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Bioblinds: Pflanzengardinen für Menschen – und Kühe

Unentgeltliche Anleitungen für Pflanzenvorhänge zum Selberbauen mit Produkten aus dem Baumarkt – gegen den Klimawandel und für mehr städtische Lebensqualität

Die Bioblinds-Initiatoren sind davon überzeugt, dass demokratisches, kinetisches, vertikales top-to-bottom ‘Farming’ Städte disruptiv verändern kann. Unter dem Motto: "Lass uns gemeinsam die Städte dschungeln!" laden Sie zur Mitarbeit ein.
 
Pflanzen-Vorhänge für alle (Simulation) © Bioblinds
Die ‚Bioblinds 1st Edition – IVY‘ bietet einen Impuls für top-to-bottom Pflanzengardinen im Do-It-Yourself-Design an. Dazu wurde ein ‚Online-Hub‘ gelauncht, auf dem gemeinsam mit Interessierten an Adaptionen für andere Pflanzen und Klimazonen geforscht werden kann. Feedback und weitergehende, selbst-initiierte Forschung sind also ausdrücklich erwünscht. Eine ‚Creative Commons‘ Lizenz CC BY 4.0 soll helfen, eine stets kostenfreie demokratische Weiterentwicklung der Idee zu ermöglichen.
 
Bioblinds soll die Innovationskraft Deutschlands als konstruktiven Impuls für eine nachhaltige, gesellschaftlich-inklusive, post-kapitalistische Zukunft interaktiv sichtbar machen. Bioblinds sind eine Verbindung aus digitaler Innovation, Mechanik, der Natur und dem eigenen Nachhaltigkeitsimperativ, welcher durch das Do-It-Yourself-Design von jedem individuell erfüllt werden kann. Sie sind ein ‚Speculative-Design-Impuls‘ für grüne Städte, der die Möglichkeiten der Plattformökonomie sinnvoll nutzen möchte. Mit der ‚Bioblinds 1st Edition Efeu‘ soll ein neues Denken von Glasfassaden als demokratisches Begrünungspotential angestoßen werden.  
 
Die erste Ausgabe wird am 11.5.20, zu den Eisheiligen, als Anleitungsimpuls, gemeinsam mit der digitalen Plattform bioblinds.com, unentgeltlich veröffentlicht

Auf diesem Bioblinds Hub kann die Bauanleitung für Efeu unentgeltlich heruntergeladen und adaptiert werden. Open-source Technologien ermöglichen, dass Menschen weltweit an dieser Initiative teilnehmen, ihren Teil der Skyline mit normalen Produkten aus dem Baumarkt grün „puzzeln" und ihre Erfahrungen teilen können. „Aktuell suchen wir Finanz-Partner für weitere Forschung mit lokalen, essbaren Pflanzen, wie hier erstaunlicherweise z.B. Kiwis. So lange läuft Bioblinds leider nur als Hobby nebenher. Weil wir von der Einfachheit der Idee und ihrer möglichen Wirkung überzeugt sind, ist es egal, ob, wie und wann dieser Impuls weiterentwickelt wird." so Jan Engel, Ideengeber der Initiative, eigentlich freier Berater für Kommunikation, Kultur und Nachhaltigkeit. Auf dem Hub sollen aber auch Herausforderungen, wie die Wasserversorgung, die Winterfestigkeit, potentielles Nisten von Vögeln, die Pflege und Reinigung der Bioblinds in weiterer Zusammenarbeit weiter optimiert werden.

Demokratisches, kinetisches, vertikales, top-to-bottom ‘Farming’, wie Bioblinds, kann Städte disruptiv verändern. Die DLG zeichnete Bioblinds im März 2020 als eine der acht innovativsten ‚Urban Farming‘ Ideen 2020 aus.
Bioblinds Anwendung in Berlin Wedding (Simulation) © BioblindsDie direkten Effekte von Bioblinds liegen auf der Hand: Jede Hauswand könnte grün, die Sauerstoffproduktion entsprechend erhöht, Nahrungsmittel direkt vor dem Fenster angebaut, durch Kühleffekte im Wohnbereich Energie gespart, der Wohnkomfort gesteigert und urbane Kontexte vom Grau befreit werden. Erste Innovationsblogs, der KURIER und das Fraunhofer Institut haben bereits über die außergewöhnliche, und beeindruckend einfache Idee berichtet. Dr. Brecht ist politischer Gründungsvater der Idee aus dem Deutschen Bundestag. Neben dem Diplom Physiker hat sich der Bundesverband für GebäudeGrün e.V. (BuGG) als einer der offiziellen Kooperationspartner erklärt. Das Bioblinds Kernteam erweitert sich neben Jan Engel um Tino Seubert, Anne Jacobs, Rüdiger Engel, Judith Jacobs, Leon Bittner und Caro Schreiner. 

Die Landwirtschaft wird Vorreiter für städtische Lebensqualität, denn die zweite Edition steht bereits vor Launch der ersten Ausgabe fest: Sie wird in Zusammenarbeit mit dem ‚Friedrichshof Gründau‘ erarbeitet und für die Begrünung von Kuhställen dienen. Folglich wird sie auch ‚Bioblinds 2nd Edition COWSHED‘ heißen. 
Lange musste das Team nicht auf eine Anfrage zur Weiterentwicklung warten. Wie so oft entpuppt sich die Landwirtschaft auch bei diesem Projekt als mutiger Vorreiter. Manuel Schneider vom Friedrichshof Gründau plant mit Bioblinds seinen Kuhstall für 800 Kühe auf der Südseite zu begrünen. Ausschlaggebende Argumente sind für ihn die Winddurchlässigkeit, eine schönere Atmosphäre für die Kühe und die günstigen Produktionskosten. Gemeinsam suchen wir nun nach den passenden, lokalen Pflanzen und planen die mechanischen und technischen Details. Im Zuge dieser Erweiterung haben wir bereits im Hintergrund mit dem ‚Bioblinds Plant Research Hub‘ begonnen. Hier sollen relevante Informationen zu Rankepflanzen gesammelt werden. Sobald die Basis gelegt ist, wird dieses Hub ebenso als open-source Dokument online gestellt und bietet einen möglichen Grundstock für weitere Editionen. Bioblinds sehen sich als Impuls für potentielle demokratische Begrünungskonstruktionen und erheben keinen Anspruch auf Perfektion.
Jan Engel agiert seit 2013 als Freelancer für Kommunikation- und Kulturberatung und -konzeption. Er ist im Brotberuf für Firmen wie AUDI, Sartorius, die UN Women UK, für Künstler wie Esther Perbandt, Lyra Pramuk tätig und unterrichtet als Gastdozent an verschiedenen Hochschulen. Vorher war er u.a. Manager von Peggy Gou, Geschäftsführer bei der Agentur Blumberry und Leiter der Event Unit bei Scholz & Friends Berlin (beide WPP). Er hat Ethnologie (BA), Event Management (BA) und Kultur Management (MA) studiert. Mit Bioblinds hat sich Jan Engel einen über 20 Jahre alten Traum erfüllt.
 
Kontakt: Jan Engel | j@janengel.berlin | www.janengel.berlin/bioblinds.html
BIOBLINDS – THE GREEN SKYLINE INITIATIVE, Projektbüro Berlin – Caro Schreiner | www.bioblinds.com 


     
        
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