Afrika ist ein Kontinent der Chancen
Minister Dr. Gerd Müller im forum-Interview zu den Herausforderungen und Chancen der Entwicklungszusammenarbeit
Zunächst einmal ist es ein Gebot der Menschlichkeit, dass wir Menschen in Not, Hunger und Armut helfen. Der Starke hilft dem Schwachen. Wir müssen uns dafür einsetzen, dass jeder Mensch ein Leben in Würde haben kann. Aber es liegt auch in unserem Interesse. Afrika liegt nur 14 km vor Europas Haustür. Die Bevölkerung verdoppelt sich in den nächsten Jahrzehnten auf über 2 Milliarden. All die jungen Menschen brauchen eine gute Zukunft vor Ort. Deswegen investieren wir in Ernährungssicherung, Gesundheit, Bildung und Ausbildung und vor allem Arbeitsplätze.
Kaffee ist das Lieblingsgetränk der Deutschen. Pro Jahr werden rund eine Million Tonnen Rohkaffee importiert. Aber wir zahlen häufig keine fairen Preise dafür. Ein Kilo Kaffee kostet in Berlin 8 bis 12 Euro. Auf die Bohnen entfallen nur 50 Cent. Davon können die Menschen doch nicht vernünftig leben. Nötig wären 2 Euro. Die Arbeiter auf den Plantagen schuften bis zum Umfallen, oft für einen Hungerlohn. Deswegen müssen noch immer Kinder mitarbeiten. Das darf uns nicht länger egal sein! Die Menschen am Anfang der Lieferkette müssen von ihrer harten Arbeit leben können und existenzsichernde Löhne erhalten. Wir müssen hier bei uns selbst anfangen: Jede Amtsstube, jedes Unternehmen kann morgen auf fairen Kaffee umstellen. Bei mir im Ministerium servieren wir nur noch fairen Kaffee und Tee. Dazu gehört auch, dass die Wertschöpfung künftig anders verteilt wird. Nicht nur der Rohkaffee, sondern auch das Rösten und Verpacken muss künftig „Made in Africa" sein. So lösen wir Entwicklungssprünge vor Ort aus.
27 Unternehmen machen von Beginn an mit. Darunter sind bekannte Unternehmen wie Tchibo, Lidl, Aldi, Rewe sowie Nachhaltigkeits-Vorreiter wie Hessnatur und Vaude oder auch Trigema. Die Otto Group und Boss werden als nächste mitmachen. Seit dem Start haben sich 100 weitere Unternehmen bei uns gemeldet. Erste Produkte mit dem Grünen Knopf sind schon im Handel. Jetzt kommt es auf die Verbraucher an, zuzugreifen. Auch in der Beschaffung wird der Grüne Knopf genutzt: Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck stellt seine Bettwäsche komplett auf den Grünen Knopf um. Und der Discounter Norma stattet alle seine 15.000 Mitarbeiter mit Grüner Knopf-Arbeitskleidung aus. Ich würde mich freuen, wenn Kirchen und städtische Einrichtungen auf faire Tischdecken, Arztkittel oder Dienstkleidung umstellen.Dieser Artikel ist in forum 04/2019 - Food for Future erschienen.
Weitere Artikel von :
…dieses Ziel verfolgt The smarter E Europe, Europas größte Messeallianz für die Energiewirtschaft.
Im Kontext einer zukunftsfähigen Energiewelt stehen erneuerbare Energien, Dezentralisierung und Digitalisierung sowie branchenübergreifende Lösungen für eine nachhaltige Energieversorgung 24/7 in den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr im Fokus. forum präsentiert für Sie Themen, Highlights und Termine 2024.
Verteilnetze - Schauplatz der Energiewende
Die Verteilnetze werden in immer höherem Maße
zum entscheidenden Schauplatz der Energiewende.
Die Gründe dafür liegen sowohl in der Stromerzeugung und -einspeisung als auch im Verbrauch.
Der aktuelle Kommentar von Fritz Lietsch
Auf 38,7 Milliarden Euro belaufen sich die Schulden des Chemiekonzerns Bayer. Nicht genug, dass Bayer auf aggressive Weise sein genmanipuliertes Saatgut und sein giftiges Glyphosat durchsetzt. Jetzt stellt der Konzern auch finanziell eine Bedrohung dar – wie andere Konzerne auch, deren Manager mit ihrer Machtgier die Allgemeinheit schädigen.
forum-Chefredakteur Fritz Lietsch verabschiedet sich von der COP 28
Diese Klimakonferenz war voller Widersprüche und damit ein perfektes Abbild unserer globalen Gesellschaft. Doch beginnen wir von vorne: Nach dem riesigen Zuspruch unserer täglichen Veranstaltungen in der „Bio-Villa" am Meer in Sharm el Sheik zur COP 27, waren wir nun auf der COP 28 mit unserem future economy forum Stand erstmals in der blue zone der COP vertreten.
Zukunft gestalten – Nachgefragt | Tops oder Flops in forum Nachhaltig Wirtschaften?
Seit 2007 stellt forum vielversprechende Projekte, Start-ups und Social Business-Initiativen vor. Häufig werden nur Mega Flops bekannt, wie etwa das Projekt Cargolifter, wo riesige Luftschiffe kniffelige Transportaufgaben übernehmen sollten. Nachfolgend zeigen wir die Entwicklung von mutigen Projekten, über deren Start wir schon einmal vor Jahren berichteten.
Frau Reiche – es reicht!
forum 03/2026
- Resilienz
- Klimafinanzierung
- Wald
- Startups
Kaufen...
Abonnieren...
SEP
2026
Training mit Christian Felber & Roman Huber
38489 Beetzendorf
SEP
2026
Live-Online-Training in Echtzeit mit Grit Bümann, Roman Huber, Christian Felber
online
OKT
2026
R³essourcen. R³esilienz. R³entabilität. - Ticketverkauf gestartet
A-6236 Alpbach
Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.
Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.
Sport & Freizeit, Reisen
Hinaus in die Wildnis!Christoph Quarchs Blick auf die junge Kulturgeschichte von Naturschutz und Naturtourismus
Jetzt auf forum:
Urlaub machen, wo die Feuerwehr im Dauereinsatz ist?
Neue dynamische Datenbank zur Generierung externer Materialdaten
EEG: Strommarkt sollte viele einbinden, nicht wenige begünstigen
Neue Hitzewelle: Intakte Natur schützt vor Hitze und Trockenheit
Earth Overshoot Day: Ab 30. Juli lebt die Weltbevölkerung auf Pump
„Fossile Konzerne machen Milliardenprofite während Menschen weltweit den Preis dafür zahlen".
Mit diesen 5 Besonderheiten wird die Tagung zum Event
Ernüchterung nach 12 umsatzstarken Jahren (2010 bis 2022) in der Immobilienbranche





















