82 Leistungen. Ein Vertrag. Ein Preis. Transformation as a Service - Planungssicherheit statt Projekte
Technik | Energie, 27.08.2020

Wie der Corona-Lockdown die Schwächen der deutschen Energieversorgung aufdeckt

Eine Kombination aus Sektorenkopplung und Energiespeichersystemen könnte für die nötige Flexibilität in der Stromproduktion bei gleichbleibender Netzstabilität sorgen – und gleichzeitig die Kosten senken.

Die Auswirkungen des Klimawandels sind bereits heute spürbar. Deshalb hat Deutschland schon im Jahr 2000 den Weg zur Energiewende eingeschlagen: Seitdem fördert das Erneuerbare-Energien-Gesetz die Erzeugung von Strom aus regenerativen Quellen und trägt so zu einer deutlichen Minderung der Kohlendioxidemission im Stromsektor bei. Ziel ist es, bis spätestens 2038 alle Kohlekraftwerke abzuschalten und bis 2050 die Treibhausgasemissionen um bis zu 95 Prozent zu reduzieren (im Vergleich zu 1990). 

© Matthias Boeckel, pixabay.comCOVID-19: Ideale Wetterbedingungen treffen auf geringen Stromverbrauch 
Um dieses Ziel zu erreichen, muss Deutschland die Stromerzeugung flexibel an den Bedarf anpassen. Gleichzeitig muss die Netzstabilität garantiert sein, um Blackouts zu vermeiden. Während des Lockdowns durch COVID-19 kam es vielerorts zu einem geringeren Energieverbrauch. Gleichzeitig erreichte der Anteil der erneuerbaren Energien aufgrund teilweise idealer Wetterbedingungen zeitweise ein unerwartetes Hoch. Deutschland hätte seinen Bedarf temporär komplett aus regenerativen Quellen decken können. Trotz dieser idealen Bedingungen blieben die Kohle- und Atomkraftwerke am Netz, denn sie wurden benötigt, um im Falle eines eventuellen Wetterumschwungs die Netzstabilität zu garantieren und die Nachfrage zu decken. Den überschüssigen Strom, den die Werke während der sonnenreichen Stunde produzierten, exportierte Deutschland zu hohen Kosten ins Ausland. 

Die Lösung: Sektorenkopplung und Energiespeichersysteme 
Um solche Szenarien künftig zu vermeiden, bedarf es flexibler, kostengünstiger Energielösungen. Wärtsilä hat mithilfe des Stromnetzmodellierungstools PLEXOS analysiert, wie Deutschland regenerative Energien in Zukunft effizienter in die Stromversorgung integrieren und sie zugleich sicherstellen kann. Das Ergebnis: Eine Kombination aus Sektorenkopplung und Energiespeichersystemen kann für die nötige Flexibilität in der Stromproduktion bei gleichbleibender Netzstabilität sorgen – und gleichzeitig die Kosten senken. Wenn optimale Wetterbedingungen herrschen, etwa wenn viel Wind weht oder die Sonne scheint, wird ein Überschuss an Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt. Dieser lässt sich in Batteriesystemen zwischenspeichern. Diese Elektrizität kommt dann zum Einsatz, wenn die erneuerbaren Energien nicht genügend Strom liefern, um den Bedarf zu decken. Die Nutzung von Batteriesystemen ist allerdings nur begrenzt möglich, da sie die Kosten in die Höhe treibt. Deshalb ist eine Kombination mit anderen Technologien nötig. Die Sektorenkopplung verbindet unterschiedliche Bereiche der Energieerzeugung miteinander: Mithilfe von sogenannten Power-to-Fuel-Technologien lässt sich überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energien in synthetisches Gas umwandeln. Dies ist von Vorteil, da sich Gas kostengünstiger speichern lässt als Strom. Wird mehr Energie benötigt, als in diesem Moment durch Solar- oder Windstrom zur Verfügung steht, kann das gespeicherte Gas verwendet werden und KWK-Kraftwerke antreiben – diese speisen dann zusätzlichen Strom ins Netz ein und stellen dadurch dessen Stabilität sicher. Dabei sorgen die Gasmotoren von Wärtsilä für die benötigte Flexibilität, denn sie lassen sich innerhalb von 120 Sekunden hochfahren und können zudem mit unterschiedlichen Antriebsstoffen arbeiten – ganz nach aktuellem Bedarf. 

Mit flexiblen Energiesystemlösungen die Energiewende fördern 
In Deutschland läuft die Produktion nach dem Corona-Lockdown zurzeit vielerorts wieder an und der Energieverbrauch steigt. Somit entspannt sich die Situation in Bezug auf die Stromerzeugung. Aber schon in wenigen Jahren wird Deutschland wieder vor denselben Herausforderungen stehen. Denn durch den Ausbau der erneuerbaren Energien nimmt ihr Anteil am Strommix stetig zu. Deutschland hat jetzt die Möglichkeit, sich auf diese Situation vorzubereiten und die erforderlichen Investitionen zu tätigen. Denn das benötigte Know-how und die Technologien existieren bereits. Mit seinen flexiblen, kostengünstigen Energiesystemlösungen möchte Wärtsilä hierzu einen Beitrag leisten – und damit das Gelingen der Energiewende in Deutschland fördern. 
 
Kontakt: Wärtsilä Corporation, Piia Leinonen | Wärtsiläpiia.leinonen@wartsila.com | www.wartsila.com/energy


     
        
Cover des aktuellen Hefts

Die Natur lebt vom Kreislauf – und wir?

forum 04/2026

  • Kreislaufwirtschaft
  • Biodiversität
  • Bildung
  • Wasserweisheiten
  • Altöl im Kreislauf
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
23
NOV
2026
Energie- & Umweltgipfel 2026: Produzierende Industrie
Where Industrial Transformation Creates Competitive Advantage
10623 Berlin
23
NOV
2026
European Sustainability Week
Built on Trust. Driven by Insight. Focused on Impact. - Ticketrabatt für forum-Leser*innen
53639 Königswinter
Alle Veranstaltungen...
Energie- & Umweltgipfel 2026
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Megatrends

Erfolgreicher Kinostart von "The Odyssee" in USA
Der Philosoph und Mythologie-Experte Christoph Quarch analysiert, was uns der Anti-Held heute sagen kann
Munich Climate Week 2026
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Alle sind aufgerufen, einen Atomkrieg zu verhindern

BN-Donauschifffahrt zeigt den Wert der frei fließenden Donau auf

Konkrete Gefahren für Betriebe

Ein Wochenende voller Musik, Kunst und Begegnung

11. Internationaler Bodentag zum Thema "Gesunder Boden: vom Acker zum Teller" am 18,/19. November 2026 in Neunburg v. Wald

EthioTrees ist das Leuchtturm-Projekt 2026

PLAN-B NET ZERO gewinnt zweiten PaaS-Kunden

Regenwald-Konferenz erhält den "Making a Difference" Award 2026 des Jane Goodall Instituts Deutschland

B.A.U.M. Insights
  • WWF Deutschland
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Engagement Global gGmbH
  • 66 seconds for the future
  • Zendure DE GmbH
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • SUSTAYNR GmbH
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • ZamWirken e.V.
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • NOW Partners Foundation
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Klimabündnis Ebersberg-München