Eine Welt. Ein Klima. Für globale Entwicklung und Klimaschutz gemeinsam handeln! Engagieren Sie sich jetzt: www.allianz-entwicklung-klima.de

Deka und Union Investment reagieren auf Druck und schränken Kohle-Investitionen ein

Zahlreiche Kohleunternehmen fallen aus sämtlichen Publikumsfonds raus

Nach mehr als einem Jahr urgewald-Kampagne hat Deka Investment, der Fondsanbieter der Sparkassengruppe, bekanntgegeben, erstmals seine Kohle-Investitionen in sämtlichen Publikumsfonds deutlich einzuschränken. Wie Deka im Gespräch mit urgewald mitteilte, sollen ab 1. Mai alle Unternehmen aus den Deka-Fonds ausgeschlossen werden, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes im Kohlebergbausektor machen. Für Energieerzeuger gilt ein Schwellenwert von 40 Prozent der Stromerzeugung mit Kohle. Nach Analyse von urgewald kommen dadurch die größten Kohlekonzerne weltweit, darunter der indische Konzern NTPC, Glencore aus der Schweiz oder China Huaneng, nicht mehr für Deka-Fonds in Frage.
 
Nach mehr als einem Jahr urgewald-Kampagne hat Deka Investment bekanntgegeben erstmals seine Kohle-Investitionen in sämtlichen Publikumsfonds deutlich einzuschränken. © lausitz360, pixabay.comKathrin Petz, Finanz-Campaignerin bei urgewald, sagt: „Wir freuen uns, dass Deka endlich auf unsere Forderungen reagiert und beginnt seine Fonds an die Klimaziele von Paris anzupassen. Im Jahr 2020 hat Kohle als klimaschädlichster Energieträger nichts mehr in Fondsprodukten zu suchen."
 
Auch Union Investment, der Fondsanbieter der Genossenschaftsbanken, teilte in dieser Woche gegenüber urgewald mit, Kohle-Investitionen in seinen Publikumsfonds stärker einzuschränken. Statt wie bisher Unternehmen ab einem Umsatz im Kohlebergbausektor von über 30 Prozent auszuschließen, gilt seit Kurzem ein schärferer Schwellenwert von 5 Prozent, was mehr als 100 Kohlebergbaufirmen weltweit betrifft und einem Komplettausschluss nahekommt.
 
Energieerzeuger sollen ab einem Anteil von über 25 Prozent Stromerzeugung mit Kohle aus den Fonds von Union Investment herausfallen. Hier macht der Fondsanbieter die Einschränkung, dass auch Firmen, die über 25 Prozent Anteil liegen, investierbar bleiben, wenn sie eine „glaubwürdige Klimastrategie" vorweisen können oder ihre Klima-Meilensteine einhalten. Union Investment hat darüber hinaus mitgeteilt bis 2025 sämtliche Kohlebergbaufirmen aus Fonds auszuschließen, bis 2035 sämtliche Kohlestromerzeuger.
 
Petz sagt: „Union Investment wird zum Vorbild beim Klimaschutz für alle deutschen Fondsanbieter. So viel Konsequenz würden wir uns auch von den anderen Großen auf dem Markt, allen voran Allianz und DWS wünschen. Millionen Menschen vertrauen bei ihrer Geldanlage und Altersvorsorge auf Fondsprodukte. Sie erwarten zu Recht, dass ihre Fondsanbieter Industrien, die unserer Zukunft schaden, endlich aussortieren."
 
Petz ergänzt: „Es bleibt jedoch ein großes Manko bei Deka und Union Investment. Beide können auch mit ihren neuen Richtlinien an RWE als größtem Kohlekraftwerksbetreiber Europas und einem der größten Braunkohleförderer weltweit festhalten. Offenbar schrecken sie davor zurück einen der großen Energiewerte im Dax auszuschließen, obwohl RWE keine klimakompatible Kohleausstiegsstrategie hat. Hier hätten wir uns mehr Konsequenz gewünscht."
 
Kontakt: urgewald e.V. | moritz@urgewald.orgwww.urgewald.org

Lifestyle | Geld & Investment, 24.04.2020
     
Cover des aktuellen Hefts

Habeck Superstar?

forum Nachhaltig Wirtschaften 02/2022 erscheint am 01. Juli. Schwerpunkt: Wirtschaft im Wandel

  • XAAS Everything-as-a-Service
  • Papiertiger mit Potenzial
  • Ausgezeichnete Gesetze
  • Weniger wollen - wie lernt man das?
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
01
JUL
2022
New Housing
Tiny House Festival
76287 Rheinstetten
26
JUL
2022
BIOFACH
Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel
90471 Nürnberg
27
AUG
2022
Green World Tour Nachhaltigkeitsmesse Kiel
Die Vielfalt der Nachhaltigkeit auf einer Messe
24103 Kiel
Alle Veranstaltungen...

Gemeinsam ist es Klimaschutz

natureOffice nimmt Sie mit auf die Reise durch den Klimakosmos - gleich YouTube-Kanal abonnieren und Baum pflanzen!

Politik

Intellektuelle schreiben offene Briefe an den Bundeskanzler
Christoph Quarch vermisst dabei eine Idee davon, wie eine diplomatische Lösung aussehen könnte.
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Wieviele Besucher braucht man, um von einem Onlineshop leben zu können?

Habeck Superstar?

G7-Gipfel – 170 Millionen für eine Show

Westlake Vinnolit erhält EcoVadis-Platin-Auszeichnung

Keine Prospekte mehr

Neue Anwendungsbereiche, unendliche Möglichkeiten: Bambusprodukte als tragende Bauteile zugelassen

Essity macht Alltag nachhaltiger:

Ohne Handwerk keine Zukunft – Bildungspotenziale jetzt umsteuern

  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Global Nature Fund (GNF)
  • PEFC Deutschland e. V.
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Nespresso Deutschland GmbH
  • TourCert gGmbH
  • B.A.U.M. e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Frankfurt University of Applied Sciences
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
  • Verka VK Kirchliche Vorsorge VVaG
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH