschluss über den jährlichen Energieverbrauch. Die bewusste Anschaffung der Küchengeräte bietet daher die Möglichkeit, den ökologischen Fußabdruck zu verringern und die Nachhaltigkeit zu fördern.

Nachhaltige Funktionen bei den Küchengeräten
Geräte wie der Geschirrspüler bieten auch Energiespar-Modi an. Damit ist zum Beispiel ein langer, aber auch schonender Spülvorgang möglich. Eine Funktion moderner Backöfen von Herstellern wie Bosch, Siemens oder AEG ist die Selbstreinigung, die auch Pyrolyse genannt wird. Sie funktioniert über Hitze. Dabei werden Schmutzpartikel bei hohen Temperaturen von rund 500 °C verbrannt. Der Rest ist Asche, die nach dem Abkühlen weggewischt wird. Chemische Reinigungsmittel sind somit überflüssig. Je nach Verschmutzungsgrad kann eine niedrige oder hohe Stufe der Pyrolyse gewählt werden.

Nachhaltige Küchenhelfer
Auch bei der Wahl verschiedener Utensilien wie Küchenbehälter kann auf Nachhaltigkeit geachtet werden. Glasbehälter halten beispielsweise länger als Varianten aus Kunststoff. Letztere sollen aufgrund umstrittener Weichmacher wie Phthalate, die bei der Herstellung zum Einsatz kommen, zudem gesundheitsschädlich sein. Das geruchs- und geschmacksneutrale Glas hingegen ist unbedenklich und hilft dabei, bei der Produktion Ressourcen zu sparen, da wesentlich weniger Energie notwendig ist. Auch Holz und Bambus schonen die Umwelt.

Küche nachhaltig putzen
© cottonbro, pexels.comEs gibt für fast jede Verschmutzung ein geeignetes umweltfreundliches Bio-Reinigungs- oder sogar Hausmittel. Der Backofen kann zum Beispiel mit Backpulver und Essig gereinigt werden. So müssen es nicht immer aggressive chemische Reiniger sein, die die Umwelt belasten. Nachhaltigkeit spielt auch beim Staubsauger eine Rolle. Die Geräte müssen seit dem Jahr 2014 in der EU ebenso das Energielabel tragen, das verschiedene Faktoren wie die Energieeffizienzklasse, den jährlichen Stromverbrauch, die Geräuschemission sowie Staubemissions- und Reinigungsklasse des Geräts verdeutlichen. An der Spitze stehen bei den Umwelteigenschaften verschiedene Staubsauger von Bosch, Siemens und Miele. Viele Geräte haben einen HEPA-Filter, sodass der Feinstaub herausgefiltert wird und sie sich somit ebenso für Allergiker eignen. Sauger ohne Beutel sind umweltschonender, denn die Herstellung und Entsorgung entsprechender Produkte entfällt. Verpackungen aus 100 Prozent Recyclingmaterial statt Plastikmüll in den Weltmeeren sind ebenso ein richtiger Schritt zu mehr Nachhaltigkeit.

Zusammenfassung
Auch in der Küche ist Umweltschutz möglich, beispielsweise durch die Verwendung von nachhaltig produzierten Möbeln, Elektrogeräten und Küchenhelfern aus ökologischen Materialien wie heimisches Holz. Die Küchengeräte sollten zudem stromsparend sein. Die Energieeffizienz lässt sich anhand des Energielabels beurteilen. Renommierte Siegel zeigen, dass die Produkte beispielsweise aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen, bei der Herstellung die Ressourcen und Umwelt geschont werden. Auch verschiedene Funktionen bei Geräten wie dem Backofen sorgen für mehr Umweltschutz. Dazu gehört die Pyrolyse. Beim Küchenputz kann durch den Verzicht auf chemische Reinigungsprodukte und die Wahl eines umweltfreundlichen Staubsaugers auf Nachhaltigkeit geachtet werden.

Lifestyle | Einrichten & Wohnen, 22.03.2021

     
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