Garten-PV - Grüner Strom aus eigenem Anbau.

Edinburgh Finance Declaration

Erstes religionsübergreifendes Werterahmenwerk für ein verantwortungsvolleres Finanzsystem verabschiedet

Bank für Kirche und Caritas als Expertin für ethisch-nachhaltige Geldanlagen bei der internationalen Ethical Finance Conference in Edinburgh 
 
Lesen Sie dazu auch das aktuelle B.A.U.M.-Jahrbuch mit dem Schwerpunkt „Nachhaltiges Investieren" sowie die kommende Ausgabe von forum Nachhaltig Wirtschaften mit ausgewählten Beiträgen in Sachen Green and Responsible Finance.
Wie können ethische Werte in Anlagestrategien umgesetzt werden? Wie kann sichergestellt werden, dass Vermögenswerte eine nachhaltige Entwicklung unterstützen? Welche Verantwortung tragen dabei religiöse Organisationen als Investoren? Diese und weitere Fragen wurden im Rahmen der internationalen Ethical Finance Conference vom 22. - 23. Oktober 2018 in Edinburgh mit über 300 Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher Glaubensrichtungen, Finanzexperten, Politikern und Finanzmarktakteuren aus der ganzen Welt diskutiert. Ausgerichtet wurde die Konferenz unter anderem von dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und der schottischen Regierung. 

Von links nach rechts Kathryn Saklatvala, Director Investment Content bei bfinance, Risi Madlani, Sustainable Finance Lead bei der Royal Bank of Scotland, Richard Mattison, CEO bei Trucost part of S&P Global und Tommy Piemonte © BKC-Kompetenzzentrum Nachhaltige GeldanlagenDer Höhepunkt dieser hochkarätig besetzten Veranstaltung war die Veröffentlichung der „Edinburgh Finance Declaration", die in einem mehrjährigen Prozess vom Verband islamischer Finanzen in Großbritannien (UK Islamic Finance Council - UKIFC) und der schottischen Kirche erarbeitet wurde.
 
Dieses interreligiöse Werterahmenwerk kann als das erste seiner Art weltweit angesehen werden und bildet zugleich den Endpunkt der ersten Phase einer im Februar 2016 begonnenen Zusammenarbeit zwischen der schottischen Kirche und dem UKIFC zur Entwicklung eines gemeinsamen christlichen und islamischen Wertekanons für ethisch-nachhaltige Geldanlagen. Im sich nun darauf aufbauenden Prozess soll die Edinburgh Finance Declaration unter Einbindung weiterer Glaubensgruppierungen weiterentwickelt werden und so einen religionsübergreifenden Leitfaden für ethisch-nachhaltige Geldanlagen ermöglichen. Ziel ist es, die Entwicklung von Finanzprodukten, die eine nachhaltigere Wirtschaftsweise unterstützen, zu stärken.

Tommy Piemonte, Leiter Nachhaltigkeitsresearch bei der Bank für Kirche und Caritas (BKC), war als einziger deutscher Experte für ethisch-nachhaltige Geldanlagen einer katholischen Organisation als Podiumsreferent auf der Ethical Finance Conference vertreten. Er berichtete den Konferenzteilnehmern unter anderem über die praktische Umsetzung einer ethisch-nachhaltigen Anlagestrategie über alle Anlageklassen hinweg.
 
„In Edinburgh wurde ein symbolträchtiger Schritt auf dem Weg zu einem verantwortungsvolleren Finanzsystem über alle Konfessionen hinweg gelegt. Die in der Edinburgh Finance Declaration formulierten Werte – Verantwortung, Nächstenliebe, menschliche Entfaltung, Nachhaltigkeit und Zweckmäßigkeit, Gerechtigkeit und Fairness sowie Gemeinwohl – sind zugleich konsistent mit den aktuellen Nachhaltigkeitsdiskussionen auf den Finanzmärkten. Hierin geht es etwa um die Berücksichtigung des Klimawandels oder die Ausrichtung auf die UN-Ziele für eine nachhaltige Entwicklung in Investitionen. Es freut mich, dass wir uns als katholische Kirchenbank im Rahmen dieser internationalen Konferenz in die Diskussion über ethisch-nachhaltige Geldanlagen einbringen konnten", berichtet Piemonte im Nachgang der Ethical Finance Conference und der Edinburgh Finance Declaration. 

Die Bank für Kirche und Caritas ist eine der Vorreiterinnen im Markt ethisch-nachhaltiger Geldanlagen. Bereits 2003 wurden die Eigenanlagen und sämtliche Bankprodukte unter das Vorzeichen der Nachhaltigkeit gestellt. In diesem Zusammenhang hat die BKC eine ethisch-nachhaltige Anlagestrategie entwickelt, um Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) in ihren Investitionen zu berücksichtigen. Dabei orientieren sich die ESG-Kriterien an den Leitmotiven des Schutzes des menschlichen Lebens, des Friedens, der Gerechtigkeit und der Schöpfung. Die ethisch-nachhaltige Anlagestrategie setzt sich aus einer Mischung aus Ausschluss-, Negativ- und Positivkriterien zusammen, die sowohl zum Ausschluss und zur Priorisierung von Anlagen führen. Zur ethisch-nachhaltigen Anlagestrategie gehört darüber hinaus auch das sogenannte „Engagement", bei dem die BKC ihren Einfluss als Investor bei Unternehmen geltend macht und sie zu einer verstärkten Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten anhält.

Auf unserer Website erhalten Sie weitere Informationen zu unseren ethisch-nachhaltigen Geldanlagen: 

Informationen zur Edinburgh Finance Declaration erhalten Sie unter: 
 
Kontakt: Carina Willeke, Bank für Kirche und Caritas eG
carina.willeke@bkc-paderborn.dewww.bkc-paderborn.de


     
        
Cover des aktuellen Hefts

Frau Reiche – es reicht!

forum 03/2026

  • Resilienz
  • Klimafinanzierung
  • Wald
  • Startups
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
30
JUN
2026
Circular Tech Hub
Europe’s Largest Tech, Startup & Digital Investment Event
14055 Berlin
28
SEP
2026
Zertifikatskurs „Sustainability Management“
Wir verbinden Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit!
95447 Bayreuth
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Digitalisierung

Neues "Mental Operating System" für Social Media und Ki-Systeme
Christoph Quarch plädiert für die Programmierung einer europäischen, humanistischen KI zur Erreichung digitaler Souveränität
Lassen Sie sich begeistern von einem Buch, das Hoffnung macht.
Garten-PV - Grüner Strom aus eigenem Anbau.

Jetzt auf forum:

Stadtgrün gegen Hitze

Biodiversität beginnt vor der Haustür

Erfolgreicher Moor-Mitmachtag mit 100 Freiwilligen

Klimaneutrale Speicherstadt drei Mal erfolgreich bei DGNB Sustainability Challenge

Die Sommer-INNATEX wartet auf mit bekannten Namen und essenziellen Themen

Recht haben reicht nicht

Neue Wege gehen: Die nächste Generation steht bereit

Der Einkauf als Hebel

  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Global Nature Fund (GNF)
  • SUSTAYNR GmbH
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • WWF Deutschland
  • Engagement Global gGmbH
  • TÜV SÜD Akademie
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • ZamWirken e.V.
  • NOW Partners Foundation
  • 66 seconds for the future
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften