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Ein zweites Leben für Kaffeekapseln

So einfach geht's

Müll ist aktuell ein heiß diskutiertes Thema. Wir Deutschen gelten in Europa als Spitzenreiter unter den Müllverursachern. Dabei haben wir hierzulande einen großen Vorteil: Unser Abfall wird immer häufiger recycelt, auch dank einer gut funktionierenden Infrastruktur. Entscheidend bleibt, dass diese genutzt wird und Hersteller ihre Produkte so gestalten, dass sie möglichst gut wiederverwertet werden können.

Wie Nespresso Kapseln tatsächlich wiederverwertet werden. © Kay Herschelmann
Der weltweite Konsum hat unübersehbar direkte Auswirkungen auf den Planeten: Die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikverpackungen, Mikroplastik in Kosmetika und hitzige Debatten rund um Kaffee-Kapseln und Coffee-to-Go-Becher. Insbesondere Verpackungen, die nicht recycelt werden, haben langfristige Folgen auf die Umweltbilanz. Laut Statistischem Bundesamt fielen in Deutschland durchschnittlich rund 617 Kilogramm Siedlungsabfall je Einwohner an. Das liegt deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 481 Kilogramm1. Umso bedeutender ist es, dass Verpackungen konsequent mehrfach genutzt werden. 

Nespresso hat diese Notwendigkeit bereits vor 25 Jahren erkannt und seine Kapseln 1993 freiwillig beim Grünen Punkt (Duales System Deutschland) lizenziert. Die Kapseln können daher nach Gebrauch ganz einfach samt Kaffeesatz über den Gelben Sack, die Gelbe Tonne, die Wertstofftonne oder über Wertstoffsammelstellen dem Recyclingkreislauf zugeführt werden. Das Unternehmen setzt bewusst auf Aluminium als Verpackungsmaterial, um seine Qualitätskaffees optimal vor äußeren Einflüssen zu schützen. Ein weiterer Vorteil: Der Wertstoff Aluminium lässt sich besonders gut und auch mehrfach recyceln. Das gilt nicht für jedes Verpackungsmaterial. Vor allem Verpackungen, die aus verschiedenen Materialien zusammengesetzt sind, lassen sich schwerer oder zum Teil gar nicht wiederverwerten. So sind Produktherstellerin der Pflicht, ihre Verpackungen so zu gestalten, dass diese möglichst gut recycelt werden können. 

Ein Taschenmesser mit einer Schale aus recycelten Nespresso Kapseln. © Emmanuel Nguyen NgocDas unabhängige Institut cyclos-HTP hat im vergangenen Jahr verschiedene Kaffee-Kapseln auf ihre Recyclingfähigkeit hin untersucht. Es kommt in seiner Studie zu dem Ergebnis, dass der Sortierprozess eine entscheidende Rolle beim Recycling einnimmt. Nur wenn Verpackungen und das Material, aus dem sie bestehen, richtig erkannt und dem jeweils richtigen Kreislauf für ein bestimmtes Material zugeführt werden, ist eine erfolgreiche Wiederverwertung möglich. Aluminium-Kapseln von Nespresso werden laut Studie besonders gut erkannt. Denn Aluminium wird von den Sortieranlagen klar identifiziert und mit hoher Sicherheit aussortiert. Aus den recycelten Kapseln entsteht Sekundäraluminium, das in einer Vielzahl von Produkten wie Fensterrahmen oder Fahrräder, aber auch in der Bau- und Automobilbranche neue Anwendung findet. Welche Formen das Recycling der Nespresso-Kapseln noch annehmen kann, zeigt eine Zusammenarbeit mit zwei Schweizer Traditionsunternehmen.

Bereits im dritten Jahr wurde 2018 die Kooperation mit Victorinox weitergeführt. Das Ergebnis: ein Taschenmesser mit einer Schale aus recycelten Nespresso-Kapseln – ein praktisches und nachhaltiges Werkzeug zugleich. Ein besonderes Design-Accessoire ist wiederum das Ergebnis der Zusammenarbeit Nespressos mit dem Schreibwarenhersteller Caran d'Ache geworden. Der klassische 849 Kugelschreiber gilt als Wahrzeichen des Maison Caran d'Ache und ist 2018 nun auch in einer limitierten Auflage aus recycelten Nespresso-Kapseln verfügbar. 


1) Statistisches Bundesamt, „617 Kilogramm Abfall pro Kopf: Deutschland deutlich über dem EU-Durchschnitt", 2013

Quelle: Nespresso Deutschland GmbH



     
        
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