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„Ausgezeichnete Wiener Würstel“

Erstes Bio-Gütesiegel für Wiener Imbissstände

Die Stadt Wien – Umweltschutz erweitert ihr Angebot eines nachhaltigen Speisen- und Getränkeangebots für die Wiener Gastronomie: Im Rahmen des Umweltserviceprogramms OekoBusiness Wien können ab sofort auch Imbissstände kofinanzierte Beratung und die Auszeichnung mit dem Gütesiegel „Natürlich gut essen" erhalten. Die ersten zertifizierten Würstel gibt es auch schon: Beim Würstelstand an der Ecke Pfeilgasse/Strozzigasse in der Josefstadt. Die Leiterin der Stadt Wien – Umweltschutz, Karin Büchl-Krammerstätter gratulierte persönlich und ließ es sich nicht nehmen, die Würstel in Bio-Qualität sowie das vegane Angebot zu verkosten.  
 
V.l.n.r: Stefan Sengl, Eigentümer des Würstelstandes, Thomas Hruschka, Programmmanager OekoBusiness Wien und Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin der Abteilung Stadt Wien – Umweltschutz © Frank Helmrich / OekoBusiness Wien Die Auswahl unserer Lebensmittel hat direkten Einfluss auf Umwelt, Klima, Gesundheit und das Leben der Tiere in den Produktionsbetrieben: Daher können sich Wiener Gastronomiebetriebe seit 2018 mit dem OekoBusiness Wien-Gütesiegel „Natürlich gut essen" auszeichnen lassen und so ihren Gästen zeigen, dass sie bei angebotenen Speisen und Getränken auf Bio-Qualität, Regionalität und das Tierwohl achten. Um den Einstieg zu erleichtern, gibt es die Auszeichnung in den Kategorien Bronze, Silber und Gold.

Nun baut die Stadt Wien das Angebot weiter aus: das Bio-Gütesiegel ist jetzt auch mit einem eigenen Kriterienkatalog für Imbissstände erhältlich. „Die Auszeichnung des ersten ,Natürlich gut essen‘-Würstelstandes ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass der achtsame Umgang mit Lebensmitteln wirklich auf jeder Ebene und von jedem von uns möglich ist – sei es im Restaurant, in der Kantine, beim Imbiss zwischendurch oder daheim in der Küche", freut sich Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin von Stadt Wien – Umweltschutz. „Und die direkte Kommunikation an die Kundschaft, dass biologische, regionale, saisonalen und tierfaire Lebensmittel verwendet werden, bietet einen zusätzlichen Anreiz, hier seinen Imbiss zu genießen."

Dass die Wiener Würstel deshalb nicht teurer sein müssen als eine Massenwurst, beweisen Mike Lanner und sein Team: Ihr Wiener Würstelstand Ecke Pfeilgasse/Strozzigasse in der Josefstadt wurde heute als erster Wiener Imbissstand mit dem ‚Natürlich gut essen‘-Gütesiegel in Bronze ausgezeichnet. 
 
Der Wiener Würstelstand – ein kulinarisches Erlebnis im 8. Bezirk 
Der ausgezeichnete Wiener Würstelstand von Mike Lanner und Stefan Sengl bietet nicht nur verschiedenste Arten gebratener Würste von lokalen Fleischereibetrieben, sondern auch Brot vom Biobäcker und eine vegane Bosna. Jeder Wurst-Fan wird hier fündig. Seit kurzem wird zudem gänzlich auf PET-Flaschen und Aludosen verzichtet, Getränke werden ausschließlich in Mehrweggebinden serviert: „Wir wollen das Wiener Kulturgut Würstelstand auf die Höhe der Zeit bringen: mit veganen Angeboten, Bio-Qualität und indem wir bei der Auswahl unserer Würstel ganz besonders auf Herkunft und Qualität achten", erklärt Mike Lanner. „Dass unser Bemühen nun mit der Zertifizierung noch sichtbarer wird und wir vielleicht sogar den einen oder anderen Imbissstand inspirieren können, auch mitzumachen, macht unser Team sehr stolz." Lanners Ziel war schon immer, einen Würstelstand zu eröffnen, an dem man mit gutem Gewissen essen und sich der guten Herkunft der angebotenen Produkte sicher sein kann. 

Wenn es um die Wurst geht, unterstützt die neue Auszeichnung Wienerinnen und Wiener also bei der Qual der Wahl – teilnehmende Betriebe müssen zudem auch immer mindestens eine vegane Option anbieten. „Gesundes Essen aus regionaler Herkunft liegt absolut im Trend. Immer mehr Menschen achten bei der Auswahl von Restaurants und Cafés auf entsprechende Auszeichnungen und Zertifizierungen. Wir hoffen, dass wir mit dem neuen Gütesiegel viele weitere Imbissstände animieren können mitzumachen, damit diese auch ihren Besucherinnen und Besuchern zeigen, wo beste Qualität in Wien zuhause ist", so Karin Büchl-Krammerstatter. Und die ersten Nachahmer gibt es tatsächlich auch schon: „the green duke & the healthy duchess" sind mit ihrem Speisenangebot mittels Lastenrad sogar in der ganzen Stadt unterwegs. 
 
OekoBusiness Wien: Vom Bio-Gütesiegel bis zur grünen Fassade
Dass ein nachhaltiges Speisen- und Getränkeangebot die Wirtschaftsweise der Zukunft ist, haben OekoBusiness Wien Programmleiter Thomas Hruschka und sein Team früh erkannt – und können teilnehmende Betriebe mit erfahrenen BeraterInnen entsprechend unterstützen: „Ziel der Beratung ist es, den Betrieben mehr Orientierung bei der Verwendung ökologisch nachhaltig produzierter Lebensmittel zu geben. Dass das nicht nur in einem gehobenen Restaurant möglich ist, sondern überall, zeigt unser neuer Kriterienkatalog für Imbissstände."

Das Beratungsangebot von OekoBusiness Wien richtet sich aber nicht nur an Gastronomiebetriebe: Seit mehr als 20 Jahren unterstützt das Programm Wiener Betriebe auf ihrem Weg in eine ökologisch und sozial verträgliche Unternehmensstrategie. Dabei werden laufend neue Angebote geschaffen, um auf aktuelle Herausforderungen zu reagieren. Ein ebenso noch junges Angebot mit dem Namen „Firmengrün" widmet sich beispielsweise der Begrünung von Gebäuden, um so dem Klimawandel entgegenzuwirken. Besonders spannend für teilnehmende Unternehmen: Alle im Rahmen von OekoBusiness Wien umgesetzten Maßnahmen werden evaluiert. „Wir wollen sichtbar machen, dass sich eine nachhaltige Wirtschaftsweise auch betriebswirtschaftlich rechnet und in vielen Fällen Betriebe nur dadurch wettbewerbsfähig bleiben", erklärt Thomas Hruschka. 
 
Kriterien für „Natürlich gut essen" Imbissstände
  • Bio gesamt: zumindest 30 % (Bronze: mind. 30 %, Silber: über 75 %, Gold: über 90 %) 
  • Eier: jedenfalls Freilandhaltung (Gold: 100 % Bio)
  • Milchprodukte: mind. 1 Bio-Produkt (Gold: 100 % Bio)
  • Fleisch und Fisch, Wildpret: mind. 1 Sorte Bio (Gold: 100 % Bio), verpflichtende Herkunftsangabe
  • Beigaben wie Senf oder Ketchup: mind. 1 Beigabe in Bio-Qualität (Gold: 100 % Bio)
  • Vegetarisches oder veganes Angebot: mind. 1/3 Speisen oder 1 Hauptspeise (Gold: Mind. 1/2 der Speisen oder 3 Hauptspeisen) 
  • Getränke: mind. 1 Bio-Getränk pro Getränkekategorie
  • Reduktion von Abfall
  • Palmöl: Kein direkter Einsatz von Palmöl, Margarine, Schokolade etc.: Palmöl nur aus biologisch oder nachhaltig zertifizierten Quellen
Alle aktuell ausgezeichneten „Natürlich gut essen"-Betriebe finden Sie hier
 
OekoBusiness Wien – Wirtschaften fürs große Ganze 
OekoBusiness Wien ist das Umweltserviceprogramm der Stadt Wien für Wiener Unternehmen. 1998 von Stadt Wien – Umweltschutz ins Leben gerufen, unterstützt OekoBusiness Wien Unternehmen bei der Umsetzung von umweltrelevanten Maßnahmen und trägt dazu bei, Betriebskosten zu senken. Gemeinsam mit erfahrenen UmweltberaterInnen werden Einsparpotenziale identifiziert, um Schritt für Schritt den Energiebedarf, das Abfallaufkommen oder den Ressourceneinsatz zu reduzieren. OekoBusiness Wien leistet einen wesentlichen Beitrag zum Wiener Klimaschutzprogramm (KliP) und zum Städtischen Energieeffizienzprogramm (SEP), wo es als Schnittstelle zu den Betrieben verankert ist. Kofinanziert wird das Programm aus den Mitteln der Stadt Wien, der Wirtschaftskammer Wien, aus den Mitteln des Ökostromfonds für Wien und der Umweltförderung im Inland des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie. Für Bildungseinrichtungen, sozialökonomische Betriebe und staatlich anerkannte Religionsgemeinschaften übernimmt die Stadt Wien die Umsatzsteuer.
 
Weitere Informationen sowie alle teilnehmenden Betriebe finden Sie auf: www.oekobusiness.wien.at und www.unternehmen.oekobusiness.wien.at.
 
Kontakt: OekoBusiness Wien | presse@oekobusinesswien.atwww.oekobusiness.wien.at

Lifestyle | Essen & Trinken, 17.08.2020
     
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