Zertifizierter ESG Reporting Professional. Fit für CSRS & Co. - ESG-Reporting souverän meistern.

Der „Compact with Africa“ verfehlt sein Ziel

Afrikanische Länder brauchen eine gezielte Unterstützung ihrer kleinen und mittelständischen Wirtschaft

Mehr über neue Businessmodelle und nachhaltige Innovationen in Afrika lesen Sie in
forum Nachhaltig Wirtschaften 2/2019.
Auf Einladung von Bundeskanzlerin Angela Merkel treffen sich die zwölf afrikanischen Staats- und Regierungschefs der „Compact with Africa"-Initiative zum zweiten Mal in Berlin. Sie haben sich dazu verpflichtet, ökonomische Anreize für Investitionen deutscher und internationaler Unternehmen in ihren Ländern zu schaffen. Aus Sicht von VENRO verfehlt der „Compact with Africa" schon im Kern das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung.
 
„Was die afrikanischen Länder brauchen, ist eine gezielte Unterstützung ihrer kleinen und mittelständischen Wirtschaft. Direktinvestitionen aus dem Ausland können diese Aufgabe nur unzureichend leisten", erklärt Dr. Bernd Bornhorst, Vorstandsvorsitzender des Verbands Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO). „Die Bundesregierung sollte spezielle Fördermaßnahmen für Investitionen in afrikanische kleine und mittlere Unternehmen auflegen und bestehende Förderinstrumente ausbauen. Die lokalen Unternehmen sind es, die Entwicklung vorantreiben, neue Arbeitsplätze schaffen und so zur Armutsreduzierung beitragen."
 
„Der neu gegründete Entwicklungsinvestitionsfonds bietet eine Chance zu einem Motor für eine nachhaltige Entwicklung zu werden, – vorausgesetzt die Gelder gelangen dorthin, wo sie die beste Wirkung für die Menschen vor Ort entfalten können", ergänzt Bornhorst. „Dafür braucht es klare soziale und ökologische Kriterien für die Mittelvergabe und nicht zuletzt politische Lösungen. Die Förderung lokaler kleiner und mittlerer Unternehmen scheitert oftmals an ungeklärten Eigentumsrechten, einer schwerfälligen Verwaltung oder Korruption.
 
In den meisten Entwicklungsländern entstehen Jobs vor allem in der informellen Wirtschaft. In Afrika südlich der Sahara sind rund 85,9 Prozent der Menschen im informellen Sektor beschäftigt. Dieser unterliegt nahezu keiner staatlichen Regulierung. Die Arbeitsbedingungen bieten keinen sozialen Schutz und die Beschäftigten haben wenig Rechte. „Jede öffentliche Förderung von privaten Investitionen muss deshalb auch mit dem Auf- und Ausbau sozialer Sicherungssysteme einhergehen", betont Bornhorst.
 
VENRO ist der Bundesverband entwicklungspolitischer und humanitärer Nichtregierungsorganisationen (NRO). Ihm gehören rund 140 deutsche NRO an, die in der privaten oder kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit, der Humanitären Hilfe sowie der entwicklungspolitischen Bildungs-, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit tätig sind.
 
Kontakt: Janna Völker, VENRO | j.voelker@venro.org | www.venro.org


     
        
Cover des aktuellen Hefts

Frau Reiche – es reicht!

forum 03/2026

  • Resilienz
  • Klimafinanzierung
  • Wald
  • Startups
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
11
SEP
2026
Den Demokratie-Muskel stärken – Zusammen für das Gemeinwohl!
Training mit Christian Felber & Roman Huber
38489 Beetzendorf
11
SEP
2026
Den Demokratie-Muskel stärken
Live-Online-Training in Echtzeit mit Grit Bümann, Roman Huber, Christian Felber
online
22
OKT
2026
csrTAG 2026 – Nachhaltigkeit als Wirtschaftsfaktor
R³essourcen. R³esilienz. R³entabilität. - Ticketverkauf gestartet
A-6236 Alpbach
Alle Veranstaltungen...
Transformation as a Service. Engegie | KI | Cyber | ESG - aus einer Hand | Zum Festpreis.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Digitalisierung

Magnifica Humanitas - Über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz
Christoph Quarch begrüßt die Enzyklika von Papst Leo XIV. als wertvollen Debatten-Beitrag
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

36 Grad und es wird immer heißer...

Erneute Extremhitze: Verbände fordern Hitzegipfel

Hitze gefährdet die Trinkwasserversorgung

Mehr Präsenz für Innovationen und eine nachhaltige Zukunft!

Die Bundesregierung bremst die Energiewende!

Hitzeschutz muss zur Pflichtaufgabe des Staates werden

Deutschland droht der Hitzekollaps - Regenwasser wird zum wichtigsten Rohstoff der Zukunft

Wer an die Sonnenfinsternis glaubt, kann den Klimawandel nicht leugnen

B.A.U.M. Insights
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Global Nature Fund (GNF)
  • 66 seconds for the future
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • TÜV SÜD Akademie
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • NOW Partners Foundation
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • SUSTAYNR GmbH
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Engagement Global gGmbH
  • WWF Deutschland
  • ZamWirken e.V.